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Pentax *ist Ds

02.04.2005 | 16:53 Uhr |

Digitale Spiegelreflex-Kamera für Einsteiger

Selbst Gelegenheitsknipser findet sich wegen der sechs Motivprogramme schnell mit der kompakten Pentax *ist Ds zurecht. Das Kameragehäuse ist Dank Metallchassis solide verarbeitet, liegt gut in der Hand und wirkt hochwertig. Die Rückseite ist sehr aufgeräumt. Für Einstellungen wie dem Weißabgleich, die Aufnahmeart, die Empfindlichkeit sowie die Blitzeinstellung nutzt die Kamera das zwei Zoll große Display. Über eine Funktionstaste und einer Vierwegetaste wählt man diese Einstellungen flott an. Der sechs Megapixel auflösende CCD-Sensor misst 23,5 x 15,7 mm, das entspricht dem Verlängerungsfaktor 1,55 gegenüber 35 mm Kleinbild. Auch alte Objektive der K-Serie (K, KA, KAF und KAF2) lassen sich verwenden. Etwas störend ist, dass die Kamera bei den Motivprogrammen den Blitz oft ausklappt, obwohl sie mit dem vorhandenen Licht gut auskommen würde. Weitere Merkmale für eine Amateurkamera ist neben einem SD-Speicherplatz die Energiezufuhr. Anders als andere Spiegelreflexkameras verwendet die Pentax *ist Ds wie ihre große Schwester *ist D vier AA-Batterien. Auch CR-V3-Batterien lassen sich verwenden, Pentax liefert diese gleich mit. Beim Kauf der *ist Ds sollte man gleich Kosten für mindestens einen Vierersatz AA-Akkus und ein Ladegerät mit einrechnen.

Im Test liefert die Kamera in allen Situationen ausgewogen belichtete Aufnahmen. Einzig bei hohen Empfindlichkeitsstufen stört das dadurch stärker auftretende Bildrauschen. Die Empfindlichkeiten von ISO 1600 und ISO 3200 sollte man nur verwenden, wenn unbedingt nötig. Mit den eingebauten Blitz (Leitzahl 15,6) liefert die Kamera selbst bei kurzen Distanzen zum Motiv von unter einem Meter korrekt belichtete Bilder. Die Fotos selber bereitet die Kamera angenehm zurückhaltend auf. So eignen sie sich sehr gut für die anspruchsvolle Nachbearbeitung am Rechner. Auch die Möglichkeit, statt des bei Consumerkameras üblichen sRGB-Farbraums den besseren Adobe-RGB-Farbraum zu wählen kommt einem hier zu Gute. Im Idealfall kann die Kamera 2,8 Bilder pro Sekunde in höchster JPEG-Qualität (drei Sterne) aufnehmen. Doch in der Praxis kommt uns gerade bei bewegten Motiven der Autofokus dazwischen. Obwohl dieser mit elf Messfeldern äußerst flott und im Test auch bei schwierigen Motiven präzise arbeitet, fehlt uns die Möglichkeit, flott zum Spot-Modus wechseln zu können. Dazu muss man in die Tiefen des Kameramenüs steigen und erst nach fünf Tastendrücken ist der Modus gewechselt. Auf der mitgelieferten CD befindet sich das Programm Pentax Photo Laboratory, mit dem man die RAW-Bilder nachbearbeiten kann. Das Programm ist allerdings schlecht auf den Mac angepasst und arbeitet quälend langsam.

Fazit

Den Komfort von Kompaktkameras bietet die *ist Ds gepaart mit der hohen Bildqualität einer digitalen Spiegelreflexkamera und ihren mannigfaltigen Einstellmöglichkeiten. So ausgestattet eignet sich diese Kamera sehr gut für ambitionierte Fotoamateure, die je nach Gelegenheit eine einfach zu bedienende Schnappschusskamera oder eine Kamera mit allen denkbaren manuellen Einstellmöglichkeiten suchen. mas

Note: 1,8 gut.

Vorzüge: günstig, handlich, einfache Bedienung, gute Bildqualität, auch alte Objektive lassen sich verwenden

Nachteile: umständliches Wechseln der Fokussierungsart

Preis: € (D) 850, € (A) 880, CHF 1164

Technische Angaben

Auflösung: 6,1 Millionen Pixel

Speicher: SD-Card-Steckplatz

Brennweitenverlängerung: 1,55-fach

LC-Display: 2 Zoll mit 210 000 Punkten

Empfindlichkeit: ISO 200 bis 3200

Stromversorgung: 4-mal AA-Batterien

Video/Ton: nein/nein

Ausmaße in cm (B x H x T): 12,5 x 9,2 x 6,6

Gewicht: 605 Gramm ohne Objektiv

Systemanforderungen: Mac mit USB-Schnittstelle

Info: Pentax

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