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Panoramablick für Fernseher

17.10.2005 | 10:00 Uhr |

Große LCD-TVs eignen sich nicht nur zum Fernsehen oder DVDs anschauen. Dank VGA- oder DVI-Schnittstelle und hoher Auflösung kann man sie auch direkt an den Mac anschließen. In bestimmten Anwendungen lohnt sich das.

Seit dem Wechsel von Schwarzweiß- auf das Farbfernsehen in den Siebziger-Jahren und der Einführung der Audio-CD in den Achzigern gab es keine große Technologie-Revolution in der Unterhaltungselektronik mehr. Das soll sich jetzt ändern. HDTV lautet das Zauberwort und die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland soll endlich auch in Europa den in den USA und Japan schon weit gehend vollzogenen Umschwung herbeiführen.

Die meisten Computerröhrenmonitore in Büros und zu Hause sind inzwischen auf dem Schrott gelandet. LCD-Displays haben hier einen grandiosen Siegeszug hinter sich und sie ersetzt. Doch im Wohnzimmer, wenn es um das Fernsehen geht, findet man die schweren und Strom fressenden Glasboliden noch immer in großer Anzahl. Der Grund: Die Lebenszeit eines Fernsehers liegt im Durchschnitt bei 7 bis 10 Jahren, während man Computermonitore schon nach 3 bis 4 Jahren Betrieb durch bessere Modelle ersetzt.

HDTV – viermal besser als PAL

Die LCD-Technologie konnte bei Fernsehern bislang nicht so recht Fuß fassen. Auch, weil sie von der Bildqualität her herkömmlichen Fernsehern nicht deutlich sichtbar überlegen ist. Das ändert sich erst mit dem hochauflösenden Fernsehen, HDTV genannt. Hier findet nicht nur ein Generationswechsel in den Geräten – weg von der Röhre hin zu Flachbildschirmen mit LCD- oder Plasma-Technologie – statt, auch das von den Fernsehsendern ausgestrahlte Signal ändert sich Grund legend. Es wird zum einen voll digital und die Auflösung, sprich: die Anzahl der Bildpunkte, die zum Empfänger übertragen werden, wächst mit HDTV erheblich. Das hauptsächlich in Europa übliche PAL-Bild löst maximal 768 mal 576 Bildpunkte auf. HDTV liefert in der höchsten Ausbaustufe 1920 mal 1080 Punkte, das sind über vier Mal mehr Informationen. Um die Sache praktisch zu verdeutlichen: Jedes einzelne HDTV-Bild liefert eine Bildqualität, die der einer 2,1 Megapixel-Digitalkamera in etwa gleich kommt. Jedes Bild wohlgemerkt! Und davon bekommt man zwischen 24 und 60 pro Sekunde ins Haus geliefert. Damit kommt HDTV näher ans klassische Kino heran, wenngleich es noch keine volle Kinoqualität liefert.

Gleichzeitig verändert man mit HDTV das Seitenverhältnis von derzeit 4:3 auf 16:9 – also auf das Breitformat. Im Kino üblich sind allerdings Formate von 1,85:1 oder 2,35:1 (Cinemascope). Bei Kinofilmen, die per HDTV ausgestrahlt werden, wird man also auch weiterhin mit schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand leben müssen, wenn diese auch deutlich kleiner sind, als beim herkömmlichen 4:3-Fernsehen.

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