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Sonnet Echo 15+: Docking-Station mit Thunderbolt 2 und vielen Anschlüssen

03.11.2016 | 16:32 Uhr |

Was erwartet man von einer Docking-Station mit Thunderbolt 2, wenn sie von einem Hersteller kommt, der für professionelle Audio-, Video- und Broadcast-Anwendungen das Zubehör liefert? Robustes Industriedesign und eine Ausstattung, bei der es an nichts fehlt. Genau das bekommt der Kunde beim Echo 15+.

Update vom 3.11.16:   Wie versprochen haben wir das Silent-Update vom Echo 15+ unter die Lupe genommen, um zu sehen was Sonnet verbessert hat. Das Positive, Sonnet hat auf seine Kunden gehört und den Lüfter verbessert. Während er zuvor doch noch sehr präsent war, ist er jetzt wunderbar leise und kaum noch zu hören. Bei Sommertemperaturen von über 35 Grad im Büro hatte er einiges zu tun, wurde aber auch auf dem Schreibtisch nicht nervig.

Das es nicht lautlos geht, ist bei einem Gehäuse mit so vielen internen Komponenten, leider nicht möglich. Umso schöner, das er jetzt nicht mehr nervt.

Eine andere positive Überraschung ist der jetzt geringere Einstiegspreis von 455 Euro. Das ist möglich geworden, weil es das Echo 15+ jetzt auch ohne optisches Laufwerk gibt. In der neuen Einstiegskonfiguration hat man jetzt Platz für ein zusätzliches Speicherlaufwerk.

Original vom 7.6.16: In drei Ausbaustufen und ab 629 Euro ist das Echo 15+ zu bekommen. Immer dabei ist Platz für eine 3,5-Zoll-Festplatte oder zwei 2,5-Zoll-Festplatten bzw. SSDs sowie ein vorinstalliertes, optisches Laufwerk. Das optische Laufwerk ist entweder ein 8x DVD±RW-Laufwerk, ein Bluray BD-ROM/8x DVD±RW-Laufwerk oder ein Bluray-Brenner 4x BD-R/8x DVD±RW Laufwerk.

Aber auch in Sachen Anschlüssen hat das Echo 15+ viel zu bieten. Von vorne sind zwei USB 3.0 Ports mit 1,5 Ampère Ladestrom, ein Kopfhörer- und ein Mikrofonanschluss sehr gut erreichbar. Sogar an ein digitale Audio-Geräte hat Sonnet gedacht und dem Echo 15+ einen optischen Mini-TOSLINK spendiert.

Auf der Rückseite findet man dann nochmals zwei USB 3.0 Ports mit 1,5 Ampère Ladestrom, einen Audioausgang, einen Audioeingang (jeweils als Klinke), einen Firewire-800-Port, zwei eSATA- Ports mit 6GB/s, einen Gigabit-Ethernet-Port und natürlich zwei Thunderbolt-2-Anschlüsse.

Ein tolles Detail bringen die Thunderbolt-Ports mit: Sie sind vorbereitet für das Sonnet-ThunderLok. Das ist ein Schraubadapter, den man über den Stecker eines Thunderbolt-Kabels stülpt, wodurch man den Stecker an dem Echo 15+ fixieren kann. Ein versehentliches Abziehen ist dann nicht mehr möglich. Der ThunderLok ist als Zubehör erhältlich.

Der Einbau der Laufwerke ist dank Schraubverbindung einfach und damit man sieht, was das Echo 15+ leistet, haben wir zwei Samsung 850 Pro (256GB) eingebaut.

Geschwindigkeiten beim Schreiben und Lesen

Erwartungsgemäß messen wir beim Einzellaufwerk rund 340 MB/s beim Schreiben und rund 382 MB/s beim Lesen, und zwar sowohl mit Disk Speed Test als auch mit Aja System-Test an einem Mac Pro . Sehr viel flotter ist der RAID-0-Modus. Hier kommen wir auf rund 660 MB/s beim Schreiben und rund 747 MB/s beim Lesen. Auf die angegeben maximalen 940 MB/s sind wir nicht gekommen, was aber an unseren SSDs liegt.

Wichtig sind neben den internen Schnittstellen auch die externen USB-3.0-Ports. Diese unterstützen UASP und sollten daher das volle Potential der Laufwerke ausreizen können. In Verbindung mit einem schnellen Fantec-225U3-6G-Gehäuse haben wir die Samsung 850 Pro nochmals gemessen und lagen mit 332 MB/s beim Schreiben und 346 MB/s beim Lesen nur knapp unter den Werten der internen Anschlüsse. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und darüber hinaus ist toll, dass alle vier USB-3.0-Ports diesen Modus unterstützen.

Smartphone- und Tablet-Nutzer freuen sich über den hohen Ladestrom der USB-3.0-Ports. Wir haben ein Belkin Charge Dock permanent angeschlossen für das schnelle Laden eines iPhones oder iPad. Da alle vier USB-3.0-Ports ein Leistung von zusammen 7,5 W haben, lassen sich auch mehrere Geräte gleichzeitig betreiben.

Fotografen und Videofilmer werden natürlich einen schnellen Speicherkartenleser am Echo 15+ nutzen wollen. Auch hier waren wir erwartungsgemäß mit einem Sonnet Dio auf keine Probleme gestoßen und konnten die maximale Datenrate erreichen. Also 134 MB/s mit einer CF Professional UDMA 1000x von Lexar. Um eine schnelle UHS-II SDHC von Lexar testen zu können, die SD Professional 2000x, haben wir uns den passenden Reader Lexar Workflow SR2 geschnappt und kommen auf fantastische 260 MB/s. Ebenso überzeugende Werte mit 220 MB/s beim Schreiben und 320 MB/s beim Lesen erhält man mit dem Lexar Flash-Laufwerk Workflow DD512.

Bei den optischen Laufwerken hat man die Auswahl zwischen drei Optionen: DVD-Brenner, DVD-Brenner mit Bluray-Laufwerk und einem Bluray Brenner. Dadurch, dass es sich Slimline-Laufwerk handelt, erzielt man nicht mehr als die 8fache DVD-Brenngeschwindigkeit.

Fazit

Das mitgelieferte optische Laufwerk, in unserem Fall ein Bluray-Laufwerk mit DVD-Brenner, passt nicht so ganz zum sonst professionellen Auftritt des Echo 15+ und erst recht nicht zu seinem professionellen Anspruch. Beim Auslesen einer Audio-CD legt es ein gemütliches Tempo von 6,3fach hin und auch das Brennen einer DVD ist mit 8fach nicht gerade rasant. Ein anderer Punkt, der manchen Anwender stören könnte, ist der im Hintergrund hörbare Lüfter. Auf dem Schreibtisch war er zu vernehmen, unter dem Schreibtisch hat er nicht mehr gestört. Im professionellen Umfeld ist es sicher angebracht, kein thermisches Risiko einzugehen, wer nur SSDs einsetzt, bräuchte das eventuell nicht. Aber hier hat Sonnet weiter entwickelt und in den neuen Gehäusen ein leiseres Modell eingebaut. Unser Testmuster war noch eines der ersten Echo 15+. Sobald wir ein neues Exemplar erhalten, werden wir hier nochmal ein Ohr darauf legen.

Die Ausstattung ist ansonsten ein Traum, die Datenraten der SSDs werden gut ausgereizt, und die zwei vorderen USB-3.0-Ports sind für einen einfachen Zugang sehr praktisch. Dass der Echo 15+ auch noch auf großen rutschfesten Gummifüßen steht, weiß man beim Einstecken eines USB-Sticks zu schätzen.

Die Entscheidung für Thunderbolt 2 geht genau in die richtige Richtung. Auf diese Weise gibt es genug Reserven in der Bandbreite für die vielen Anschlussmöglichkeiten. Ein SSD-RAID, ein 4K-Monitor und eine externe Backupfestplatte, da möchte man beim Brennen einer DVD keinen Abbruch haben, wenn die Bandbreite nicht für die Datenrate reicht. Das kann bei Thunderbolt 2 nicht so schnell passieren.

Der hohe Preis lässt einen erst einmal schlucken. Wenn man dann aber überlegt, wie viele Einzelgeräte (Dockingstation, RAID, Brenner) man sich damit erspart und diese einzeln aufaddiert, ist der Preis angemessen.

Sonnet Echo 15+

Hersteller:

Sonnet Technologies

Preis:

ohne Laufwerk €455,-, mit DVD-Brenner € 629,-, mit DVD-Brenner/BD-Player € 669,-, mit BD-Brenner 699,-

Note:

1,6 gut

Vorzüge:

sehr gute Ausstattung und Datenraten, wertiges Industriedesign

Nachteile:

langsame Slimdrive-Brenner, kein temperaturgeregelter Lüfter

Alternativen:

keine erhältlich, nur Einzelkomponenten

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