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Speicher des Mac mit SD-Karten und USB-Sticks erweitern

12.05.2015 | 10:08 Uhr |

128 GB interner Speicherplatz sind wenig, selbst 256 GB reichen nicht immer aus. Zusätzlichen Speicherplatz für unterwegs kann man sich aber mit Speicherkarten für den SD-Karten-Steckplatz oder ultrakompakten USB-Sticks verschaffen.

Aktuelle Macbooks haben nur begrenzten internen Speicherplatz, sofern man nicht gerade die teuerste Konfiguration erstanden hat. Während man zu Hause den Platzmangel mit einem externen Laufwerk oder einer Netzfestplatte beheben kann, ist es unterwegs in der Regel schwieriger.

Oft müssen dann USB-Sticks für zusätzlichen Speicherplatz herhalten. Hier bieten sich Mini-Sticks für den schnellen USB-3.0-Standard an, die wenig aus dem USB-Steckplatz herausragen und so kaum im Weg sind. Eine Alternative sind speziell angepasste Speicherkarten für den SD-Karten-Steckplatz, die kaum oder gar nicht über das Macbook-Gehäuse überstehen. Von beiden Varianten haben wir jeweils drei Modelle getestet.

Aktuelle Macbooks im Test

Im Frühjahr 2015 hat Apple seine Macbook-Reihen überarbeitet und ein neues Gerät herausgebracht: Das Macbook, das jedoch ohne SD-Kartenslot und mit nur einem USB-3.1-Port auskommen muss.

Hier finden Sie die Tests der aktuell erhältlichen Macbooks:

Macbook Air 11 und 13 Zoll (2015)

Macbook 12 Zoll Retina

Macbook Pro 13 Zoll (2015)

Macbook Pro 15 Zoll (2014)

Clever und klein: Speicher für den Kartenslot

Die Anbieter von Speicherkarten für den SD-Kartenslot müssen sich mit einem Problem herumschlagen: Die Steckplätze haben bei den verschiedenen Macbooks unterschiedliche Tiefen. Beim Retina-Macbook mit 13-Zoll-Bildschirm hat der Steckplatz eine geringere Tiefe als beim aktuellen 15-Zoll-Modell, und beim 13-Zoll-Macbook Air ist er nochmals tiefer, genauso wie beim 15 Zöller mit Baujahr bis Frühjahr 2013. Sowohl Transcend als auch Nifty bieten für verschiedene Macbooks angepasste Versionen an, worauf man beim Kauf achten muss, während es von PNY nur ein Modell gibt. Dieses passt bündig nur beim Macbook Air und bei älteren 15-Zoll-Modellen, bei den anderen Macbooks steht die Karte etwas (15 Zoll Retina ab Herbst 2013) oder deutlich (13 Zoll Retina) heraus. Funktionstüchtig sind sie aber trotzdem alle.

Der Speicher von Macbooks lässt sich nicht ohne Weiteres aufrüsten. Externe Lösungen helfen.
Vergrößern Der Speicher von Macbooks lässt sich nicht ohne Weiteres aufrüsten. Externe Lösungen helfen.

Während Transcend mit Jetdrive Lite und PNY mit Storedge Karten mit 64 GB und mit 128 GB anbieten, handelt es sich beim Nifty Mini Drive nur um einen Adapter für Micro-SD-Karten, die man gesondert anschaffen muss, da der Hersteller momentan den Adapter in Deutschland nur mit einer kleinen 4-GB-Karte liefert. Karten bis maximal 128 GB werden unterstützt. Die Kombination aus Adapter und 128-GB-Karte ist aber teurer als Jetdrive und Storedge, da alleine die Karte 90 Euro und mehr kostet. Karten mit 64 GB sind im Verhältnis günstiger, man bekommt sie für etwa 30 Euro. Wobei lang­samere Karten billiger sind als schnelle.

Der Adapter schließt bündig mit dem Macbook-Gehäuse ab, zum Herausziehen liefert Nifty einen Metallhaken mit. Jetdrive und Storedge lassen sich dagegen an dem leicht überstehenden Rand aus dem Speicherslot herausziehen.

Fallen im Betrieb kaum auf: Kurze USB-Sticks

Die getesteten USB-Sticks gibt es jeweils mit maximal 64 GB Kapazität. Der Mini Metal von Verbatim ist mit 30 Millimeter am längsten. Er steht rund 18 Millimeter aus dem Steckplatz heraus und verfügt über einen Schiebemechanismus. Dann verschwindet der Stecker im Metallgehäuse und ein Plastikteil wird herausgeschoben, an dem man die mitgelieferte Trageschlaufe befestigen kann.

Der Leef Supra 3.0 ist teilweise aus Metall und am Ende aus transparentem Plastik gefertigt. Dort ist eine helle LED eingebaut, die bei Aktivität blinkt. Der Stick sitzt sehr fest im USB-Port und steht zehn Millimeter über das Rechnergehäuse heraus.

Der Dritte im Bunde ist der schon auf den ersten Blick besonders kompakte Ultra Ffit von Sandisk . Er steht lediglich acht Millimeter aus dem USB-Port heraus und sitzt ebenfalls sehr fest. Im Lieferumfang enthalten ist eine Plastikschutzkappe für den Transport, die sich allerdings nur schwer abziehen lässt. Vorteil dabei ist: Man kann sie nicht so leicht verlieren. Am Ende des Sticks gibt es zudem eine kleine Öffnung für eine Sicherungsschlaufe.

Für USB 3.0 und Thunderbolt gibt es eine Vielzahl von Speicherlösungen für den Mac.
Vergrößern Für USB 3.0 und Thunderbolt gibt es eine Vielzahl von Speicherlösungen für den Mac.
© Sandisk

Das leisten die Speicher: Praxistests und Bewertung

Die SD-Karten von Transcend und PNY liegen im Praxistest nahe beieinander. Die Messwerte für den Nifty-Adapter sind deutlich niedriger, wobei es jedoch auf die verwendete Micro-SD-Karte ankommt. Wir verwenden eine 64-GB-Karte von Samsung der Klasse 10. Es gibt aber auch schnellere Exemplare, mit denen man bessere Werte erreichen kann, was sich aber auf den Kaufpreis niederschlägt. Sowohl Transcend als auch PNY liefern die Karten ab Werk für Windows formatiert aus, obwohl es sich eigentlich um reine Mac-Produkte handelt. Für den Praxistest formatieren wir sie, wie auch alle anderen Testgeräte, auf das Mac-Format HFS-Plus (Journaled) um.

Filmdatei schreiben (MB/s)

Filmdatei lesen (MB/s)

Ordner schreiben (MB/s)

Ordner lesen (MB/s)

SD-Speicherkarten

Jetdrive Lite 330

64,78

92,81

26,94

142,86

Nifty Mini Drive1

20,35

66,96

16,29

95,24

PNY Storedge

64,25

91,73

31,25

131,15

USB-3.0-Sticks

Leef Supra2

14,21

146,94

11,56

166,67

Sandisk Ultrafit

38,90

140,44

21,56

148,15

Verbatim Mini Metal

17,25

119,32

8,38

142,86

Wer ein Macbook Air oder ein älteres Retina-Macbook mit 15-Zoll Display besitzt, ist mit beiden Lösungen gut bedient. Inhaber neuerer Retina-Modelle bekommen dagegen wegen den angepassten Bauformen nur mit Transcend ein passendes Angebot. Oder sie entscheiden sich für den Nifty-Adapter und Micro-SD-Karte, die aber in der Summe mehr kosten. Vorteil des Mini Drive ist, dass man abwechselnd verschiedene Speicherkarten verwenden kann. 

Bei den USB-Sticks hat der besonders kompakte Ultra Fit von Sandisk im Praxistest eindeutig die Nase vorn. Alle USB-Sticks sind aber beim Schreiben langsamer als die SD-Karten, beim Lesen stehen sie jedoch in nichts zurück. Sie eignen sich daher insbesondere zur Auslagerung der iTunes-Mediathek, in die man meist nur hin und wieder Neues importiert. Die Sticks haben zudem den Vorteil, auch an allen anderen Macs und insbesondere mit dem 11-Zoll Macbook Air zu funktionieren, dem Apple keinen SD-Kartenslot spendiert hat. Was man bei allen Speicherlösungen berücksichtigen muss: Ein Macbook geht nach drei Stunden (bei Modellen vor 2013 nach einer Stunde) Nichtbenutzung nicht in den Tiefschlafmodus (Standby), solange ein USB-Stick oder eine Speicherkarte angeschlossen sind.

Produkt

Jetdrive Lite (Speicherkarte)

PNY Storedge (Speicherkarte)

Nifty Mini Drive (Speicherkarte)

Hersteller

Transcend

PNY

Nifty

Preis

€ 78, CHF 83

€ 80, CHF 85

€ 35, CHF 37

Kapazität

128 GB

128 GB

Nur Adapter

Testurteil

 Vier verschiedene Modelle, gute Praxiswerte  Nicht im Mac-Format eingerichtet

 Gute Praxiswerte  Passt nur für einige Macbooks

 Passende Modelle für alle Macbooks  Kurze Garantie, mit SD-Karte vergleichsweise teuer

Gesamtwertung

1,8 gut

2,0 gut

2,5 gut

Garantie

30 Jahre

5 Jahre

1 Jahr

Produkt

Sandisk Ultra Fit (USB-Stick)

Leef Supra (USB-Stick)

Verbatim Mini Metal (USB-Stick)

Hersteller

Sandisk

Leef

Verbatim

Preis

€ 28, CHF 30

€ 44, CHF 47

€ 34, CHF 36

Kapazität

64 GB

64 GB

64 GB

Testurteil

 Sehr kompakt, preisgüns­tig, gute Praxiswerte  Schutzkappe sitzt sehr fest

 Schickes Design, gute Leseraten  Niedrige Schreibraten, teuer

 Versenkbarer Stecker, schickes Design  Niedrige Schreibraten

Gesamtwertung

2,0 gut

2,6 befriedigend

2,6 befriedigend

Garantie

5 Jahre

5 Jahre

2 Jahre

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