1025401

Open Street Map: Karten für alle

02.10.2009 | 12:59 Uhr |

Mit Open Street Map gibt es eine kostenlose und für alle frei nutzbare Landkarte. Die Idee gleicht der von Wikipedia, die Karte stellen viele freiwillige Helfern zusammen.

Als der Unternehmer Jimmy Wales im Januar 2001 die freie Enzyklopädie Wikipedia gründete, wurde er milde belächelt. Schon früher waren Online-Wissensdatenbanken gescheitert, wieso sollte Wales mit dieser Idee nun plötzlich Erfolg haben? Das Wörtchen Wiki sollte den Ausschlag geben: Es kommt aus dem Hawaiischen, bedeutet schnell und steht für ein Content-Management-System, an dessen Inhalten jeder ganz einfach im Browser Änderungen vornehmen kann. Die Nutzer selbst sollten enzyklopädische Artikel verfassen, das Wissen der Welt niederschreiben.

Was als wilde Idee begann, gewann schnell an Dynamik: Keine zehn Jahre später stellte Microsoft sein ambitioniertes Nachschlagewerk Encarta ein, und die Herausgeber der Brockhaus Enzyklopädie gaben bekannt, dass die 21. Druckausgabe von 2006 die letzte gewesen sein würde. Zum jetzigen Zeitpunkt umfasst Wikipedia über zehn Millionen Artikel und ist in 230 Sprachen zu lesen. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Das gleiche kann sich nun bei der Weltkarte wiederholen, das entsprechende Pendant zu Wikipedia heißt Open Street Map.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1025401