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Angry Birds Space HD im Test: Schwerelose Vögel

23.03.2012 | 13:58 Uhr |

Der Nachfolger des weltweiten App-Hits spielt im Weltraum. Funktioniert das Konzept "Vögel, Katapulte und Schweine im Weltall"? Oh ja!

Angry Birds Space _2
Vergrößern Angry Birds Space _2

Der Riesenerfolg Angry Birds hat einen offiziellen Nachfolger bekommen. Die zornigen Vögel ziehen in den Weltraum und haben deshalb mit ganz neuen Herausforderungen zu kämpfen. Als Physikpuzzle ist der Kampf mit den Grundsätzen der Schwerkraft und Trägheit ein zentrales Element für den Spielspaß der Reihe. Statt nur gegen die Gravitation zu kämpfen, tun sich bei Angry Birds Space ganz neue Spielelemente auf. Jetzt schießen wir die Vögel in die Umlaufbahnen von Kleinplaneten oder ins freie Weltall, um damit die räuberischen Schweine zu erledigen.

Denn hier gibt es verschiedene neue Möglichkeiten, die Eier-raubenden Schweine zu bestrafen. Ganz klassisch zerstören wir Strukturen aus Holz, Gestein oder Eis (statt Glas) und erschlagen sie damit. Jetzt gibt es auch neue Methoden:

Hasta la vista, baby!

Im offenen Weltall überleben Schweine nur in einer Schutzblase. Platzt diese, friert das Schwein sofort ein und zerspringt in viele Teile. Schubst der Spieler das grüne Borstenvieh mitsamt seiner Blase ins All, also aus dem Spielbereich, gilt dieses ebenfalls als erledigt. Das wichtigste physikalische Werkzeug ist die Gravitation der Zwergplaneten. Kommen Objekte in die Schwerkraftzone eines Planeten, zieht dieser sie unweigerlich an. Damit kann man Schweine abstürzen lassen oder Felsen auf Planeten regnen lassen und so als Waffe benutzen.

Gleichzeitig kann und muss man die Planeten wie bei einer Sonde einer NASA-Expedition benutzen: Um Schwung zu holen oder den richtigen Winkel zu treffen, schießen wir Vögel um einen oder mehrere Planeten herum. Wegen dieser Neuerungen hat der Hersteller das Schuss-Prinzip leicht verändert. Anders als bei den Vorgängern kann der Spieler jetzt sehen, wie die Flugkurve in etwa verlaufen wird. So kann man erahnen, wie die Flugbahn nach dem Eintritt in die Atmosphäre eines Zwergplaneten verlaufen wird. Außerhalb der Atmosphäre fliegen alle Objekte wie in Wirklichkeit stur geradeaus.

Alte Bekannte im neuen Outfit

Wer die Vorgänger wie Angry Birds, Angry Birds Seasons oder den Ableger "Rio" gespielt hat, der kennt die Protagonisten bereits. In der Space-Variante tragen die Birds "spacige" Brillen und Kostüme im Superhelden-Stil. Dazu gibt es ein paar neue Charaktere wie den Eisvogel, der getroffene Objekte zerbrechlich macht oder den "Scary Bird", der Schweine erschreckt und weniger anfällig gegenüber Gravitation ist - eine der wenigen physikalischen Ausreißer im Spiel.

Dazu gibt es wieder versteckte goldene Eier, die Speziallevel freischalten, schwerere Endboss-Level, bessere Grafik und neue, feine kleine Animationen. Für das neue iPad ist Angry Birds Space bereits weitgehend angepasst.

Fazit

Neue Spielelemente dank Schwerkraft-Physik, neue Charaktere, bessere Grafik und das bei der gleichbleibend hohen Motivation. Auf zur Jagd nach drei Sternen! Abzüge gibt es nur für die lediglich 61 enthaltenen Level. 29 weitere muss man gegen 79 Cent freischalten. Profis sind mit den neuen Levels also spätestens nach wenigen Stunden durch. Von der Faszination und der Suchtgefahr des vermeintlich infantilen Physikpuzzles geht auch in der neuen Umgebung nichts verloren.

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