Softwarepaket
iLife 09 im Praxistest
Zur Macworld in San Francisco hat Apple seinem Softwarepaket ein Update spendiert. iLife 09 bietet mit neuen Versionen von iPhoto, iMovie und iWeb logische Weiterentwicklungen. Der Vorgänger, Garageband überrascht mit neuen Musiklehrern und Lektionen. Nur iDVD geht nahezu leer aus.
Apple orientiert sich bei seinem iLife-Paket an aktuellen Trends. Das macht sich vor allem in der neuen Version von iPhoto bemerkbar. Fleißig waren die Apple-Programmierer auch bei iMovie und Garageband bietet Übungen zum Erlernen von Klavier- und Gitarrespielen. iWeb ist aufgeräumter. Einzig iDVD bietet außer einigen zusätzlichen Themen nichts Neues. So lohnt sich das Update für alle jene, die viel mit iPhoto und iMovie arbeiten. Keine Überraschung gibt es beim Preis: Der bleibt bei 79 Euro oder bei 99 Euro für eine Familienlizenz für bis zu fünf Macs. Und wer ab dem 6. Januar einen neuen Mac gekauft hat, kann sich für knapp neun Euro das iLife-Paket schicken lassen.
iLife 09 im Praxistest
Aufnahme-Orte lassen sich nun in Google Maps anzeigen. Haben Fotos keine Geo-Informationen gespeichert, lassen sie sich nachtragen.
iPhoto 09 erkennt Gesichter und ordnet diese auf Wunsch in der Mediathek an.
Diashow in iPhoto
Mit dem Präzisions-Editor kann man Übergänge auf das Einzelbild genau schneiden und den Schnitt auch nachträglich noch beliebig anpassen.r
Durch rote Schlangen zeigt iMovie 09 an, welche Stellen im Clip verwackelt sind und angepasst wurden. Gute Ergebnisse bekommt man aber nur mit HD-Material.
Die neue Oberfläche von Garageband 5.0 zeigt, dass man bei Apple offenbar wieder mehr Wert auf händisches Musizieren legt.
Mit Garageband kann man jetzt Gitarre spielen lernen. Die erste Videolektion im HD-Format ist mitgeliefert, weitere kann man nachkaufen.
Neben einer aufgeräumteren Oberfläche bietet iWeb nun einige Widgets mehr. Das sind Elemente, die man auf einer Webseite einfügen kann, beispielsweise ein Countdown-Zähler oder Youtube-Videos.
iPhoto erkennt Gesichter
Die bemerkenswertesten Neuzugänge in iPhoto heißen "Gesichter" und "Orte". Mit diesen Mediathek-Unterpunkten kann man automatisch Gesichter und Orte zuweisen. iPhoto analysiert nach dem ersten Start zunächst die Gesichter in der Mediathek, das kann bei einer Sammlung von 10 000 Fotos schon zwei Stunden dauern. Den Gesichtern lassen sich darauf hin Namen vergeben und iPhoto versucht passende Gesichter zu finden. Das klappt im Test recht gut, wobei einige Fehltreffer verzeihlich sind, auffällig oft sind es dann Geschwisterbilder.
Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, mit einem Klick ausgewählte Fotos außer auf Mobile Me auch auf Facebook und Flickr hochzuladen. Exporterweiterungen dafür gibt es zwar schon für ältere iPhoto-Versionen, aber das neue iPhoto ist hier weit komfortabler. Fotos, die auf Facebook geladen werden, enthalten nun die Informationen der abgebildeten Personen, sofern man diese in iPhoto angegeben hat. Ist eine Person noch nicht markiert, kann man das wie gewohnt auch direkt in Facebook vornehmen. iPhoto zeigt in der linken Spalte eine Übersicht der nach Facebook geladenen Fotos und übernimmt auch die in Facebook vorgenommenen Informationen zu Personen. Diese kann man dann in die Mediathek "Faces" übernehmen.
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