1054154

Kabelloser MP3-Kopfhörer im Test

07.04.2010 | 13:16 Uhr |

Beim Sport hat man gern etwas Musik im Ohr, doch das Kabel zum MP3-Player stört. Der Q-Sonic Sport ist MP3-Player und Kopfhörer in einem – ohne Kabel.

Q-Sonic Sport
Vergrößern Q-Sonic Sport

Der auf den ersten Blick unscheinbare Q-Sonic Sport ist ein kompletter MP3-Player, eingebaut in einen gepolsterten Kopfhörer mit Nackenband. Der Clou: Die Lieblingssongs werden über eine SD-Karte im Slot in der rechten Ohrmuschel ganz ohne lästige Kabel ausgegeben. Prinzipiell eine gute Idee, denn die Kabel vom normalen MP3-Player zum Kopfhörer stören nicht nur beim Sport – und Bluetooth-Verbindungen sind Stromfresser. Warum der Q-Sonic Sport trotzdem nur durchschnittlich abgeschnitten hat, lesen Sie in unserem Test.

Ausstattung und Klang
Am flexiblen, aber leider nicht größenverstellbaren, Nackenband sind die beiden Ohrteile des Q-Sonic Sport befestigt. Mittels einem Ohrbügel aus Weichplastik werden die gepolsterten Ohrmuscheln am Ohr eingehangen. Hier machen sie sich allerdings schon nach kurzer Zeit bemerkbar, denn der Q-Sonic Sport ist für einen Kopfhörer relativ schwer. Mit eingelegter SD-Speicherkarte wiegt das Gerät rund 70 Gramm – ein Gewicht, das dem Tragekomfort erhebliche Einbußen beschert.

Funktionen wie Play und Pause, das Überspringen von Songs, sowie die Regulierung der Lautstärke werden an den Ohrteilen selbst mit etwas schwerfälligen Tasten vorgenommen. Hier wird auch die SD-Speicherkarte mit Liedern eingeführt. Allerdings unterstützt das Q-Sonic Sport nur maximal vier Gigabyte Speichergröße. Da sich die Bedieneinheiten komplett an der rechten Ohrmuschel befinden, wiegt hier das Gewicht besonders stark, während das linke Ohr beim Tragen weniger belastet wird. Der Q-Sonic Sport ist mit einem integrierten Lithium-Akku ausgestattet, der mittels Mini-USB-Anschluss schnell und einfach am PC aufgeladen wird. Die Klangqualität der Songs ist durchweg zufriedenstellend: Die Töne sind klar, wer möchte kann per Knopfdruck zusätzlichen Bass hinzuschalten. In puncto Abschirmung der Umgebungsgeräusche gibt das Q-Sonic Sport jedoch gegenüber anderen Kopfhörern klein bei. Schön: Nach dem Gebrauch kann das Q-Sonic Sport platzsparend zusammengeklappt werden.

Fazit
Das Q-Sonic Sport bringt ein paar gute Ideen mit, die aber leider nicht konsequent umgesetzt wurden. Es will ohne lästigen Ballast wie Kabel auskommen, schafft das jedoch nur auf Kosten des Tragekomforts. Nach knapp 40 Minuten Tragezeit fangen die Ohren an zu rebellieren – 70 Gramm sind eben doch eine ziemliche Belastung – insbesondere im Vergleich mit anderen Kopfhörern für unterwegs, zum Beispiel dem Roccat Vire mit nur 15 Gramm . Der nicht verstellbare Nackenbügel sorgt zudem dafür, dass das Q-Sonic Sport bei manchen Nutzern nicht richtig sitzt. Positive Eindrücke hingegen bei der Verarbeitung und der Akkulaufzeit. Trotz des geringen Preises von rund 20 Euro bei Pearl (ohne Speicherkarte) fallen hier keine Schlampigkeiten auf und der Akku macht auch nach knapp acht Stunden Laufzeit noch nicht schlapp. Also: MP3-Player für Kabelhasser mit kräftigen Ohren.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1054154