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Sketchup 5

04.01.2006 | 15:57 Uhr |

Sketchup unterstützt Architekten, Designer und Illustratoren bei der schnellen und intuitiven Gestaltung ihrer Konzepte und Skizzen. Die aktuelle Version bietet unter anderem innovative Möglichkeiten, Häuser und Anlagen in eine natur­gemäße Umgebung einzubetten.

Wer sich im Arbeitsalltag beim Erstellen dreidimensionaler Skizzen und Illustrationen nicht mit dem Studium von Programmfunktionen aufhalten, sondern ohne Umschweife in die kreative Arbeit stürzen will, findet in Sketchup seit dessen Einführung vor vier Jahren einen idealen Partner. Mittlerweile ist die 3D-Software bei Version 5 angelangt und muss in unserem Test beweisen, ob sie die selbst gesteckte Messlatte noch erreicht.

Einfache Bedienbarkeit

Zunächst sticht die überarbeitete Oberfläche ins Auge. Die etwas altbackene Werkzeugleiste der Vorgängerversionen glänzt mit neuen, leichter erkennbaren Icons. Auch der Cursor liefert durch aussagekräftigere Symbole besseren Hinweis auf die gewählte Funktion. Die Einstellungs- und Dialogfenster rasten beim Verschieben an den Fenster- und Monitorkanten ein und lassen sich auf Wunsch zu einem kompletten Stapel von Fensterleisten schrumpfen. Wer es noch aufgeräumter mag, blendet die Manager einfach über einen Menübefehl aus oder ein. Für das gezielte Aktivieren von Funktionen, die nicht zum eigentlichen Programmkern gehören, dient der Erweiterungsmanager in den Voreinstellungen. Hier finden sich neben der Ruby-Programmierebene auch die neuen Sandkistenwerkzeuge, die erst bei Bedarf in der Menüleiste und als Werkzeugpalette erscheinen. Freunde der Makro-Programmierung mit Ruby können jetzt eigene Symbolleisten und Befehlsklassen anlegen.

Als sehr praktisch erweist sich die individuelle Auswahlmethodik. Zieht man einen Auswahlrahmen von links nach rechts auf, berücksichtigt Sketchup nur die Elemente innerhalb des Rahmens. Die umgekehrte Auswahlrichtung bezieht auch alle den Rahmen schneidenden Elemente in die Selektion mit ein. Das verbesserte Werkzeug zum Drücken und Ziehen ermöglicht bei gedrückt gehaltener Wahltaste echte Extrusionen. Die ausgewählten Flächen werden dann nicht mehr verschoben, sondern Zug um Zug kopiert und angesetzt.

Nach wie vor unglücklich ist die Farbgebung der Konstruktionsachsen. Wer aus einem anderen 3D-Programm in Sketchup wechselt, stolpert leicht über die vertauschten Farben der Y- und Z-Richtung – die Beschriftung der Achsen böte hier einfache Abhilfe. Wünschenswert wäre auch ein sichtbares Raster zur Orientierung, als Konstruktionsebene und als Snapping-Werkzeug.

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