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Modulo: Rätseln auf dem iPhone

24.06.2009 | 15:45 Uhr |

Am Rad drehen mal anders. In Modulo muss der Spieler farbige Scheiben drehen, um diese in die richtige Position zu bringen. Forderndes Rätselsspiel für Geduldige.

Modulo iPhone
Vergrößern Modulo iPhone

Das Spielprinzip von Modulo ist äußerst simpel, ganz im Gegenteil zur Lösung der gestellten Aufgaben. Ziel ist es alle Scheiben auf dem Spielfeld so zu verändern dass die grüne Seite nach oben zeigt. Dabei drehen sich diese per Berührung um, je nach Level, 120 oder 180 Grad. Das klingt zunächst einfach, allerdings sind die Scheiben durch unsichtbare Fäden verbunden, sodass die Veränderung einer Scheibe auf mehrere eine Auswirkung erzielt.

Bringt graue Zellen auf Trab

Auch wenn Anfangs die Rätsel kein Vorschulkind fordern würden, der Schwierigkeitsgrad steigt schnell an. Schon nach kurzer Zeit sind die Aufgaben so knifflig, dass die Angabe der Mindestzüge nur für wirklich strategische Denker erfüllbar ist. Trotz stetigem Anstieg des Schwierigkeitsgrads mag Modulo den Langzeitspielspaß nicht recht aufrecht erhalten. Dazu passiert zu wenig Neues im Spielablauf – außerdem fehlt der Vergleich zu anderen Spielern und die Motivation neue Level freizuspielen – denn diese sind alle von Anfang an frei zugängig. Außerdem birgt die Steuerung einige Tücken, die den Spieler gerade in höheren Spielstufen leicht die Übersicht verlieren lassen. Die Verbindungen zwischen den Scheiben sind in der Standardansicht nicht sichtbar – bei längerem Drücken eines Kreises werden die Auswirkungen einer Drehung für diesen Kreis angezeigt. Besser wäre eine Zweitansicht, die einem alle Verlinkungen gleichzeitig einblendet.

Gespaltene Atmosphäre

In Modulo muss der Spieler nichts mehr freispielen. Auch der direkte Vergleich zu anderen Spielern fehlt.
Vergrößern In Modulo muss der Spieler nichts mehr freispielen. Auch der direkte Vergleich zu anderen Spielern fehlt.

Die Aufmachung wird der Anwendung durchaus gerecht – die Oberfläche lenkt nicht von der Spielaufgabe ab, beschränkt sich auf das Nötigste ohne dabei dröge zu wirken. Die musikalische Untermalung kann getrost in die Schublade "experimentell" geordnet werden. Die Dauerschleife aus zwei Stücken, eines an Flamenco, das andere an Drum an Base erinnernd, läßt sich glücklicherweise abstellen, womit eigene Musik abspielbar ist.

Schlussendlich hinterlässt Modulo einen zwiegespaltenen Eindruck, anfangs ist das neue Spielprinzip durchaus ansprechend, aber gerade wenn das Knobelfieber richtig einsetzt, stört die unübersichtliche Steuerung und der nicht existente Vergleich zu menschlicher Konkurrenz.

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