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S-Spline 2

24.09.2001 | 00:00 Uhr |

Grafiken vergrößert S-Spline ansprechender als Photoshop, bei Fotos zeigt das Tool keine besseren Ergebnisse.

S-Spline 2 macht dem Hersteller Shortcut zufolge das Unmögliche möglich: Zu kleine Bilder bringt das eigenständige Programm mit dem patentierten Vergrößerungsalgorithmus S-Spline in ausdruckbare Größen. Gängige Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop verwenden zum Vergrößern vor allem zwei Techniken: lineare und bikubische Interpolation. Ein dritte Methode verwendet das spezialisierte Plug-in Genuine Fractals Print Pro von Altamira (Web: www.altamira-group.com ).
Auf den ersten Blick fällt auf, dass der Hersteller als Beispielbild eine Grafik mitliefert und kein Foto. Ein Test zeigt, dass S-Spline bei Fotos sehr oft keine besseren Ergebnisse als die der Photoshop eigenen Methoden erbringt. Anders sieht dies jedoch bei Grafiken oder Fotos mit klaren Kanten aus. Der Hersteller empfiehlt auf seiner Homepage sein Produkt auch speziell für eingescannten Text oder Cartoons. In diesem Gebiet liegen die Stärken des Programms, weniger bei der Nachbearbeitung von Fotos.
Bedauerlicher Weise fehlt S-Spline eine genauere Dokumentation. Das Programm ist zwar sehr einfach zu bedienen, mehr als zwei DIN-A5-Seiten in einem schmalen Heft hätte man sich aber doch gewünscht.
Für unseren Test benutzen wird das Logo von Macwelt.de und vergrößern es mit S-Spline um 300 Prozent. Zum Vergleich vergrößern wir das Logo in Photoshop mit der Einstellung bikubische Interpolation. An den Bildern zeigt sich der Nachteil der bikubischen Variante, die Ränder werden unscharf. S-Spline dagegen bildet die Formen nach, Verwischungseffekte sind jedoch die Folge.

Fazit

S-Spline ist ein spezialisiertes Vergrößerungsprogramm. Nur in seltenen Fällen erreicht es bei Fotos bessere Ergebnisse als Photoshop mit bikubischer Interpolation. Bei Grafiken oder kontraststarken Fotos kann der Algorithmus aber überzeugen. So ist S-Spline eher als Ergänzung sinnvoll. Für kontrastarme Fotos empfiehlt sich das Plug-in Fractals, das bei einem Test der Macwelt (in Heft 6/200) überzeugte, allerdings auch 300 US-Dollar kostet
Stephan Wiesend.

Vorzüge:

Gute Ergebnisse bei Grafiken

Nachteile:

Keine Bildbearbeitungsfunktionen, keine Vorteile bei Fotos, zu teuer

Preis:

69 Euro (140 Mark)

Wertung:

befriedigend (4 Mäuse)

Systemanforderungen: Power Mac , Mac OS 8.5.

Info:

www.shortcut.nl

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