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Profi-Ausstattung für den Mac Pro

04.02.2014 | 16:01 Uhr |

Der neue Mac Pro ist auf das Wesentliche beschränkt: CPU, GPU, RAM sowie eine SSD. Alles andere muss man selbst anschaffen. Wir haben sinnvolle Ausstattungsoptionen recherchiert

Wie der Mac Mini ist auch der neue Mac Pro ein BYODKM-Gerät. Denn außer dem Rechner und einem Stromkabel ist in der Verpackung nichts drin, und es heißt darum wie bei der Vorstellung des ersten Mac Mini durch Steve Jobs: „Bring your own display, keyboard and mouse“. Viele Profi-Anwender dürften zwar schon im Besitz entsprechender Geräte sein, und viele lassen sich auch weiterhin am Mac Pro verwenden, doch der eine oder andere neue und vor allem hochauflösende Monitor wird wegen der Grafik-Power des Mac Pro trotzdem auf der Einkaufsliste stehen. Bei anderen Produkten kommt man um eine Neuanschaffung nicht herum, denn mangels interner Steckplätze für Erweiterungskarten und Laufwerksschächten für Speichermedien im Mac Pro muss man sich nach externen Lösungen umsehen.

Die wichtigsten Anbieter für Peripherie

Apogee

Apple

Asus

Belkin

Benq

Blackmagic

Contour

Dell

Drobo

Eizo

G-Technology

Griffin

Iiyama

Keysonic

Lacie

Logickeyboard

Logitech

NEC

OWC

Promise

Samsung

Sharp

Sonnet

Sony

Universal Audio

Wacom

Western Digital, www.wdc.com/de

Zoom, www.zoom-na.com

Eingabegeräte

Ohne Tastatur, Maus oder Trackpad geht am Mac Pro genauso wenig wie ohne Bildschirm. Das Angebot an Tastaturen mit Mac-Layout ist übersichtlich, wobei für Profis meist ein Ziffernblock wichtig ist, um genügend Tasten für Tastenkürzel zur Verfügung zu haben. Apple und Key Sonic verkaufen eine entsprechende USB-Tastatur und von Logitech ist eine drahtlose zu bekommen, die aber einen eigenen Empfänger benötigt. Alternativ lässt sich eine Apple-Bluetooth-Tastatur zusammen mit dem Wireless Keypad von Belkin einsetzen, die Kombination kostet aber mehr als doppelt so viel wie die USB-Tastatur von Apple. Anwender, die mit professionellen Audio- und Videoprogrammen arbeiten, finden bei Logic­keyboard Tastaturen mit speziellen Layouts, etwa für Final Cut Pro oder Logic. Alternativ gibt es dort Tastaturabdeckungen mit aufgedruckten Tastenbefehlen, die sich mit der großen Apple-Tastatur verwenden lassen. Für Audio- und Video-Profis sind die Controller von Contour und Griffin gedacht, die man zusätzlich zu Maus oder Trackpad bedient, um schnell auf häufig verwendete Funktionen zuzugreifen.

Mäuse gibt es wie Sand am Meer, der Mac akzeptiert sie sowohl in der USB- als auch in der Bluetooth-Variante. Eine Maus mit Touch-Bedienung gibt es von Apple und von Logitech, und für Trackpad-Liebhaber das Magic Trackpad von Apple. Grafiker greifen häufig zu einem Grafiktablett als universellem Eingabegerät, wie sie Wacom in Profi-Ausführung in drei Größen anbietet.

Macwelt 3/14: Professionell arbeiten am Mac

© 2015

Der Mac Pro ist da und beweist sich im Macwelt-Testcenter. In unserem XXL-Special in Macwelt 3/14 verraten wir zudem, was Profis über den neuen Mac Pro denken, welche Peripherie etwas taugt und wie man alten Mac Pro neues Leben einhaucht. Auf CD: Zwei Vollversionen.

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Monitore

Da der Mac Pro in der Lage ist, Monitore mit 4K-Auflösung zu bedienen, werden sich Anwender nach solchen Geräten umsehen. Das Angebot ist noch nicht sehr reichhaltig, in unserer Tabelle auf den nächsten Seiten stehen bisher nur drei Geräte von Asus, Dell und Sharp. Als Alternative bieten sich Fernseher mit 4K-Auflösung an. Diese sind für einen Arbeitsplatz sehr groß, darum haben wir uns auf zwei Modelle mit der „bescheidenen“ Größe von 55 Zoll beschränkt. In beiden Klassen sind in diesem Jahr weitere Geräte und sinkende Preise zu erwarten.

Normal große Monitore gibt es weiterhin, wobei momentan die 27-Zoll-Klasse mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel die Brot-und Butter-Geräte für Anwender stellt, die möglichst viel Platz auf dem Bildschirm brauchen, dafür aber nicht gleich das Bankkonto leerräumen wollen. Apple ist hier mit dem Thunderbolt-Display vertreten. Die Konkurrenz hat zwar noch keinen Monitor mit Thunderbolt-Hub im Angebot, punktet dafür aber mit entspiegelten Displays sowie günstigeren Preisen. Wer besonders farbtreue und kalibrierbare Bildschirme benötigt, muss tiefer in die Tasche greifen. Das Feld der Anbieter ist 2013 durch die Insolvenz von Quato kleiner geworden, momentan teilen sich Eizo und NEC den Markt auf. Zwei empfehlenswerte Modelle aus der 27-Zoll-Klasse finden Sie in der Tabelle.

Speicher

Mehr als maximal ein Terabyte internen Speicher bietet der Mac Pro nicht. Zusätzlich Speicherplatz gibt es in Form von externen Thunderbolt-Laufwerken. Die meisten Geräte haben mehrere (zwischen zwei und acht) Einbauschächte für Festplatten beziehungsweise SSDs, um entweder mehr Speicherplatz oder – im Raid-Betrieb – mehr Geschwindigkeit zu bieten. Einzelne Festplatten sind nämlich auch beim Anschluss über Thunderbolt nicht oder nur unwesentlich schneller als im Betrieb über USB 3.0, weshalb sich die zusätzlichen Kosten für Thunderbolt bei Laufwerken mit nur einer Festplatte nicht rechnen. Nur der Vorteil, mehrere Geräte hintereinander schalten zu können (Daisy Chaining), bleibt für eine einzelne Thunderbolt-Festplatte – allerdings nur dann, wenn sie zwei Thunderbolt-Ports bietet.

Bisher lag die Obergrenze für  3,5-Zoll-Festplatten bei vier Terabyte Fassungsvermögen. Lacie hat jetzt auch Gerätevarianten im Angebot, die Festplatten mit fünf Terabyte verbaut haben. Bei den Thunderbolt-Laufwerken mit 2,5-Zoll-Einschüben ist dagegen bei zwei Terabyte pro Festplatte beziehungsweise einem Terabyte pro SSD Schluss. Diese Lösungen sind darum vor allem für Anwender sinnvoll, die auch unterwegs viel Datenspeicher benötigen oder – dank SSD – eine besonders schnelle Speicherlösung suchen. Im letzteren Fall macht es zudem Sinn, Laufwerke anzuschaffen, die Thunderbolt 2 unterstützen, da sich damit doppelt so schnell Daten über die Leitung schicken lassen als bei der ursprünglichen Thunderbolt-Version ohne Zusatzbezeichnung.

Erweiterungen

Erweiterungsmöglichkeiten über PCIe-Steckkarten bietet der aktuelle Mac Pro nicht. Anwender, die bisher solche Karten verwendet haben, müssen diese aber nicht als Elektroschrott entsorgen, sondern können auf externe Gehäuse mit PCIe-Steckplätzen zurückgreifen, die bis zu drei Karten aufnehmen und per Thunderbolt mit dem Mac Pro verbunden werden. Sonnet hat soeben drei neue Lösungen auf den Markt gebracht, die Thunderbolt 2 unterstützen. Nur die Grafikkarten aus dem alten Mac Pro wird man zusammen mit dem Rechner entsorgen können, bietet der neue Mac Pro doch ausreichend Anschlussmöglichkeiten für Displays. Für externe Laufwerke mit eSATA-Port ist bei Lacie ein Thunderbolt-Hub mit zwei eSATA-Anschlüssen zu bekommen, und wer Fibre-Channel-Speicher mit dem Mac Pro verbinden muss, findet bei Promise den SAN-Link-Adap­ter. Für professionelle Musiker und Filmer gibt es Speziallösungen von Zoom, Apogee, Universal Audio und Blackmagic, die sich per Thunderbolt direkt an den Mac Pro anschließen lassen. Firewire-Geräte kann man aber weiter verwenden, man schließt sie einfach mithilfe des Thunderbolt-Firewire-Adapters von Apple an, in einigen Fällen funktioniert das sogar mit Geräten, die ihre Stromversorgung per Firewire bekommen.

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