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Powermac G5 Dual 2 GHz

07.10.2003 | 17:08 Uhr |

Endlich ist er da: Apples Dual-G5-Maschine mit 2 mal 2 GHz. Ob der "schnellste PC der Welt" diesen Titel auch in echten Anwendungssituationen verdient, haben wir mit unseren aktualisierten Benchmark-Verfahren hieb und stichfest festgehalten. Und wir meinen: Wow.

Seine Kraft ist von außen nicht ersichtlich, und doch ist es ein erhebendes Gefühl, ihn aus seiner Verpackung zu heben. Ein Powermac mit zwei G5-Prozessoren (vielen Dank an Cancom München, die uns dieses Gerät freundlicherweise zur Verfügung stellen), jeweils mit 2 GHz getaktet, 512 MB DDR400 Arbeitsspeicher, 120 GB Serial-ATA-Festplatte, ATI Radeon 9600 Pro Grafikkarte - für rund 3400 Euro bekommt der Käufer auf jeden Fall schon mal ein ordentliches Gewicht in die Hand. Personen mit latentem Rückenleiden sollten vielleicht einen Gehilfen anheuern, denn der Rechner lässt sich aus dem Styropor-Drumherum nur sehr umständlich entfernen. Schließlich aber steht er auf dem Tisch, alle Kabel sind dran und es kann losgehen - die erste echte Test-Session mit dem schnellsten Mac der Geschichte. Übrigens haben wir alle folgenden Werte mit 4 GB DDR400-Modulen von Kingston Technology ermittelt. In der Shopversion liefert Apple den schnellsten G5 nur mit 512 MB Arbeitsspeicher aus.

Wahnsinnige Geschwindigkeit

Beim Starten des Rechners und beim ersten Einrichten gibt es keine überraschenden Ereignisse, alles läuft wie gehabt sauber und schnell ab. Anschliessend kopieren wir unsere Testprogramme auf die interne Festplatte, von einer externen Firewire-800-HDD auf die eingebaute Serial-ATA-Platte. Dieser Vorgang ist beispielsweise schon einmal angenehm schnell, eine spontane Messung der lokalen Platte mit Helios LAN Test bringt dann auch sehr gute Durchschnittswerte ans Tageslicht: 54,8 MB pro Sekunde beim Schreiben, rund 53 MB pro Sekunde beim Lesen.
Erste Station: Consumer Multimedia. In iTunes kodieren wir einen 10-minütigen AIFF-Song in ein MP3 mit 192 Kbit/s - und diese Aufgabe erledigt der Dual-G5 in rund 24 Sekunden. Zum Vergleich: Mit G5 1,6 GHz warten wir 40 Sekunden, mit 1,8 GHz noch 38 Sekunden - somit ist der Dual-G5 stolze 14 Sekunden schneller. Wow-Moment Nummer 1.

MPEG-2-Kodierung mit Roxios Toast 6, ein 750-MB-DV-Stream soll in ein High-Quality-DVD-Video-Projekt überführt werden. Wow-Moment Nummer 2: 6 Minuten und 35 Sekunden - absolute Spitzenklasse (1,6 GHz: 11 Minuten, 53 Sekunden. 1,8 GHz: 10 Minuten, 4 Sekunden. Schließlich noch der ultimative Game- und OpenGL-Check mit Unreal Tournament 2003. Auch hier trauen wir unseren Augen kaum: Dank ATIs Radeon 9600 Pro liefert der Dual-G5 im aufwändigen Botmatch-Benchmark (Antalus-Map) 36,6 Bilder pro Sekunde (22,7 beim 1,6er, 24,9 beim 1,8er - diese beiden Modelle arbeiten allerdings mit einer Geforce FX 5200 Ultra von Nvidia). Noch schwindelerregender das Ergebnis im Antalus-Flyby: 79,7 fps (Frames per second) gegenüber 56,6 (1,6 GHz) und 56,8 (1,8 GHz) - ja, hier ist eindeutig das bessere Leistungsverhältnis zwischen CPU und Grafikkarte erkennbar.

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