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SSD-Festplatten im Test

14.12.2011 | 11:19 Uhr |

SSD-Festplatten werden erschwinglicher. Sie arbeiten deutlich schneller als magnetische Laufwerke und verschaffen so jedem Mac einen ordentlichen Leistungsschub. Unser Test verrät, wann eine SSD die Festplatte ersetzen kann - und nicht nur gefühlt schneller läuft.

INTEL SSD SA2M160G2GC
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Hat man statt einer Festplatte in seinen Mac eine SSD eingebaut, merkt man sofort deren Effekt. Programme starten in Sekundenbruchteilen, Fenster füllen sich so schnell mit Inhalten, dass das Auge kaum nachkommt. Dank der extrem kurzen Zugriffszeiten und der hohen Datenraten fühlt sich ein herkömmlicher Mac - ausgestattet mit einer SSD-Festplatte - wesentlich schneller an.

Das Anbieterfeld und das Produktangebot der SSD-Hersteller wird stetig größer und die Preise sinken. Doch welche soll man nehmen? Nicht nur die "gefühlte" Geschwindigkeit ist entscheidend, es gibt messbare Parameter, in denen sich aktuelle Flash-Laufwerke teilweise deutlich voneinander unterscheiden.

Außerdem stößt man aktuell auf Fallstricke, die dafür sorgen können, dass bestimmte SSD-Modelle gar nicht oder nur mit gebremster Leistung im Mac laufen.

Flash-Speicher kennt man hauptsächlich von Speicher-Chips für Digitalkameras oder USB-Sticks. Meist bekommt man hier preiswerte Modelle mit vier bis 32 Gigabyte Kapazität. Auf Geschwindigkeit muss man dabei nicht sonderlich viel Wert legen, denn USB-Flash-Speicher dienen hauptsächlich als Transportmedium für kleine und mittlere Dateien.

Anders wird das, wenn man Flash-Speicher als Ersatz für interne Festplatten benutzen will. Hier nennt man den Flash-Speicher "SSD" ( Solid State Disk ).

Flash-Festplatten greifen auf den Trick der Parallelisierung zurück. Die Daten werden dabei, ähnlich wie bei einem Raid-System, auf mehrere Flash-Chips verteilt und gleichzeitig geschrieben oder gelesen. Die Anzahl dieser "Kanäle" pro Laufwerk bestimmt dessen maximale Übertragungsgeschwindigkeit. Aktuelle SSD-Festplatten arbeiten mit bis zu 16 parallelen Kanälen.

Neue Controller ohne Cache

Die neuesten Flash-Controller, die in den Laufwerken verbaut sind, kommen ohne zusätzlichen Cache aus. Führend ist hier derzeit der Hersteller Sandforce . In fast allen aktuellen SSD-Laufwerken finden sich Controller-Chips dieses Herstellers. Lediglich Intel und Samsung setzen auf eigene Controller in Verbindung mit Cache-Speicher. Im Test stellen wir kaum Unterschiede zwischen den Kandidaten fest. Sicher ist in jedem Fall, dass der Cache-lose Controller günstiger in der Herstellung ist, da der teure Cache-Speicher entfällt.

Die Zeitspanne, die zwischen Absenden beispielsweise eines Lesebefehls bis zum Eintreffen der Daten vergeht, nennt man Zugriffszeit. Bei magnetischen Festplatten liegt sie in der Regel zwischen sieben und 18 Millisekunden. Gerade hier sind Flash-Laufwerke im Vorteil. Es gibt keine mechanischen Komponenten, die bewegt werden müssen, die Daten liegen also wesentlich schneller vor. Wir messen im Test Werte zwischen 0,15 und 0,52 Millisekunden. Das ist um Welten besser im Vergleich zu magnetischen Festplatten. Die Zugriffszeit ist der Punkt, der sich am meisten auf die "gefühlte" Geschwindigkeit des Mac auswirkt.

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