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Palm Tungsten T5

09.03.2005 | 16:53 Uhr |

Palm-Handheld mit instabilem Betriebssystem und ohne Innovationen

Palm Tungsten T5
Vergrößern Palm Tungsten T5

Abschied vom Slider und von der Zahl 4: Der Schiebemechanismus beim Vorgängermodell Tungsten T3 hat ausgedient und das Modell T4 nie das Licht der Welt erblickt – in einigen asiatischen Kulturen gilt die Vier als Unglückszahl. Auch der T5 besitzt ein brillantes Display mit einer Auflösung 320 x 480 Pixel, das sowohl im Hoch- als auch im Querformat 65.000 Farben anzeigt, der Intel Xscale ARM-Prozessor mit 416 MHz verlangt jetzt nach dem Palm OS 5.4. Und genau das scheint nicht immer stabil zu arbeiten, mehrmals stürzt uns das Gerät im Test ab und kann zum Teil trotz des aktuellen Updates nur mit einer aufgebogenen Büroklammer wieder zum Arbeiten überredet werden. So etwas betrübt bei einem Preis von rund 400 Euro.

Nicht weniger betrüblich, dass sich der Hersteller die Dockingstation spart: Beim T3 noch serienmäßig, jetzt ein 50 Euro teures und dringend empfohlenes Zubehör, denn das mitgelieferte USB-Kabel verriegelt nicht am T5 – eine unachtsame Bewegung und die Verbindung ist zum Teufel. Das hat unter Umständen fatale Auswirkungen auf das neue Feature „Laufwerksmodus“: Grundsätzlich dient sich der T5 sehr elegant als externer Flash-Speicher an, mit zwei Klicks kann der recht üppige interne Speicher von 256 MB (davon sind 160 MB frei nutzbar) als Laufwerk direkt vom Finder aus genutzt werden, ebenso eine im T5 eingesetzte SD-Speicherkarte. Leider hat das aktuelle Spitzenmodell bloß einen langsamen USB-1-Anschluss, wir ermittelten eine maximale Datentransferrate von 550 KB/s. Grundsätzlich sollte der Datenaustausch aber auch per Kurzstreckenfunk Bluetooth funktionieren, die Übermittlung gelingt aber nur vom Handheld zum Mac, andersherum nicht. Ansonsten: Palm as usual – bewehrte Qualität der Anwendungssoftware, aber eben auch keine Aufsehen erregende Neuerungen.

Fazit

Der T5 ist ein Blickfang und ein Handschmeichler – ein schlanker noch dazu. Aber mit dem installierten OS 5.4 leider ein unzuverlässiger und in Sachen Datenaustausch ohne USB 2.0 auch ein langsamer. Als T3-Nachfolger ist Palm One damit kein großer Wurf gelungen – innovativ ist anders. olm

Note: 3,6 ausreichend.

Vorzüge: Handlicher und leichter Organizer mit integriertem Bluetooth und üppigem internen Speicher, per USB als Flash-Drive nutzbar, iSync-kompatibel, Display unterstützt Quer-Format, Linkshänder-Modus

Nachteile: häufige Abstürze unter Palm OS 5.4, USB-Kabel verriegelt nicht am Gerät, Docking-Station nicht im Lieferumfang, langsamer USB-Anschluss

Alternativen: Smartphones (z.B. Sony Ericsson P910i) oder Pocket PCs mit zusätzlicher Synchronisationssoftware

Preis: € (D) 399, € (A) XXX, CHF XXX

Technische Angaben

Betriebssystem: Palm OS 5.4

Prozessor: Intel Xscale 416 MHz ARM

TFT-Display: 320 x 480 (65536 Farben)

Abmessungen: 121 x 78 x 15 mm

Gewicht: 146 Gramm

Systemanforderungen: ab Mac-OS X 10.2.6

Info: Palm One

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