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Outnumbered: Ballern als Libelle

22.03.2006 | 15:58 Uhr |

In Outnumbered fliegt man in Libellengestalt durch surreale Sumpf- und Wasserlandschaften und erwehrt sich schießend immer neuer Horden killersüchtiger Mücken.

Hervorgegangen ist das Ballerspielchen der Blogger von Onesadcookie aus einem Wettbewerb bei iDevGames und deren OMG (Original Mac Games) Cup 2005. Als ersten Preis gibt es dort 300 US-Dollar und einen Vertrag zur Vermarktung des Spiels mit Freeverse Software zu gewinnen. Outnumbered lässt den Spieler ab Mac-OS X 10.3.9 (empfohlen: mindestens ein G4 Mac mit 800 MHZ, ATI Radeon 9000 Grafikkarte, läuft auch auf Intel-Macs) als Libelle durch die Luft schwirren und sich zunächst aus ihren Nestern hervor stürmender Mücken erwehren. Diese soll man möglichst schnell und zahlreich abschießen, bevor diese einen berühren, denn in diesem Moment verliert man eins seiner ursprünglich 5 Leben: Auch der eigene Schutzschild leidet unter den Kollisionen.

Die Vorgabe lautet 251 Punkte zu erzielen, dann gewinnt man ein neues Leben dazu und der Schild erneuert sich von allein. Erst wenn man sämtliche Mücken eines Levels beseitigt hat, die uns zudem von hinten verfolgen und bedrängen, kommt der Endgegner in Gestalt der Riesenwasserschlange auf uns zu. Deren Beschuss sollte man tunlichst ausweichen, um sie herum fliegen und von der Seite oder von hinten unter Feuer nehmen. Das Spiel ist nicht leicht zu bewältigen, die Horden der uns attackierenden Insekten scheinen nicht zum Ende zu kommen, immer wieder verlieren wir sämtliche Leben und müssen von vorn beginnen. Für hartnäckige Ballerspieler mit virtueller Flugerfahrung ist der zudem kostenlose Shooter aber den kleinen Download von knapp 7 MB auf jeden Fall wert. Wir haben Outnumbered auf einem G4 Powerbook mit 1,67 GHz, Grafikkarte mit 128 MB VRAM sowie 1 GB Arbeitsspeicher getestet und sind mit der Performance bei Desktopauflösung sehr zufrieden. Besonders das rechenintensive Spiegeln unseres fliegenden Libellenhelden auf dem Wasser macht sich schön. Die Musikuntermalung ist schlicht, aber passend, lediglich das, was offensichtlich das Surren der Mücken darstellen soll, klingt etwas schräg für unser Gehör.

Einstellmöglichkeiten gibt es nicht viele, so kann man die Tastaturbelegung anpassen (nur Flugsteuerung und Schießen, Unterstützung für Gamepads und Maus existiert bislang nicht), die Auflösung des Spielbildes (auch im Fenstermodus möglich) sowie ein paar Optionen für Grafik und Sound.

Fazit: Ein nettes Spielchen für zwischendurch und Ballern ohne Reue, denn über dieses völlig unblutige „Killerspiel“ kann sich ernsthaft nicht mal der strengste Jugendsittenhüter aufregen, es sei denn, er hält selbst virtuelle Mücken und Wassermonster für eine schützenswerte Art.

Info: OneSadCookie.com

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