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So toll ist das neue Trackpad in der Praxis

20.03.2015 | 12:08 Uhr |

Apple hat für das neue Macbook und das kleine Macbook Pro ein neues Trackpad entwickelt. Damit haben die Ingenieure tolle Arbeit verrichtet.

Uns interessiert das Trackpad der neuen Macbooks zunächst am meisten. Die erste Begegnung fällt schon fast enttäuschend aus. "Das fühlt sich ja ganz normal an" ist der Satz, der unseren Kollegen in der Redaktion meist als erstes über die Lippen kommt. In der Tat: Wüsste man nicht, dass im Trackpad eigentlich gar keine mechanische Taste eingebaut ist, man würde es nicht erkennen. Der virtuelle Klick, den der Elektromagnet unter dem Trackpad verursacht, fühlt sich tatsächlich fast genauso an, wie ein normaler mechanischer Klick.

Ein wenig sanfter vielleicht, aber auch das Geräusch, das dabei entsteht, klingt realistisch. Wie bei einer mechanischen Taste klickt das Trackpad auch beim Loslassen und gerade hier zeigt sich wieder einmal Apples fanatischer Hang zum Detail. Das Geräusch beim Loslassen der Taste ist etwas tiefer und dumpfer, als beim Herunterdrücken. Genauso würde eine mechanische Taste klingen. Das hat Apple perfekt umgesetzt.

Anders als bei einer mechanischen Taste kann man die Kraft einstellen, ab der der Klick angenommen wird. Das kommt den unterschiedlichen physischen Ausprägungen der Benutzer entgegen. Außerdem klickt das Trackpad lauter, wenn man die Kraft höher einstellt und leiser, wenn sie niedriger justiert ist. Die Grundeinstellung ist uns im Test einen Hauch zu sanft, wir stellen sie etwas fester ein.

Zwei Klicks in einem

Ein weiterer Vorteil: Das Trackpad bietet eine Zusatzfunktion, wenn man nach einem normalen Klick noch etwas kräftiger drückt. Und auch hier hat Apple nachgedacht: Das Trackpad klickt dann zweimal. Man spürt also auch den kräftigen Klick ganz genau. Ein versehentliches Auslösen wird dadurch sehr unwahrscheinlich. Der "Force Touch", wie Apple ihn nennt, löst bei einem markierten Text eine Suche im Wörterbuch aus, bei einer markierten Datei im Finder startet die Quicklook-Funktion. Aber auch hier gibt es noch ein Gimmick: Die Box, in der der Wörterbucheintrag erscheint, respektive das Icon im Finder werden nach dem ersten Klick größer, je stärker man weiter drückt, also je näher man sich dem zweiten Klick annähert. Das visualisiert eindrucksvoll, wie genau das Trackpad die Kraft messen kann, mit der man auf das Pad drückt.

Das Trackpad misst ganz genau, wie feste wir darauf drücken. drücken wir langsam immer stärker, wird der zweite Klick durch das hinschwebende Fenster angekündigt.
Vergrößern Das Trackpad misst ganz genau, wie feste wir darauf drücken. drücken wir langsam immer stärker, wird der zweite Klick durch das hinschwebende Fenster angekündigt.
© Macwelt

Druckempfindliche Apps in Anmarsch

Apple hat eine API für Entwickler freigegeben, die dann ihre eigenen Anwendungen für das Force Touch Trackpad schreiben können. Wir sind gespannt, wann die erste Briefwaagen-App auftaucht. In der Praxis funktioniert das Trackpad problemlos. Bereits nach wenigen Mausklicks will man eigentlich nicht mehr zurück auf das mechanische Trackpad.

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