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Schule mit dem iMac

14.08.2006 | 13:17 Uhr |

Mit dem eMac hatte Apple einen speziell für den Bildungsbereich zugeschnittenen Low-Cost-Rechner entwickelt. Er wird nun durch einen preisgünstigen iMac abgelöst. Dieser ist zwar in seiner Grafikleistung eingeschränkt, dennoch eine Empfehlung wert.

Apple iMac mit Intel-CPU
Vergrößern Apple iMac mit Intel-CPU

Das Wichtigste vorweg: Nicht jeder darf den Edu-iMac kaufen. Im Gegensatz zum eMac kommt man selbst als Lehrer oder Schüler nicht ohne weiteres in den Genuss des Bildungs-Mac. Nur Lehr-Institute, also Schulen und Universitäten dürfen den Edu-iMac bestellen. Dazu muss man sich entweder telefonisch mit dem Apple-Store in Verbindung setzen oder einen speziell zertifizierten Mac-Händler aufsuchen, der den Edu-iMac besorgen kann. Eine Liste dieser Händler stellt Apple unter www.apple.com/de/education/asee/ bereit.

Apgespeckte Ausstattung

Der Edu-iMac basiert auf dem schon bekannten 17-Zoll-iMac-Modell mit 1,83 GHz schnellem Intel-Core-Duo-Prozessor. Damit Apple den Preis von deutlich unter 1000 Euro für einen kompletten Mac erreichen kann, muss der Mac-Hersteller das Modell an einigen entscheidenden Stellen abspecken. Zunächst bekommt man den Edu-iMac lediglich mit einem Combo-Laufwerk. Ein Superdrive, das auch DVD-Rohlinge brennt, ist nicht vorgesehen. Die Festplatte fasst mit 80 Gigabyte lediglich halb so viel wie beim kleinsten regulären iMac.

Kann man diese beiden Punkte noch verschmerzen, wiegt der Verzicht auf einen dedizierten Grafikchip schwerer. Man muss mit der Grafikleistung der im Intel-Chipsatz integrierten GMA-950-GPU auskommen. Dieser Grafik-Prozessor arbeitet auch im Mac Mini und im Macbook. Er erfüllt seinen Zweck, wer jedoch Wert auf anspruchsvolle Echtzeit-3D-Grafik, beispielsweise Action-Spiele legt, sollte lieber gleich zu einem „vollwertigen“ iMac greifen. Auch Grafikprogramme, die auf die Core-Image-Technologie von Mac-OS X 10.4 Tiger aufsetzen – beispielsweise Imaginator – laufen auf dem GMA-950 nur mit gebremstem Schaum. Hinzu kommt, dass die On-Board-Grafik keinen eigenen Video-Speicher mitbringt. Sie muss den Speicher vom Hauptspeicher des Systems abzweigen. Im Zweifelsfall fehlt dieser Speicher dann einer Anwendung und das System muss öfter den virtuellen Speicher auf der Festplatte benutzen, was deutliche Leistungseinbußen mit sich bringt.

Verzichten muss man auch auf das integrierte Bluetooth-Modul. Allerdings lässt sich der Datenfunk nachträglich ergänzen. Externe Bluetooth-USB-Adapter bekommt man bereits für etwa 30 Euro (siehe Test in Macwelt 7/2006, Seite 49).

Im Lieferumfang fehlt zudem die Infrarotfernbedienung „Apple Remote“. Allerdings kann man auch sie recht einfach im Apple Store nachkaufen (30 Euro), der Infrarotempfänger und die Software Front Row sind vorhanden.

Bis auf diese Einschränkungen ist der Edu-iMac jedoch ein vollwertiger Mac. Das gilt für die integrierte iSight-Videokamera und für sämtliche Schnittstellen wie USB-2.0, Im Macwelt-Testcenter muss der Neuling zeigen, wie er sich gegen die großen Brüder behauptet.

iMac im Preisvergleich

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