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Smartwatch und Fitness-Tracker von Garmin im Test

16.03.2016 | 13:03 Uhr |

Ran an den Winterspeck: Mit zwei Hilfen für "Bewegungsmuffel" vier Wochen durch den Alltag.

Das Angebot an technischen Hilfsmitteln zur Aufzeichnung unserer Bewegungen und Vitalfunktionen wird immer umfangreicher. Wir haben uns aus dem großen Angebot von Garmin eine Einsteiger- und eine Highend-Lösung angeschaut. Eine grundsätzliche Frage sollte man sich schon vor dem Kauf eines Fitnessarmbandes oder einer Sportuhr stellen: Geht es „nur“ darum, den inneren Schweinehund öfter zu besiegen und sich etwas mehr zu bewegen oder soll das Gadget auch den Sportler begleiten und den Trainingsalltag erleichtern?

Mehr Fitness mit Gadgets und Apps

Der 15. März ist Tag der Rückengesundheit. Gerade Büroarbeiter sollten sich mal wieder vergegenwärtigen, dass dauerhaftes Sitzen schädlich ist - man aber für viele Übungen nicht einmal den Bürostuhl verlassen muss . Für ambitioniertere Bewegungsfreunde haben wir hier aber noch einige Ratgeber und Tests zusammenstellt:

Kaufberatung: Welcher Fitnesstracker der Richtige ist

Withings Pulse O2 im Test: Fitnesstracker mit Pulsmesser

Apple Watch als Fitnesshelfer

Sportuhren contra Apple Watch

Das iPhone als Joggingtrainer

Runtastic Results im 12-Wochen-Härte-Test

Um die Bewegung zu protokollieren, haben sich einfache Schrittzähler bewährt, wie sie auch in den iPhones integriert sind, ab der Version 5S übernimmt der Motion-Coprozessor (hier der M7) diese Aufgabe. Der Nachteil am iPhone ist jedoch, dass die Aufzeichnungen nur dann aussagekräftig sind, wenn man das Messgerät ständig bei sich trägt. Das ist mit einem Armband oder einem kleinen Clip einfacher – die messen auch unsere Schritte in der Wohnung. Aus der gemessenen Anzahl der Schritte ermittelt dann die Software die ungefähr zurückgelegte Wegstrecke und – wie bei unseren Testmustern – auch die voraussichtlich verbrauchten Kalorien. Hierzu muss man aber persönliche Werte wie Größe, Gewicht und Alter angeben.

Armband für Einsteiger: V ivofit

Als Einsteigerlösung bietet das Vivofit-Armband die Aufzeichnung der Schritte und optional mit dem als Zubehör erhältlichen Brustgurt einen Herzfrequenzzähler. Die Inbetriebnahme ist recht einfach über die Smartphone App Connect erledigt. Alles, was zu tun ist, erklärt die App. Ebenso bietet sie eine kurze Anleitung – leider nur in Englisch. Wer nicht lesen möchte, kann sich auch Videos anschauen.  Eine deutsche Anleitung stellt Garmin im Supportbereich seiner Website zur Verfügung.

Ein Knopf, ein ausreichend großes Display – da geht dem Nutzer die Bedienung schnell in Fleisch und Blut über. Die Konfiguration erfolgt ausschließlich über die Smartphone App, daher dient der Knopf nur zum Umschalten der Anzeige. Das ist gut gelöst.

Die Konfiguration beschränkt sich auf die persönlichen Angaben wie Alter, Körpergröße und Gewicht und optional noch die Schrittlänge.

Das Vivofit besitzt zwar kein beleuchtetes Display, trotzdem ist dieses auch im schummrigen Licht noch gut zu erkennen.
Vergrößern Das Vivofit besitzt zwar kein beleuchtetes Display, trotzdem ist dieses auch im schummrigen Licht noch gut zu erkennen.
© Garmin

Der Tragekomfort ist erstaunlich gut. Das Silikon-Armband trägt sich angenehm und die Verstellung ist einfach gelöst. Damit man sich beim Kauf nicht schon über die Länge des Armbandes Gedanken machen muss, legt Garmin ein zweites kürzeres Armand bei. Wer die Farbe des Armbandes zur Kleidung wechseln möchte, findet im Zubehör-Shop eine bunte Auswahl an alternativen Farben.

Neben dem guten Tragekomfort zeigt sich in der Praxis eine weitere positive Eigenschaft: Der Tracker hat eine Uhr integriert. Somit lässt sich der Vivofit auch als moderne Uhr tragen und die Trackereigenschaft läuft dann einfach im Hintergrund.

Keine Lust auf schwarz? Dann ist im Zubehörshop von Garmin ein Wechselarmband in einer anderen Farbe zu bekommen.
Vergrößern Keine Lust auf schwarz? Dann ist im Zubehörshop von Garmin ein Wechselarmband in einer anderen Farbe zu bekommen.
© Garmin

Natürlich hat man den Vivofit eigentlich wegen des Trackers angeschafft. Er zählt die Schritte, die wir gehen und errechnet aus der zuvor in der App eingestellten Schrittlänge die zurück gelegten Kilometer. Weitere angezeigte Werte sind der Kalorienverbrauch und die Herzfrequenz, wenn man den optionalen Brustgurt einsetzt. Interessant ist die Anzeige der noch zurückzulegenden Schritte bis zum Erreichen des Tagesziels. Wenn man hier keinen Wert vorgibt – empfohlen werden von der Weltgesundheitsorganisation pro Tag mindestens 10.000 Schritte –  errechnet die App einen persönlichen Durchschnittswert aus den maximal zuletzt zurückgelegten Schritten. So wird man angespornt, das Idealziel von 10.000 Schritten in der Zukunft zu erreichen, ohne sich überfordert zu fühlen.

Am oberen Rand des Displays ist eine Anzeige mit fünf roten Balken angebracht. Sie zeigt den Inaktivitätsstatus an. Nach einer Stunde der Inaktivität erscheint der erste Balken als Erinnerung zur Bewegung. Alle fünfzehn Minuten kommt ein weiterer hinzu.

Eine einfache Schlafüberwachung bietet der Vivofit auch. Er zeichnet die Bewegung während der Nacht auf. Die Aktivierung dieser Funktion erfolgt über die Taste am Display.

Vivofit

Hersteller:

Garmin  

Preis:

€ 89,-

Note:

1,5 gut

Vorzüge:

sehr gute Funktionen, sehr lange Batterielaufzeit, sehr leicht, guter Tragekomfort

Nachteile:

keine Displaybeleuchtung

Sportuhr für höhere Ansprüche: Fenix 3

Manchmal muss es etwas mehr sein. Die Fenix 3 ist so ein Fitnessmessgerät im Gewand einer Sportuhr. Neben dem Tracken der Schritte und der damit verbunden Anzeige des Tagesziels, der Kalorien und der Distanz - wie auch beim Vivofit - bekommt man hier wesentlich mehr geboten.

Die Fenix 3 ist die Kombination aus einer Sport- und Smartwatch, im Gewand eines Chronographen.
Vergrößern Die Fenix 3 ist die Kombination aus einer Sport- und Smartwatch, im Gewand eines Chronographen.
© Garmin

Neben einem kompletten Trainingscomputer, mit dessen Hilfe man Fitnessziele definiert und überwacht, ist auch die Aufzeichnung von speziellen Aktivitäten wie Laufen, Skifahren, Wandern, Radfahren und selbst Golfspielen möglich.

Auf den ersten Blick erkennt man den großen Funktionsumfang der Fenix 3 nicht. So macht sie mit ihrem konfigurierbaren Ziffernblatt auch als Uhr einiges her.
Vergrößern Auf den ersten Blick erkennt man den großen Funktionsumfang der Fenix 3 nicht. So macht sie mit ihrem konfigurierbaren Ziffernblatt auch als Uhr einiges her.

Das ist aber noch nicht alles und so verwundert es bei dem Hersteller auch nicht, dass dank des integrierten GPS-Empfängers die Uhr auch eine einfache Navigationsfunktion bereit stellt. Das GPS ist aber nicht nur zum Navigieren gedacht, sondern auch, um den Weg einer Aktivität aufzuzeichnen. Zum Beispiel die Anzeige der Strecke beim Skilanglauf auf einer Karte. Dazu passen natürlich auch der Höhenmesser und der Kompass.

Als Sportuhr sind viele Sportarten als Aktivitäten aufgeführt, die man zur Trainigsaufzeichnung auswählen kann.
Vergrößern Als Sportuhr sind viele Sportarten als Aktivitäten aufgeführt, die man zur Trainigsaufzeichnung auswählen kann.

Neben dem Einsatz als Sportuhr ist die Fenix 3 auch eine Smartwatch. Durch die permanente Verknüpfung mit dem eigenen Smartphone zeigt das Display eingehende Nachrichten und andere Push-Meldungen vom Smartphone an. Darüber hinaus lässt sich die Musikwiedergabe am Smartphone steuern oder auch die hauseigene Actioncam VIRB bedienen.

Die Anzeige ist meist gut zu lesen – so wie hier die Anzahl der Schritte – nur Nachrichten vom Smartphone sind auf dem Display etwas zu klein. Aber das ist ein generelles Problem einer jeden Smartwatch.
Vergrößern Die Anzeige ist meist gut zu lesen – so wie hier die Anzahl der Schritte – nur Nachrichten vom Smartphone sind auf dem Display etwas zu klein. Aber das ist ein generelles Problem einer jeden Smartwatch.

Die permanente Verbindung zum Smartphone hat ihre Schattenseite: Sie reduziert die Akkulaufzeit, sowohl bei der Fenix 3 wie beim Smartphone. Garmin gibt eine Laufzeit zwischen 20 Stunden bis sechs Wochen an. Je nachdem, ob man Trainings aufzeichnet oder alle Hintergrundaufzeichnungen beendet und die Fenix 3 als reine Uhr benutzt.

Wenn man den optionalen Herzfrequenzmesser einsetzt, kann man diesen nicht nur für seine Trainings einsetzen, sondern um auch einfach nur so seinen Stresslevel zu messen.
Vergrößern Wenn man den optionalen Herzfrequenzmesser einsetzt, kann man diesen nicht nur für seine Trainings einsetzen, sondern um auch einfach nur so seinen Stresslevel zu messen.

Die vielen Funktionen wollen auch bedient werden. Hier setzt Garmin auf fünf gut zu handelnde Drucktasten. Bis man den Dreh dafür raus hat, bedarf es seiner Zeit, eine intensive Beschäftigung mit dem deutschen Handbuch ist hierbei unerlässlich. Die Erklärungen sind leider nicht ganz einfach zu verstehen, ein paar Praxisbeispiele oder Videos könnten hier helfen.

Als Smartwatch zeigt es auf Wunsch neben dem Wetter auch Nachrichten an oder steuert die Musik auf dem Smartphone.
Vergrößern Als Smartwatch zeigt es auf Wunsch neben dem Wetter auch Nachrichten an oder steuert die Musik auf dem Smartphone.
© Garmin

Sehr schön ist das anpassbare Displaydesign für die Uhr gelöst. So lässt sich neben dem Hintergrund auch die Uhranzeige (analog oder digital) einstellen. Zusätzliche Individualisierungsoptionen wie die Art der Sekundenanzeige, die Schriftart und das Datum fehlen auch nicht. Wem das nicht reicht, der findet vielleicht im Connect IQ Shop das passende Design. Dort  sind ebenso Apps für neue Outdoor- und Fitness-Aktivitätstypen und neue Datenfelder für Anzeigen zu haben.

Fenix 3

Hersteller:

Garmin  

Preis:

€ 479,-

Note:

1,7 gut

Vorzüge

hervorragender Funktionsumfang als Sportuhr, automatische Synchronisierung

Nachteile:

groß und wuchtig, geringe Akkulaufzeit, Push-Meldungen klein, nicht kratzfest

Die Smartphone App Garmin Connect

Ohne die passende App bleiben Tracker und Uhr aber einfache Geräte zur Anzeige der zurückgelegten Schritte oder der Zeit. Eine App bietet aber bereits zum Einstellen der Geräte und für das Protokollieren der Trainings ein wichtiges Feature. So kann man seine tägliche Bewegung analysieren und sehen, wann man sich über den Tag hinweg wie bewegt hat.

Die Fenix 3 wird über die App Connect konfiguriert. Hierüber gibt es auch einen Zugang zum Connect IQ-Shop, der unter anderem Erweiterungen wie ein neues Ziffernblattdesign bietet. (links) Beim Start der App Connect wird man direkt mit einer Übersicht der Aktivitätswerte des aktuellen Tages begrüßt. (Mitte) Die aufgezeichneten Trainings werden übersichtlich mit den wichtigsten Werten angezeigt. Dank dem eingebauten GPS der Fenix 3 steht auch die Streckenführung auf einer Karte zur Verfügung. (rechts)
Vergrößern Die Fenix 3 wird über die App Connect konfiguriert. Hierüber gibt es auch einen Zugang zum Connect IQ-Shop, der unter anderem Erweiterungen wie ein neues Ziffernblattdesign bietet. (links) Beim Start der App Connect wird man direkt mit einer Übersicht der Aktivitätswerte des aktuellen Tages begrüßt. (Mitte) Die aufgezeichneten Trainings werden übersichtlich mit den wichtigsten Werten angezeigt. Dank dem eingebauten GPS der Fenix 3 steht auch die Streckenführung auf einer Karte zur Verfügung. (rechts)

Das macht die App Garmin Connect ganz gut und auf Wunsch speichert sie die Werte auch in Apple Health. Nur das dort angezeigte Ergebnis ist etwas fehlerhaft. So wurden an manchen Tagen die Werte mehrmals geschrieben. Manchmal fehlen die Werte und die Angaben in Health sind niedriger als in der Connect App. Wenn man beide Schrittzähler, also den des iPhones und des Trackers am Körper trägt, zählen sie schon mal doppelt, so dass sich auch die Laufstrecke verdoppelt. Hier ist noch Abstimmungsarbeit von Garmin und Apple nötig.

Da die Daten in der Cloud bei Garmin gespeichert werden, lassen sich diese Daten über einen Webbrowser unter der Adresse connect.garmin.com aufrufen.
Vergrößern Da die Daten in der Cloud bei Garmin gespeichert werden, lassen sich diese Daten über einen Webbrowser unter der Adresse connect.garmin.com aufrufen.

Auf der ersten Seite "Mein Tag" bekommt man sofort die aktuelle Anzahl an Schritten, den Schlaf der letzten Nacht ( diesen Wert mit Vorsicht genießen! ) und abhängig vom verbundenen Tracker zum Beispiel Aktiv-Kalorien, Aktivitäten, Intensitiätsminuten und Stockwerke angezeigt. Das ist sehr übersichtlich.

Beim Antippen einer der Punkte erhält man eine Übersicht der letzten aufgezeichneten Werte. Bei den Schritten wäre das zum Beispiel eine Balkengrafik mit der Uhrzeit. Von da aus kann man auch die letzten Tage Revue passieren lassen.

Neben der Seite für "Mein Tag" lassen sich mit Wischen noch weitere Seiten mit Einzelwerten aufrufen. Welche das sein sollen, kann man einstellen. Zur Wahl stehen: Schritte, Schlaf, Laufen, Radfahren, Schwimmen, My Community, Golf, Intensitätsminuten und Gewicht. Bei den Schritten werden zum Beispiel in einer Balkengrafik die Schritte der letzten 30 Tage angezeigt.

Die Anzeige in der Garmin Cloud ist frei konfigurierbar und informativ.
Vergrößern Die Anzeige in der Garmin Cloud ist frei konfigurierbar und informativ.

Möchte man sich die Werte eines bestimmten Tages ansehen, so hat man über einen übersichtlichen Kalender hierauf Zugriff.

Da die Daten in der Cloud bei Garmin gespeichert werden, benötigt man immer einen Onlinezugang. Gleiches gilt für die Benutzung der App. Alternativ lassen sich diese Daten über einen Webbrowser unter der Adresse connect.garmin.com aufrufen. Die Anzeige ist hierbei nicht nur übersichtlicher, sondern das Editieren ist auch einfacher. Wenn man beispielsweise zu einem Training Notizen hinzufügen oder die Werte ändern möchte.

In einem Webbrowser hat man einen wesentlich besseren Überblick über seine Trainingsdaten. Hier ist auch die aufgezeichnete Strecke auf der Karte besser erkennbar als auf einem kleinen Smartphone Display.
Vergrößern In einem Webbrowser hat man einen wesentlich besseren Überblick über seine Trainingsdaten. Hier ist auch die aufgezeichnete Strecke auf der Karte besser erkennbar als auf einem kleinen Smartphone Display.

Bewertung und Empfehlung: Schrittzähler für den Einstieg, Sportuhr für das ambitionierte Training

Das Vivofit ist herrlich unauffällig und angenehm zu tragen. Das Gewicht von knapp 26 Gramm fällt nicht auf und der elegante Look macht es zu einem täglichen Begleiter. Da gerät das Zählen der Schritte zu einem angenehmen Nebeneffekt. Da ist es schade, dass die Anzeige nicht beleuchtet ist, auch wenn man im Schummerlicht die Ziffern noch einigermaßen ablesen kann. Die hellen Ziffern auf schwarzem Hintergrund machen das möglich. Wem das nicht reicht, der greift zum größeren Bruder Vivofit 2, der neben einer Hintergrundbeleuchtung auch noch automatisches Synchronisieren bietet. Bei unserer Version erfolgt dies nur manuell, was uns aber nicht stört. Die Messwerte werden bis zu drei Wochen gespeichert, ehe der kleine Vivofit die ältesten überschreibt. Ein nicht zu vernachlässigender Pluspunkt ist die Batterielaufzeit. Garmin gibt hier ein Jahr an - das ist schon ein Wort. Da kann derzeit kein Mitbewerber mithalten.

Die Fenix 3 ist schon eine "Mords" Uhr - oh nein, keine Uhr - aber genau dafür kann man sie auf den ersten Blick halten. Im Look eines Chronographen entspricht sie in ihrem wuchtigen Auftreten dem Zeitgeist einer Uhr für „richtige Männer“. Groß, leider auch schwer und für jedes Abenteuer gerüstet. Und während ein "normaler" Chronograph nur die Uhrzeit, das Datum und eventuell noch die Himmelsrichtung anzeigen kann, weist die Fenix 3 dank GPS und Navigation auch den Weg. Damit ist man für jedes Abenteuer gewappnet, zumindest als Sportler. Sie ist zwar wasserdicht bis 100 Meter, aber nicht stoß- und kratzfest. Letzteres bietet die Top-Version Fenix 3 Saphir.

Als Sportuhr hat uns die Fenix 3 voll überzeugt. Die Bedienung ist zwar nicht selbsterklärend und bedarf einer intensiven Beschäftigung, doch der Funktionsumfang ist super. Für eine große Anzahl an Sportarten sind angepasste Trainingseinheiten integriert und da diese später in der App auch als einzelne Trainings abgelegt werden, sind sie auch leicht zu analysieren. Eine interessante Option ist die „Auto Pause“-Funktion. Ist man beispielsweise gerade beim Skilanglauf und unterbricht für ein paar Gymnastikübungen, dann stoppt die Aufzeichnung. Automatisch startet die Aufzeichnung beim Loslaufen wieder, so dass man später keine Verfälschungen bei der Geschwindigkeits- und Laufzeitermittlung hat. Das ist sehr praxisnah und durchdacht.

Da kommen wir auch zur App Connect . Die Anzeige der Tageswerte ist für eine Smartphone App übersichtlich und was angezeigt wird, lässt sich konfigurieren. Was aber absolut stört ist, dass alle Werte nur online bei Garmin gespeichert werden. Das heißt zwar nicht unbedingt, dass jeder andere Garmin Connect Nutzer diese auch sehen kann. Man kann konfigurieren, was man der Community mitteilen möchte und damit auch komplett deaktivieren. Aber auch für die Anzeige der eigenen Werte benötigt man einen Onlinezugang. Das kann auf einem 3000er nach einer Trainingseinheit Bergsteigen oder Triathlon in Kanada schon mal schwierig werden.

Mit dem Einsatz der Fenix 3 als Uhr für jeden Tag, tun wir uns schwer. Durch die Dicke von rund 1,5 Zentimetern passt nicht jedes Hemd über die Uhr oder stößt an das Gehäuse. Für eine smarte Sportuhr geht die Batterielaufzeit im täglichen Einsatz mit fast zwei Wochen voll in Ordnung. Durch ein paar Optimierungen in den Einstellungen lassen sich hier noch ein paar Tage mehr raus holen. Bei intensiverer Nutzung, zum Beispiel eine Woche jeden Tag zweimal Skilanglauf, hält der Akku nur rund vier Tage.

Ob beim Training oder einfach nur um die tägliche Aktivität zu messen - in unserem Testzeitraum über fünf Wochen haben uns beide Geräte voll überzeugt. Bewegt man sich zu wenig, ermahnen die Gadgets - das Fenix 3 durch Vibration und das Vivofit durch einen unauffälligen Balken. Die Schritte haben wir manuell überprüft und nur eine sehr geringe Abweichung feststellen können. Somit können wir beide Aktivitätstracker uneingeschränkt empfehlen.

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