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Sound Soap 2

31.07.2005 | 20:57 Uhr |

Programm zum Entfernen von Rauschen, Zischen, Brummen und anderen Störungen

soundsoap
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Kratzgeräusche von Schallplattenaufnahmen finden manche romantisch. Doch für ungetrübten Musikgenuss möchte man diese Störgeräusche wie auch Netzbrummen, Motorgeräusche von Kameras, Bandrauschen von Diktiergeräten oder Windgeräusche beim Interview entfernen. Hier schafft Sound Soap 2 von Bias Abhilfe, das es als eigenständiges Programm und als Plug-in gibt. So kann man Sound Soap 2 in gängige Host-Applikationen wie Cubase oder Logic integrieren. Schon beim Laden des Materials in die Stand-alone-Fassung überzeugt Sound Soap durch die Vielfalt der akzeptierten Formate.

Die Benutzeroberfläche ist eindeutig strukturiert und erklärt sich von selbst. Über den zentral angeordneten, großen Learn-Button setzen wir eine Analyse vorhandener Störgeräusche in Gang. Die besten Ergebnisse erzielen wir durch die Analyse „freistehender“ Störgeräusche, die nicht durch andere Signale überlagert werden. Bietet die Aufnahme nicht diese Möglichkeit, empfiehlt es sich die Analyse an verschiedenen Positionen der Audio-Aufnahme zu starten. Bei zu komplexem Audiomaterial können sonst schon mal leichte Modulationen das Ergebnis beeinträchtigen. Das vom Programm generierte Ergebnis lässt sich anhand der verschiedenen Slidern, Drehreglern und Schaltern individuell nachbessern. Die Arbeitsschwelle kann man mit dem Noisetuner höher oder tiefer setzen. Der Wirkungsgrad wird mit dem Noisereduction-Regler justiert. Die Schwelle zum Entfernen von Klicks und Knacksern lässt sich mit einem gesonderten Slider einstellen. Zum Entfernen von Rumpelgeräuschen bei 40 Hz und darunter sowie Netzbrummen europäischer oder amerikanischer Herkunft (60 Hz / 50 Hz) bietet das Programm separate Schalter. Mit der Preserve-Voice-Funktion lässt sich zum Beispiel eine Interview-Stimme deutlich vom Hintergrund absetzen. Die Frequenzen, die beim Filtern des Materials verloren gegangen sind, lassen sich mit dem Enhance-Slider neu generieren, so dass die Wahrnehmung der Klangfarbe nicht zu sehr verfälscht wird. Der Wirkungsgrad lässt sich grafisch im so genannten Wash-Window überprüfen. Alle vorgenommenen Einstellungen kann man als Presets sichern und wieder abrufen.

Fazit

Sound Soap 2 eignet sich hervorragend für all jene Anwender, die auch ohne große fachliche Vorbildung, öfter Störgeräusche eliminieren wollen. Das intuitiv zu bedienende Programm führt einfach und schnell zu guten und effektiven Ergebnissen. Mit 100 Euro ist das Preis-/Leistungsverhältnis zwar sehr gut, doch für eine einmalige Digitalisieraktion seiner Plattensammlung trotzdem eine hohe Investition. Wem der Leistungsumfang nicht genügt, dem bietet Sound Soap Pro präzisere Bearbeitungsmöglichkeiten. ps

Note : 1,2 sehr gut.

Vorzüge gute grafische Oberfläche, intuitive Handhabung, sehr gute Ergebnisse, sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Nachteile hohe Investition für einmalige Digitalisier-Aktion seiner Plattensammlung

Alternative : Sound Soap Pro

Preis : € (D) 100, € (A) 104, CHF 137

Technische Angaben

Systemanforderungen : ab Power Mac G3, Powerbook oder iBook, mindestens 400 MHz Prozessortakt empfohlen, ab Mac-OS 10.2, Plug-in-Version benötigt kompatible VST Hostanwendung, mindestens 128 MB RAM, 20 MB freier Festplattenspeicher, Stand-alone-Anwendung benötigt Quicktime ab Version 6

Info Bias, www.ridi.com und www.bias-inc.dewww.bias-inc.de

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