Creative Suite 6
Photoshop/Photoshop Extended CS6
Photoshop/Photoshop Extended CS6
Schon bei ersten einfachen Arbeitsschritten wie dem Zoomen oder beim Filtern wird die deutlich höhere Geschwindigkeit von Photoshop 6 spürbar. Dahinter steckt die genannte Mercury-Engine. Mit 64-Bit nutzt sie für die Beschleunigung den Grafikprozessor. Mit den erweiterten Voreinstellungen lässt sich ein Prozessor anwählen und RAM dafür bereitstellen. Geniale Nebeneffekte sind das Auto-Sichern im Hintergrund und das Wiederherstellen im Fall des Programmabsturzes, die sich in den Voreinstellungen einschalten lassen. Das kann Arbeit und Zeit sparen.
Genauso fällt die neue, ähnlich wie in Lightroom dunkle Oberfläche ins Auge. Uns gefällt das Programm im dunklen Anzug, wer sich daran nicht gewöhnen kann, kann sie wieder zum gewohnten Stil aufhellen. Ebenso abgeschaut und praktisch ist die neue Mini-Bridge am unteren Rand.
Deutlich ausgebaut hat Adobe die inhaltsbasierten Funktionen, die viel Zeit bei Retuschen und Montagen sparen. Inhaltsbasiertes Skalieren und Füllen aus den Vorgängern wird jetzt durch das neue "Content Aware Patch Tool" ergänzt: Es gibt volle Kontrolle darüber woher Photoshop Texturen zum Füllen von Bereichen hernimmt. Für Begeisterung sorgt das "Content Aware Move Tool". Es verschiebt ausgewählte Objekte vor einem Hintergrund und füllt das dabei entstehende Loch automatisch. Wie gut das klappt, hängt aber wie bei den anderen inhaltsbasierten Funktionen vom Motiv ab. Einen Riesenschritt können wir der Auto-Korrektur bestätigen: Dank Basisdaten von tausenden handretuschierter Bilder stellt sie per Klick viel besser Tonwert, Kontrast oder Farbe ein.
Effekte mit Unschärfen zeigt die neue "Blur-Gallery": Tilt-Shift lässt Umgebungen wie Spielzeug-Miniaturen aussehen, bei einstellbarem Winkel und Über-gang und Echtzeit-Vorschau. Verbogene Panorama-, Fischauge- oder Weitwinkel-Fotos rückt die neue Intelligente Objektivkorrektur gerade - manuell, anhand einer gezogenen Linie oder automatisch, anhand des Objektivtyps.
Wer öfter mit der Spiegelreflexkamera oder dem Smartphone Videos aufnimmt, kann diese jetzt direkt in Photoshop in vertrauter Umgebung schneiden. So spart er sich den Einstieg in ein Videoschnitt-Monster à la Premiere. Nach dem Öffnen eines Clips erscheint eine - an After-Effects erinnernde, aber simpel gehaltene - Zeitleiste, in der sich Soundtracks, Ein-, Aus- und Überblendungen hinzufügen lassen. Ebenso simpel gelingen 3D-Szenen, jedoch nur, wenn man die Extended-Version kauft. Adobe hat die 3D-Funktionen darin komplett überarbeitet, was sich beim leichten Umgang mit Lichtquellen und Schatten besonders bemerkbar macht.
FAZIT Allein wegen der schnellen Grafikengine können wir das Update allen empfehlen. Photoshop zeigt sich insgesamt schöner, vielseitiger und intuitiver als je zuvor.
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