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Test: Docudesk Desk PDF Editor 2012 R4

30.09.2012 | 08:00 Uhr |

Neue PDF-Tools wollen den Platzhirschen unter den PDF-Readern wie Vorschau oder Adobe Acrobat den Rang streitig machen. Da heißt es, Vor- und Nachteile gut abzuwägen.

Die Besonderheit von Desk PDF Editor 2012 besteht vor allem in der Möglichkeit, mehrere PDF-Dokumente in Tabs zu öffnen, wie man es von Webbrowsern gewohnt ist. Der Vorteil ist hier wie dort eine bessere Übersicht über die aktuell verfügbaren Dokumente. So kann man eine große Anzahl von PDF-Dokumenten direkt nebeneinander geöffnet halten und per Mausklick schnell zwischen ihnen hin und her wechseln. Außerdem bietet das PDF-Tool die Option, einer gegebenen Datei neue Elemente und Objekte hinzuzufügen, beispielsweise Bilder, die eigene digitale Unterschrift, Textabschnitte, einfache Zeichnungen oder Kommentare. Hinzu kommen Tools zum Verlinken eines ausgewählten Elements zu einer anderen PDF-Seite oder ins Internet über einen externen Browser. Seiten lassen sich entfernen, hinzufügen oder drehen und Dokumente zusammenfügen.

Dies alles ist freilich nichts Spezielles, obwohl unser Test bestätigt, dass eine so gesicherte PDF-Datei auch unter Windows gleich aussieht. Demgegenüber stehen einige negative Aspekte der Java-basierten Anwendung. Im Vergleich etwa zu Vorschau ist diese beim Öffnen von Dateien langsam und auch etwas hakelig beim Scrollen. Die Dialoge zum Öffnen von Dateien entsprechen nicht Mac-Standards und sind umständlich. Insgesamt ist die Anbindung an OS X recht schwach. Außerdem steht das Tool nur auf Englisch zur Verfügung, und auch die (englische) Online-Hilfsdatei beschränkt sich auf das Wesentliche. Vergleicht man Desk PDF mit PDFpen Pro , fällt deutlich auf, dass der Konkurrent viel mehr Möglichkeiten zur PDF-Gestaltung bietet, etwa Knöpfe und Formulare, und das zu einem vergleichbaren Preis. Interessant, wenn auch noch nicht ausgereift, ist dagegen die Option, mit Desk PDF über die Funktion PDF Zen in eigener Cloud PDF-Dokumente mit anderen zu teilen, zu bearbeiten und zu faxen.

Empfehlung

Wer häufig viele PDF-Dokumente sichten möchte, für den könnte Desk PDF Editor 2012 interessant sein. Doch in der jetzigen Version zeigt sich das Programm noch nicht ganz ausgereift und nicht gut an OS X angepasst. Die Tab-Funktion ist prima, ebenso die Idee, mit PDF Zen Dateien über die Cloud auszutauschen, sobald dies einwandfrei funktioniert. Um wirklich zu überzeugen, entspricht das Programm Mac-Standards und -Geschwindigkeiten allerdings zu wenig.

Desk PDF Editor 2012 R4

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