Payback auf dem iPod Touch
Payback - GTA fürs iPhone im Test
Mit dem Spiel "Payback" kommt ein Klon des Spieleklassikers GTA 2 auf das iPhone und den iPod Touch. Das Gangsterepos ist äußerst komplex und enttäuscht dennoch. Das Update auf Version 1.1 bringt Besserung.
Payback ist ein Klon des Klassikers GTA 2 von 1999. Aus der Vogelperspektive steuert der Spieler eine Figur, die einen Nachwuchsgangster in der Großstadt darstellt. Der Spieler läuft durch verschiedene Städte, findet Waffen, stielt Autos und erledigt Missionen. Der Ablauf ist dabei ähnlich: an öffentlichen Telefonen gibt es neue Missionen, für die Fortbewegung muss meist ein fahrbarer Untersatz her, um die teils weiten Distanzen zu überwinden.
Die Interaktionsmöglichkeiten sind übersichtlich: Der Spieler kann laufen, schlagen, Waffen benutzen und Fahrzeuge fahren. Durch die große Spielwelt und die vielen Objekte wie unterschiedliche Autos ergibt sich daraus dennoch zunächst viel Abwechslung. Payback bietet drei Spielmodi: "Geschichte", den Story-Modus, "Rennen" und "Randalieren". Zunächst zeigt sich jedoch kaum ein Unterschied zwischen den Modi. Das Prinzip bleibt erhalten: Man sucht sich das richtige Telefon, erhält eine Mission und muss diese erfüllen. Dabei muss dies nicht zwangsläufig etwas mit "Rennen" oder "Randale" zu tun haben.
Payback
Payback wird wie GTA 1/2 aus der Vogelperspektive gespielt
Straftaten werden bei Payback belohnt
Die unterschiedlichen Spielmodi. Die spielerischen Unterschiede sind jedoch gering
Karambolagen werden als Gangster-Heldentaten gewertet, schaden aber dem Wagen
Um Missionen zu starten muss man ans Telefon gehen
Überstandene Missionen werden mit Punkten belohnt
Vor dem Spiel erstellt man ein Profil
Gescheiterte Missionen führen nicht in eine Sackgasse, man kann einfach weiter spielen
In einigen Missionen muss man andere Gangster "erledigen"
Missionen gehen oft blutig aus.
Insgesamt gibt es elf Städte im Spiel
Die KI ist mangelhaft. Hier haben sich KI-Autos ohne Grund verkeilt
Eine Speicherfunktion sichert den Spielstand
Autos zu stehlen gehört bei Payback zum Alltag
Wenn man will, ist man auch zu Fuß unterwegs
Es ist jedoch effizienter, sich ein Auto zu "besorgen"
Man kann erfolreiche und gescheiterte Spielrunden auch als Wiederholung sichern
Die Landschaft ist sehr modular aufgebaut und sieht aus wie aus einem Baukasten
Oft stimmt die Geometrie nicht
Treibt man es zu bunt, wird die Polizei aufmerksam
Dies fürhrt zu Verfolgungsjagden, die man jedoch leicht gewinnt
Viele Missionen gehen auf Zeit. Diese sind besonders knifflig
Waffen sind in der Landschaft versteckt und helfen bei Kämpfen deutlich
In solchen Kisten verstecken sich die Waffen meist
Einige sind besonders effektiv
Nicht selten richtet man ein Blutbad an
Flammenwerfer sorgen für ein Pixelinferno
Das Spiel geht mit Gewalt nicht besonders reflektiert um.
Für manche Missionen stehen Wagen bereit, die der Spieler abholen muss
Steigungen sehen besonders unrealistisch aus
Andere Autos kann man von der Straße drücken. Aber die Masse zählt
Das Vorbild GTA zeigt sich überall im Spiel
Elf Städte stehen zur Auswahl
Telefone starten die Missionen
Das Hauptmenü
Diese findet man anhand des Richtungspfeiles und der Minikarte rechts oben
Der Startbildschirm
Positiv: Da Payback nicht linear aufgebaut ist, führen gescheiterte Missionen nicht in eine Sackgasse. Der Spieler sucht sich einfach eine neue Mission. Um eine neue Stufe zu erreichen, muss der Spieler eine vorgebene Punktzahl erreichen. Erst dann wird eine neue Stadt freigeschaltet. Insgesamt besteht Payback aus elf Städten. Diese unterscheiden sich jedoch nicht deutlich. Generell wirkt die Umgebung wie aus dem Baukasten. Sehr viele Elemente findet man sprichwörtlich an jeder Straßenecke, allgemein wirkt die Landschaft sehr klotzförmig. Dennoch ist der Umfang erstaunlich. Sprachausgabe, unzählige Missionen und der gelungene Soundtrack lassen die Größe des Spiels auf 220 Megabyte anwachsen.
Very british
Anders als das Original GTA ist Payback "very british". Hier herrscht Linksverkehr, was bei Festlandeuropäern gelegentlich für Geisterfahrten sorgt. Sehr charmant: Die Sprachausgabe im rauhen Cockney-Slang. Die Sprachausgabe ist Englisch, Menüs und Untertitel sind jedoch auf Deutsch übersetzt.
Moralisch ist Payback als echtes Gangster-Spiel fragwürdig. Für Straftaten gibt es Punkte, selbst wer wahllos Zivilisten tötet erhält dafür Punkte. Allerdings gibt es für derart brutales Verhalten auch bei Payback Konsequenzen: Die Polizei nimmt schnell die Verfolgung auf, wenn sie den Spieler bei Autodiebstählen oder Waffeneinsatz erwischt. Das fahndungslevel steigt auf bis zu sechs Sterne. Jedoch ist die Exekutive hier sehr milde. Trotz mehrerer Verfolger und sogar Straßensperren lässt sich die Polizei sehr leicht abhängen.
Die Steuerung ist relativ gut gelungen. Gelenkt wird die Figur und die Autos per Neigung, vor- und rückwärts geht es über zwei Pfeiltasten. Das Handling der Autos ist in Ordnung, Payback animiert sogar die Seitenneigung in Kurven und Schäden am Fahrzeug. Je nach Größe und Gewicht sind die Autos unterschiedlich robust. Fünf Herzen symbolisieren den Fahrzeugzustand. Nach vielen Zusammenstößen beginnt es zu rauchen und wird langsamer. Geht der Zustand auf Null, explodiert es sogar samt Fahrer, wie bei GTA.
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