Praxis iMovie 09 in der Praxis
iMovie 09: Videoschnitt einmal anders
Bessere Organisation und Übersicht, ein paar mehr Schnitt- und Optimierungs-Funktionen sowie eine ganze Menge kunterbunter Kinkerlitzchen zeichnen iMovie 09 aus. Eine Timeline gibt es leider noch immer nicht. Wobei… braucht man die?
iMovie 09 in der Praxis
Um ein neues Ereignis in iMovie 09 anzulegen, reicht das Anschließen einer Kamera. Auch können hier Ereignisse um neues Material erweitert werden.
Zum Sichten des Rohmaterials steht in iMovie 09 eine neue Vollbild-Ansicht zur Verfügung, während die einzelnen Ereignisse im Coverflow-Stil im unteren Bildschirm-Bereich dargestellt werden.
Durch die Nutzung der Timestamps von Videokameras ist es möglich, Fotos aus iPhoto innerhalb eines bestimmten Zeitraums auszuwählen.
Sind die Zeitinformationen der Videoclips nicht korrekt, kann man diese auch im Nachhinein noch verändern.
Zum Setzen von In- und Out-Punkten zieht man mit gehaltener Maustaste einen Bereich innerhalb eines Clips auf.
Zieht man einen Clip aus der Mediathek auf einen bestehenden Clip im Projekt, erscheint ein Einblendmenü, mittels dessen man einen Insert-Schnitt durchführen kann oder einen Clip ersetzt.
Die neuen Kommentar-Markierungen erlauben das Definieren bestimmter Zeitpunkte innerhalb eines Clips.
Um seinem Projekt Musik hinzuzufügen, zieht man den Song aus der iTunes-Bibliothek in das Projektfenster. Videoclips innerhalb der Musik-Dauer werden grün unterlegt.
Über den Clip-Trimmer kann der Anwender Beat-Markierungen auf Musikstücken definieren, um diese später für den Schnitt zu nutzen.
Die Farbkorrektur einzelner Clips ist sehr professionell gestaltet und erlaubt neben Pegel, Belichtung, Kontrast und Sättigung auch einen nachträglichen Weissabgleich.
Spezialeffekte wendet man über einen einfachen Klick in den Clip-Informationen an. Leider lässt sich nur ein Effekt pro Clip anwenden.
Um die Dauer eines Übergangs zu definieren, wählt man den Informations-Dialog aus dem Projektfenster.
Mittels animierter Karte kann man Start- und Zielort definieren und über die Dauer der Einblendung grafisch darstellen.
Dem Anwender stehen in iMovie 09 fünf Themen zur Verfügung, die mit aufwendig gestalteten Übergängen sowie Titel und Abspann daher kommen.
Das Comic-Thema stellt den Filmtitel im Comic-Stil dar und zeigt den ersten Videoclip auf dem Umschlag eines Comic-Heftes.
iMovie 09 ist sehr übersichtlich gestaltet und kommt auch ohne Timeline aus. Kommentar-Markierungen und die Vorschau-Palette erleichtern den Überblick.
Nach dem Senden an iDVD erscheint der Film in einem neuen Thema des DVD-Menüs.
Beim Archivieren weist iMovie auf Probleme hin, wenn Daten fehlen sollten
Filme heißen in iMovie nicht "Filme" sondern "Ereignisse". Diese Terminologie sagt eigentlich schon alles über das Konzept des Programmes aus. Man schneidet keine Filme sondern sortiert unterschiedliche Medien zu einem Gesamtwerk, einem Ereignis halt. Bildgenauer Feinschnitt, Match-Framings oder individuelle Gestaltung sind in iMovie 09 noch immer eher Glückssache. Wer allerdings mit einem geringeren Anspruch an sein Projekt herangeht, kann mit iMovie jede Menge Spaß haben und vor allem, erstaunliche Ergebnisse erzielen, auch ohne abgeschlossenes Mediengestalter-Studium.
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