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Palm Tungsten T

29.10.2002 | 10:20 Uhr |

Kaum angekündigt, hatte Macwelt schon Gelegenheit, den neuen High-end-PDA von Palm genau unter die Lupe zu nehmen.

München/Macwelt - Endlich schließt Palm die Performance-Lücke zwischen Palm OS und Pocket PC - zumindest beinahe. Während Highend Palms bisher mit maximal 33 MHz CPU-Takt liefen, bringt es der Prozessor des Tungsten T auf 144 MHz. Die höhere Taktung sorgt dafür, dass Benchmark-Programme dem Neuling rund fünfmal mehr Leistung attestieren als dem bisherigen Topmodell m515.

Viel augenfälliger als der Leistungsschub ist jedoch das neue reflektive Farbdisplay. Dessen Auflösung beträgt nunmehr 320 mal 320 Pixel und schließt endlich zu den Bildschirmen der Palm OS-PDAs von Sony auf. Die Hintergrundbeleuchtung ist gleichmäßig und ausreichend hell.

Vollkommen unauffällig ist das integrierte Bluetooth-Modul. Weder ein Blinklämpchen noch eine Schriftzug deutet auf die Anwesenheit dieser Funktechnologie hin. Pures Understatement, denn in unserem Test nahm der Tungsten T ebenso problemlos mit einem Powerbook wie mit Mobiltelefonen Kontakt via Kurzstreckenfunk auf.

Trotz der neuen Technologien ist der Tungsten T gegenüber dem m515 um einen Zentimeter kürzer. Ein Kunststück das gelingt, indem die Graffiti-Schreibfläche unter einer ausziehbaren Abdeckung verschwindet, deren Oberseite die Schnellwahltasten und der Fünf-Wege Navigationsschalter ziert.

Die Software-Ausstattung des neuen Edel-Palm ist üppig. Mehr als ein dutzend zusätzlicher Programme werden auf einer Zusatz-CD mitgeliefert, darunter auch die Office-Lösung Documents-To-Go in der aktuellen Version 5.0.

Bleibt nur ein Wermutstropfen: Ein von vielen Palm-Fans herbei gesehntes GSM/GPRS-Modul für mobile Datenübertragung und um den PDA zum Telefonieren zu verwenden, ist nicht integriert. Für diese Anwender hat Palm das Modelle Tungsten W mit integriertem Mobilfunk-Modul angekündigt, das Anfang 2003 auf den Markt kommt. dc

Palm Tungsten T

Vorzüge:

Handlich und kompakt. Schneller als andere Palm OS-Handhelds aber gewohnt einfach zu bedienen. Zeitgemäße Display-Auflösung.

Nachteile:

Vergleichsweise wenig Speicher, keine integrierten Multimedia-Funktionen, kein GSM-Modul.

Alternative:

Sony Clié PEG-T675C, Handspring Treo 270

Preis:

ca. 600 Euro

Organizer mit Farbdisplay und Bluetooth

Prozessor:

Texas Instruments OMAP 1510, 144 MHz

Speicher:

16 MB

Display:

320 x 320 Pixel, 16 Bit Farbtiefe

Anschlüsse:

Palm Universal Connector, IrDA, Bluetooth

Erweiterbarkeit:

SD- und MMC-Cards

Systemanforderungen:

Mac OS 9.1 oder Mac OS X 10.1.2

Info:

Palm

Technische Angaben:

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