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Photo to Movie 2.6.2

19.01.2004 | 15:43 Uhr |

Der Ken-Burns-Effekt bleibt nicht mehr Anwendern von iMovie vorbehalten. Photo to Movie geht diesbezüglich beim Erstellen von Diashows sogar noch einen Schritt weiter.

Die Betonung liegt auf dem Ken Burns-Effekt, der mit Bewegungen und Zoomen auf Standbildern Leben in eigentlich statische Bilder bringt. Während das kostenlose iMovie 3 nur einfaches Zoomen und Verschieben kennt, lassen sich bei Photo to Movie die einzelnen Bildausschnitte auch drehen. Zudem kann der Anwender für jedes Foto beliebig viele Ausschnitte definieren, die nacheinander "angefahren" werden. Dank der Bezier-Option sind die Übergänge zwischen den einzelnen Bewegungen sehr weich, während Einstellungen für das Beschleunigen und Abbremsen dafür sorgen, dass auch schnelle Bewegungen nicht ruckartig wirken. Außerdem lässt sich der "Motion Path", also die Bewegung zwischen zwei Ausschnitten, wahlweise als Kurve definieren.

Wie bei iMovie 3 lassen sich mehrere Audio-Spuren einfügen, die der Anwender zu Beginn ein- und zum Ende hin ausblenden kann. Texteinblendungen kennt die Software allerdings nicht, diese sollen in einer der nächsten Versionen hinzukommen. Dasselbe gilt für Effekte zwischen den Bildern; derzeit ist nur ein einfaches Überblenden (Cross Dissolve) möglich, immerhin mit einstellbarer Geschwindigkeit. Im unteren Teil des Programmfensters wird der zeitliche Verlauf der Dia-Show dargestellt, wahlweise in einer vereinfachten Ansicht (die einzelnen Ausschnitte aller Bilder) oder ausführlich mit Wave-Form der Tonspur und Darstellung aller Übergangszeiten, die sich per Maus verändern lassen.

Für den Export der fertigen Dia-Show lassen sich diverse Qualitätsstufen wählen, von Web- bis DV-Qualität; auch eigene Einstellungen sind möglich, beispielsweise zum Erstellen einer AVI-Datei im DIVX-Format. Im Test arbeitet das Programm einwandfrei, reagiert allerdings auf einem G4/400 sehr träge auf Eingaben per Maus oder Tastatur. Das Erstellen einer etwa 10-minütigen Dia-Show aus rund 110 Bildern (mit jeweils 640x480 Punkten) dauerte rund 20 Stunden.

Fazit

Photo to Movie ist wegen der fehlenden Übergangseffekte und Texteinblendungen sowie der Langsamkeit nur für Liebhaber des Ken Burns-Effekt zu empfehlen - in diesem Punkt ist die Software allerdings perfekt.


Wertung: 4 Mäuse / befriedigend / 3,0Vorteile: Aufwändige Ken Burns-Effekte mit Bildrotation möglich
Nachteile: Langsam, keine Texteinblendungen, keine Übergangseffekte
Alternative: iMovie 3, Motion Pictures (in Toast 6 enthalten)
Preis: 49,95 Dollar
Systemanforderungen: MacOS X 10.2, Quicktime 6.4, ca. 4 MByte freier Plattenplatz für das Programm sowie Platz für Photos und QT-Filme

Info: LQGraphics

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