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Red Faction 1.2

01.03.2002 | 14:24 Uhr |

Wände stellen keine Hindernisse dar für Parker, den Helden des Ego-Shooters Red Faction. Für ungetrübten Spielspaß ist gute Hardware-Ausrüstung zu empfehlen.

München/Macwelt - Bergbaukumpel Parker muss sich im Ego-Shooter Red Faction durch und über den Mars kämpfen, um die Minenarbeiter von der Knute der Ultor Corporation zu befreien. Deren bewaffnete Aufseher halten die Arbeiterschaft mit ständigem Terror klein. Außerdem wütet noch eine Seuche auf dem roten Planeten, die die Lebensumstände noch wenig erfreulicher macht. Als es schließlich zu einem Aufstand kommt, muss Parker ran.

Die Geschichte

Während des Spiels melden sich immer wieder Revolutionskollegen via Funk beim Helden und geben ihm Informationen. Bahnbrechende Neuigkeiten oder entscheidende Tipps kommen selten rüber. Insgesamt fesselt die Story von Red Faction weniger als etwa die von Deus Ex. Aber sie reicht aus, damit beim Kampf durch die Levels nicht der Sinn und die Motivation abhanden kommen.

Die Spielführung

Den Weg durch die Levels findet man fast zu leicht. Dennoch wird das Spiel nicht langweilig, da man beispielsweise seine schwer erkämpften Waffen zum Beginn zweier Levels ablegen muss. Es bleibt einem nichts übrig, als die notwendigen Geräte mühsam wieder neu zu besorgen.
Für Abwechslung sorgen weiterhin unterschiedliche Fahrzeuge, die man durch enge Höhlen, über Schluchten und durch Wassertunnel lenkt. Zur Auswahl steht schweres Gerät - unter anderem Jeeps, U-Boote und Kampfjets. Bei den Jeeps sitzt man entweder selbst am Steuer, oder bedient das schwere Maschinengewehr auf der hinteren Ladefläche. Diese alternativen Fortbewegungsarten kommen leider nur selten vor und sind durch vorgegebene Wege auch zu sehr eingeschränkt. Gelungen ist allerdings die Verfolgungsjagd in einer rasenden U-Bahn. Videosequenzen lockern das Spiel immer wieder auf und sind angenehm kurz gehalten.

Das Spiel mit seinen 20 Levels ist zügig durchgespielt - ist etwa vergleichbar mit Star Trek Voyager Elite Force. Dafür ist in Red Faction der Multispieler-Modus schon mit eingebaut. Hier sollte man unbedingt die Version 1.2 verwenden, damit es besser flutscht. Die Server sind noch nicht überlaufen, und die Spieler sind noch nicht so geübt wie bei anderen, schon länger auf dem Markt befindlichen Ego-Shootern. Versierte Spieler sollten nicht den Schwierigkeitsgrad Normal wählen, sonst kann es schnell zu langweilig werden. Hard verlangt dem Spieler in manchen Levels viel Können sowie strategisches Vorgehen ab. Die einzelnen Levels führen Parker leicht in die richtige Richtung und nach den benötigten Schaltern oder Schlupflöchern muss man nicht lange suchen. Wer also das Niveau von Deus Ex sucht, ist mit Red Faction schlecht beraten.

Die Gegner

Die Kontrahenten sind Hauptsächlich die Wärter der Ultor Corporation. In den ersten Levels stellen sie für geübte Spieler kein besonderes Problem dar, vorausgesetzt man hat den Schwierigkeitsgrad nicht auf Impossible gestellt. In den späteren Levels kommen dann aber auch vermehrt härtere Aufseher, die einem manchmal eine kleine Nuss zu knacken geben. Kleinere und größere Roboter stellen sich Parker ebenso in den Weg wie Fische. Solche tierischen Gegner treten aber nur selten in Erscheinung. Die menschlichen Zwischen-Endgegner sind etwas zu leicht zu besiegen.

Geo Mod

Geo Mod ist eine Technologie, die den Spielern erlaubt die Umgebung in einer Map durch Waffengebrauch zu verändern. So lassen sich beispielsweise neben verschlossenen Türen Löcher schießen oder bohren, durch die man dann hindurchgehen kann. Auch massiver Schusswechsel hinterlässt seine Spuren (siehe Bilder). Aber diese Funktion ist nicht überall gleich verteilt. Oft erreicht man gar nichts an den Betonwänden. Allein das Marsgestein ist überall fast gleich zu behandeln. Den Leistungsumfang von Geo Mod erkundet man am besten im Level Glashaus, das man über das Hauptmenü findet.

Systemanforderungen

Von Volition entwickelt und von Application Systems Heidelberg exklusiv in Deutschland vertrieben fordert der Ego-Shooter mindestens einen G3 mit 300 MHz, Mac-OS 8.6, 128 MB RAM sowie die 3D-Grafikarte ATI Rage 128. Außerdem muss man 1.2 GB Festplattenspeicher frei haben. In unserem Test mit der englischen Version auf einem G4/466 und Mac-OS 9.2.2 ruckelt es in manchen Maps dennoch. Und das, obwohl Mac-OS 9.2.2 die Grafikausgabe auf der eingebauten Radeon PCI besser unterstützt, als die Betriebssysteme davor. Das Spiel läuft auch unter Mac-OS X. Gute Hardware-Ausrüstung ist also für einen ungetrübten Spielspaß empfohlen.

Fazit

Trotz seiner Schwächen ist Red Faction durchaus zu empfehlen und erhält von uns die Note Gut. Geo Mod, die unterschiedlichen Fahrzeuge und die Spielkonzeption sowie Sound und Grafik sollte man sich nicht entgehen lassen. Zumal ein anderes Spiel, auf das man schon gespannt gewartet hat, seit gestern auf dem Index steht.

Christopher Jakob

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