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Realbasic 2005

09.05.2005 | 16:16 Uhr |

Kurz vor Veröffentlichung wirft Macwelt.de einen kritischer Blick auf die letzte Beta-Version der bekannten Entwicklungsumgebung, deren 2005er-Version demnächst erscheint.

Von Christian Schmitz

Noch in diesem Monat soll Realbasic 2005 erscheinen, wir werfen bereits jetzteinen Blick auf die aktuelle Beta Version. Realbasic 2005 kommt mit einer komplett neuen Bedienoberfläche daher, die selbst in einem überarbeiteten Realbasic 5.5 geschrieben wurde. Da Realbasic 5.5 auch für Linux kompilieren kann, gibt es mit Realbasic 2005 die lang erwartete Linux Version. Die Standardversion reicht weiterhin aus, um für die eigene Plattform zu kompilieren, wohingegen die Pro-Version für alle Plattformen kompiliert. Jedes Projekt präsentiert sich jetzt in einem großen Fenster, in dem der Entwickler ähnlich wie in einem Browser in mehreren Tabs zwischen Projekt, einzelnen Fenstern und den Code-Editoren wechseln kann. Die Paletten für Steuerelemente und Eigenschaften sind in das große Projektfenster integriert und können nicht mehr auf einen zweiten Monitor verschoben werden. Dafür können mehrere Projekte gleichzeitig in verschiedenen Fenstern geöffnet werden. Vorteilhaft dabei ist, dass direkt einzelne Methoden von einem Codeeditor zu einem anderen per Drag & Drop kopiert werden können (mit gedrückter Optionstaste).

Das Rad des Fortschritts

Zwei neue Steuerelemente haben den Weg in die neue Realbasic-Version gefunden: Progress Wheel und HTML Viewer. Beim ersteren handelt es sich um das rotierende Rad, was jeder Mac OS-X-Benutzer beim Systemstart zu sehen bekommt. Bei Windows, Linux oder Mac OS 9 zeichnet Realbasic das Steuerelement selbst, da es nur bei Mac OS-X ein systemeigenes Steuerelement gibt. Der HTML Viewer greift (ab Mac OS X 10.2) auf Webkit zurück, weshalb dort das Steuerelement nur auf Fenstern im Composite Modus läuft. Unter Windows benutzt Realbasic den Internet Explorer, bei Linux den Mozilla-Browser. Sind die benötigten Bibliotheken nicht vorhanden, bleibt der HTML Viewer leer. Beide Steuerelemente sind allerdings auch als Plugins für Realbasic 5.5 von Fremdanbietern zu bekommen, der Internet Explorer lässt sich unter Windows über das OLEContainer Steuerelement schon länger einbinden.

An kleineren Verbesserungen gibt es nun den direkten Zugriff auf deutlich mehr Mauszeiger einschließlich des Finger-Pointer, den man gerne für Links zu Webseiten verwendet. Die Thread-Klasse unterstützt jetzt Prioritäten und kann Prozesse schlafen schicken. Neben der Semaphoren-Klasse zur Synchronisation innerhalb eines Programms hilft eine neue Mutex-Klasse für die Synchronisation zwischen Programmen. Der Declare-Befehl wurde erweitert und erlaubt weak linking. Das Programm startet folglich auch bei einer fehlenden Systemfunktion und kann dann auf diese Bedingung angemessen reagieren.

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