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Popcorn 1.0

17.01.2005 | 16:27 Uhr |

Nicht kopiergeschützte Film-DVDs lassen sich mit Popcorn einfach kopieren, Inhalte doppelschichtiger DVDs komnprimiert das Tool passend für 4,7-GB-Medien.

Von Andreas Roeschiess

Mit einfacher Bedienung glänzt Popcorn, Roxios neues Kopierprogramm für Video-DVDs. Der Benutzer muss lediglich das Programm starten, eine DVD einlegen und auf "Kopieren" drücken. Wenn das Zielmedium die gleiche Kapazität wie das Original besitzt, sind keine Einstellungen erforderlich. Soll hingegen eine zweischichtige DVD (mit maximal 9 GByte) auf einen einschichtigen Rohling (4,7 GByte) kopiert werden, wird der Film standardmäßig neu komprimiert, was die Bildqualität reduziert. Alternativ lässt Popcorn auf Wunsch die Extras (Interviews, Making of, ...) und Tonspuren weg. Dadurch muss das Video weniger stark (oder gar nicht) komprimiert werden, was die Bildqualität weitgehend (oder vollständig) erhält. Leider ist es nicht möglich, die Extras zu behalten und zugleich einige Tonspuren auszulassen.

Kopiert von DVD, Image oder Ordner

Neben Video-DVDs kann Popcorn ein DVD-Image als Quelle verwenden, das beispielsweise von Toast und DVD Studio Pro erzeugt wurde. Ebenso ist ein Video_TS-Ordner als Quelle möglich, wie er von einigen DVD-Rippern erzeugt wird. Im Test klappte das auch mit einem Ordner, den ein Windows-PC erzeugt hat. Neben den von Apple verbauten Laufwerken unterstützt Popcorn praktisch alle auf dem Markt erhältlichen DVD-Brenner. Wenn der Mac über zwei DVD-Laufwerke verfügt, ist eine Direktkopie möglich, ansonsten speichert die Software die DVD-Inhalte vorübergehend auf einer wählbaren Partition. Laut Handbuch sind hier je nach DVD bis zu 15 GByte freier Speicherplatz erforderlich. Wahlweise schreibt die Software in eine DVD-Imagedatei statt sie zu brennen, was zu Archivierungszwecken auf Festplatte oder Band nützlich ist.

Im Test ergaben sich keine Probleme. Popcorn hatte weder mit Direktkopien zwischen zwei Laufwerken, noch mit einem USB-Brenner Probleme. Auch das Komprimieren zweischichtiger Medien klappte reibungslos, allerdings dauerte die Vorgang mit einer knapp 7 GByte großen DVD auf einem G4 mit 400 Mhz rund zwei Stunden und die Bildqualität sank deutlich. Einziger Kritikpunkt: Die Restzeitanzeige beim Kopieren gibt falsche Werte aus, wenn noch mehr als 100 Minuten veranschlagt werden. Zum Test lag uns die englische Version vor, eine deutsche soll in Kürze folgen.

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