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Safari Beta 2 (v73)

05.05.2003 | 14:05 Uhr |

Apples-Browserr-Alternative mit Champion-Tendenz wartet in seiner zweiten Beta-Fassung mit neuen Funktionen auf.

Bis vor kurzem zeigte sich Apple mit neuen Betaversionen des Safari-Browsers gegenüber Mitgliedern der Apple Developer Connection durchaus großzügig. Irgendwann wurde es Steve Jobs mit den im Internet unkontrollierbar auftauchenden Versionen, die nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht waren, allerdings etwas zu bunt - die Großzügigkeit fand es jähes Ende. Jetzt gibt es von Safari nur dann ein Update, wenn es die Herrscher in Cupertino erlauben. Bereits in Macwelt 3/2003 auf Seite 32 haben wir die erste Betafassung von Safari in einem Geschwindigkeitstests gegen die aktuelle Edition von Mozilla auf einem modernen Power Mac und einem zeitgemäßen Windows-PC antreten lassen.

Highlight und Werte

Apple hat Safari nun auch die von vielen Benutzern gewünschten Tabs nach den Vorbildern von Mozilla und Opera verpasst. In der Praxis sind die Tabs durchaus lobenswert, aber der Metall-Look von Safari verschluckt die brauchbare Fensteraufteilung etwas. Bereits vorhandene Bookmark-Ordner sind außerdem mit einem zusätzlichen Eintrag versehen, der alle Lesezeichen in einem Safari-Fenster durch Tabs getrennt aufruft. Passwörter und Formulardaten landen auf Wunsch im Schlüsselbund des Benutzers. Anders als in Mozilla trägt Safari die gespeicherten Daten nicht automatisch in die vorhandenen Felder ein, sondern wartet auf den Anfangsbuchstaben eines Schlüsselworts - etwas gewöhnungsbedürftig, aber ein kleines Stück mehr Sicherheit.Apropos Privatsphäre: Per Menüfunktion "Zurücksetzen" löscht Safari den Seitenverlauf, alle Cookies sowie den Festplattencache. Schließlich passt sich Apples Browser der Sprache des installierten Mac-OS an, so dass Anwender aus Deutschland nicht mehr mit inoffiziellen Tools experimentieren müssen. Safari hat mit der zweiten offiziellen Betaversion die gegenwärtige Leistungsklasse von Open-Source-Konkurrent Mozilla erreicht, in einigen Fällen sogar überschritten. Unseren Webseiten-Querschnitt dominiert Apples Browser eindeutig. Vor drei Monaten hatte Mozilla noch die Nase vorn. Trotz dieser guten Werte liegen auch aktuelle Doppel-Prozessor-Macs immer noch deutlich hinter der Leistung eines durchschnittlichen Windows-Rechners. Mozilla ist gegenüber Safari weiterhin wesentlich kompatibler mit komplexen Seiteninhalten, insbesondere wenn Javascript und Flash-Animationen ins Spiel kommen - letztere laufen in Safari wie gehabt mit einer angezogenen Handbremse.

Fazit

Safari ist auf einem guten Weg, zum ultimativen Surf-Programm für Mac-OS X zu avancieren. Momentan ist der Verzicht auf einen anderen Browser, für Seiten mit denen Safari nicht klar kommt, noch nicht zu empfehlen. Aus unserer Sicht besteht das ideale World-Wide-Web-Doppel gegenwärtig aus den aktuellen Versionen von Mozilla und Safari. Und im kommenden Monat klopft auch noch Omniweb 4.5 an die Tür, der wie Safari auf dem neuen Web-core-Framework von Mac-OS X basiert - malsehen, wer aus dem anstehenden Dreikampf als strahlender Sieger hervorgeht.

 

Bitte beachten Sie auch unsere :Screenshot-Galerie zu Safari Beta 2.

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