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Ragtime 6.0

17.08.2006 | 14:41 Uhr |

Mit Version 6 präsentiert sich das 1986 auf dem Markt erschienene und deshalb durchaus als Klassiker zu bezeichnende Ragtime in neuem Gewand, seine Oberfläche wurde vollkommen überarbeitet.

Geblieben sind im Prinzip das Konzept und die Bedienungsweise. Wie in einem vektororientierten Grafikprogramm verfügt die Werkzeugleiste über Hilfsmittel, um geometrische Grundformen wie Rechteck, Kreis, Kreissegment, Ellipse, Polygonzug und Bézier-Kurve auf einer Seite zu platzieren. Diese Elemente, Container (bis Version 3 Rahmen) genannt, lassen sich mit Komponenten wie Text, Tabellen, Bildern, Diagrammen oder Tasten füllen. Damit ähnelt Ragtime von der Bedienung her einem rahmenorientierten Layoutprogramm, die Wahlmöglichkeit zwischen den verschiedenen Komponententypen verleiht ihm dazu die Funktionsvielfalt eines integrierten Programms. Dieses Konzept erübrigt Integrations-Werkzeuge, sämtliche Inhalte befinden sich in einem einzigen Dokumententyp.

Container

Container lassen sich, ob mit oder ohne Inhalt vergrößern, skalieren, drehen, spiegeln, scheren oder verzerren, ihr Inhalt bleibt von diesen geometrischen Operationen unberührt. Sie können nicht nur eine feste Position auf einer Seite einnehmen, sondern auch wie Buchstaben in einem Text fließen. Überschreitet der Umfang eines Textes oder einer Tabelle die Aufnahmefähigkeit eines Containers, lässt sich ein Inhalt mittels Pipelines auf verschiedene Container verteilen. Eine Besonderheit bietet die Tabelle, hier kann jede Zelle als Container fungieren.

Die Komponente „Stammlayout“ vereinfacht es, Dokumente mit einheitlichem Seitenaufbau zu erstellen. Auf einer Stammseite platzierte Objekte befinden sich automatisch auch auf allen damit verknüpften Seiten eines Layouts. Dieses Konzept bedeutet besonders für Einsteiger einen erheblichen Lernaufwand. Um bei komplexeren Dokumenten vernünftige Resultate zu erzielen, kann der Anwender nicht wie bei einer Textverarbeitung einfach drauflos schreiben. Vielmehr muss er sich mit dem Layouten herumplagen oder dem recht komplexen Zusammenspiel von Containern, Komponenten und Pipelines vertraut machen.

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