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Payback - GTA fürs iPhone im Test

08.03.2009 | 13:30 Uhr |

Mit dem Spiel "Payback" kommt ein Klon des Spieleklassikers GTA 2 auf das iPhone und den iPod Touch. Das Gangsterepos ist äußerst komplex und enttäuscht dennoch. Das Update auf Version 1.1 bringt Besserung.

Payback ist ein Klon des Klassikers GTA 2 von 1999. Aus der Vogelperspektive steuert der Spieler eine Figur, die einen Nachwuchsgangster in der Großstadt darstellt. Der Spieler läuft durch verschiedene Städte, findet Waffen, stielt Autos und erledigt Missionen. Der Ablauf ist dabei ähnlich: an öffentlichen Telefonen gibt es neue Missionen, für die Fortbewegung muss meist ein fahrbarer Untersatz her, um die teils weiten Distanzen zu überwinden.

Die Interaktionsmöglichkeiten sind übersichtlich: Der Spieler kann laufen, schlagen, Waffen benutzen und Fahrzeuge fahren. Durch die große Spielwelt und die vielen Objekte wie unterschiedliche Autos ergibt sich daraus dennoch zunächst viel Abwechslung. Payback bietet drei Spielmodi: "Geschichte", den Story-Modus, "Rennen" und "Randalieren". Zunächst zeigt sich jedoch kaum ein Unterschied zwischen den Modi. Das Prinzip bleibt erhalten: Man sucht sich das richtige Telefon, erhält eine Mission und muss diese erfüllen. Dabei muss dies nicht zwangsläufig etwas mit "Rennen" oder "Randale" zu tun haben.

Positiv: Da Payback nicht linear aufgebaut ist, führen gescheiterte Missionen nicht in eine Sackgasse. Der Spieler sucht sich einfach eine neue Mission. Um eine neue Stufe zu erreichen, muss der Spieler eine vorgebene Punktzahl erreichen. Erst dann wird eine neue Stadt freigeschaltet. Insgesamt besteht Payback aus elf Städten. Diese unterscheiden sich jedoch nicht deutlich. Generell wirkt die Umgebung wie aus dem Baukasten. Sehr viele Elemente findet man sprichwörtlich an jeder Straßenecke, allgemein wirkt die Landschaft sehr klotzförmig. Dennoch ist der Umfang erstaunlich. Sprachausgabe, unzählige Missionen und der gelungene Soundtrack lassen die Größe des Spiels auf 220 Megabyte anwachsen.

Very british

Anders als das Original GTA ist Payback "very british". Hier herrscht Linksverkehr, was bei Festlandeuropäern gelegentlich für Geisterfahrten sorgt. Sehr charmant: Die Sprachausgabe im rauhen Cockney-Slang. Die Sprachausgabe ist Englisch, Menüs und Untertitel sind jedoch auf Deutsch übersetzt.

Payback belohnt Gewalt
Vergrößern Payback belohnt Gewalt

Moralisch ist Payback als echtes Gangster-Spiel fragwürdig. Für Straftaten gibt es Punkte, selbst wer wahllos Zivilisten tötet erhält dafür Punkte. Allerdings gibt es für derart brutales Verhalten auch bei Payback Konsequenzen: Die Polizei nimmt schnell die Verfolgung auf, wenn sie den Spieler bei Autodiebstählen oder Waffeneinsatz erwischt. Das fahndungslevel steigt auf bis zu sechs Sterne. Jedoch ist die Exekutive hier sehr milde. Trotz mehrerer Verfolger und sogar Straßensperren lässt sich die Polizei sehr leicht abhängen.

Die Steuerung ist relativ gut gelungen. Gelenkt wird die Figur und die Autos per Neigung, vor- und rückwärts geht es über zwei Pfeiltasten. Das Handling der Autos ist in Ordnung, Payback animiert sogar die Seitenneigung in Kurven und Schäden am Fahrzeug. Je nach Größe und Gewicht sind die Autos unterschiedlich robust. Fünf Herzen symbolisieren den Fahrzeugzustand. Nach vielen Zusammenstößen beginnt es zu rauchen und wird langsamer. Geht der Zustand auf Null, explodiert es sogar samt Fahrer, wie bei GTA.

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