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Power Mac G5 Dual 1,8

15.12.2003 | 11:53 Uhr |

Da Apple die Nachfrage nach seinem Spitzenmodell kaum befriedigen kann, hat es flugs aus dem 1,8 starken Power Mac G5 einen Dual Mac gemacht. Zur Freude der Anwender

Wahre Schönheit kommt von innen, sagt die Werbung. Im Fall von Apple springt die Schönheit glücklicherweise immer gleich ins Auge, im Inneren schlummern dafür andere Qualitäten. Und mit zwei 1,8-GHz-Prozessoren ist der jüngste G5-Mac ein echtes Paradebeispiel. Trotzdem spontane Verwirrung in der Macwelt-Redaktion: Wieso sich Apple bereits so schnell für eine Änderung in der G5-Serie durchgerungen hat, bleibt offiziell wohl ein Geheimnis. Inoffiziell ist das Geheimnis gar keins mehr. Den langsamsten G5 mit 1,6 GHz wollen viele Kunden nicht kaufen, der Großteil der Zielgruppe lechzt nach maximaler Kraft, sprich dem G5 mit zwei mal 2 GHz. Damit sich der Rest der G5-Familie nicht exorbitant schlechter absetzen lässt wie das Spitzenmodell, haben sich die Techniker in Cupertino den Dual-1,8-GHz-G5 ausgedacht. Keine schlechte Idee: Nahezu die Leistung des schnellsten Mac der Geschichte, nur etwas günstiger. Allerdings ersetzt die neue Dual-Prozessor-Maschine das bisherige Single-CPU-Modell. Viele Fachleute wundern sich jedoch, warum Apple im Zuge dieser Aufwertung nicht gleich die unterste Einstiegklasse bei ein mal 1,8 GHz angesiedelt hat, um den unflexiblen 1,6-GHz-Power-PC mehr oder weniger unauffällig verschwinden zu lassen.

Kräftiges Plus

Zudem dürften sich die bisherigen Käufer des Single-1,8-GHz-Mac ärgern, denn die neue Dual-Variante kostet bei gleicher Ausstattung im Apple Store gerade einmal 200 Euro mehr. Für das gewisse Plus an Geld gibt es auch ein ordentliches Plus an Leistung. Vor allem die Multimedia-Applikationen des Macwelt-Benchmarks erledigen ihre Aufgaben fast so schnell wie auf dem teuersten Dual-CPU-G5 mit jeweils 2 GHz Taktfrequenz. Gegenüber dem Vorgänger mit nur einem Power-PC-Prozessor sind die Unterschiede gerade in Programmen spürbar, die eine zweite CPU unterstützen. Besonders herausragend sind hier Cinebench, Photoshop und das MPEG2-Kodieren unter Toast 6, in denen der neue G5 um bis zu 50 Prozent zulegt. Selbst Spielernaturen freuen sich über höhere Framerates, Nvidias Geforce FX 5200 profitiert in aktuellen 3D-Titeln vom zweiten Prozessor. Trotzdem ist die zusätzliche Investition von rund 50 Euro in eine ATI Radeon 9600 Pro immer noch empfehlenswert, allerdings nur für dedizierte Mac-Gamer.

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