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Test: Photofast i-Flashdrive HD

08.08.2012 | 13:04 Uhr |

Das iPad oder ein iPhone lassen sich nur über iTunes oder diverse Cloud-Speicher mit Daten füttern. Mit dem i-Flashdrive HD ist dies direkt möglich

Das i-Flashdrive ist ein USB-Stick mit einem iPod-Dock-Anschluss auf der anderen Seite. Er lässt sich am Mac mit diversen Daten befüllen und am iPad anschließen, danach lassen sich die Daten dort verwenden. Dabei ist der kleine weiße Speicher so schmal, dass man ihn auch bequem an den USB-Anschluss einer Apple-Tastatur anstecken kann. So die Kurzfassung, allerdings gibt es dabei einige Besonderheiten und Einschränkungen.

Am Mac angeschlossen ist das das Photofast i-Flashdrive HD ein herkömmlicher USB-Speicherstick.
Vergrößern Am Mac angeschlossen ist das das Photofast i-Flashdrive HD ein herkömmlicher USB-Speicherstick.
© Photofast
Das Photofast i-Flashdrive HD kann man an jedes iPhone oder iPad anschließen, das mindestens iOS 5.1 verwendet
Vergrößern Das Photofast i-Flashdrive HD kann man an jedes iPhone oder iPad anschließen, das mindestens iOS 5.1 verwendet
© Photofast

App

Damit man die Daten auf dem i-Flashdrive am iPad oder iPhone verwenden kann, lädt man zunächst die kostenlose App „i-FlashDrive“ herunter, der Funktionsumfang ist hier für beide Geräte gleich. Bislang lassen sich die Daten auf dem i-Flashdrive HD nicht verschlüsseln, dies soll mit der nächsten Version der App möglich sein. Das Tool bietet zudem die Möglichkeit, alle Kontakte auf dem USB-Stick zu speichern und als Vcard zu exportieren. Dies klappt im Test bei über 500 Kontakten problemlos innerhalb weniger Sekunden. Im Bereich „Speicher“ hat man die Wahl zwischen externem und internem Speicher. So lassen sich Daten, die sich auf dem i-Flashdrive HD befinden, auf den internen Speicher des iPad oder iPhone kopieren beziehungsweise verschieben. Dies ist ebenso für den Dropbox-Speicher möglich, sofern man hier einen Account besitzt.
Filme, Musik, Fotos sowie PDF- und Textdokumente kann man direkt mit der App „ i-FlashDrive“ öffnen und betrachten. Reine Textdokumente lassen sich editieren, wenn auch nur sehr rudimentär. Textdokumente kann man zum Weiterbearbeiten an andere Apps übergeben sowie via Airprint drucken, das gilt aber nicht für reine Textdateien mit der Endung „.txt“.

Die kostenlose App für das Photofast i-Flashdrive HD lässt sich einfach bedienen.
Vergrößern Die kostenlose App für das Photofast i-Flashdrive HD lässt sich einfach bedienen.

Videos, Fotos und Musik

Filme kann man direkt betrachten, die App „i-FlashDrive“ unterstützt jedoch kein Airplay, um den Film direkt zum Apple TV zu streamen. Auch lassen sich Filme nicht mit anderen Apps öffnen, die dies könnten. Laut Photofast arbeitet man bereits an einer Airplay-Unterstützung. Musik lässt sich über einen einfachen Player wiedergeben und auf den internen Speicher des iPad kopieren. Allerdings ist es nicht möglich, die mit iTunes synchronisierte Musik zu kopieren und per Airplay zu streamen oder die Musik auf dem i-Flashdrive der Apple-App „Musik“ zuzuführen. Dies ist bei Fotos immerhin möglich: Über ein kleines Icon der Foto-Vorschau kann man Fotos in die Camera-Roll von Apple übertragen und diese so mit Apples App „Fotos“ betrachten. Das System erkennt die Fotos wie Aufnahmen mit der iPad-Kamera, daher sollten Dropbox-Benutzer in den Voreinstellungen der Dropbox-App den Kamera-Upload deaktivieren , wenn die so übertragenen Fotos nicht auch im Dropbox-Speicher landen sollen.

Geschwindigkeit

Die erste Version des i-Flashdrive HD, also ohne den Zusatz „HD“, konnte uns im Test nicht überzeugen. Zu langsam war die Übertragungsrate, allein für das Anzeigen eines Fotos musste man rund 15 Sekunden warten. Das hat sich mit der zweiten Generation gründlich geändert, jetzt wartet man rund zwei Sekunden auf die Vorschau eines rund 2,5 MB großen JPEG-Fotos, wenn man es direkt vom i-Flashdrive HD öffnet. Bei unserem Kopiertest eines 200 MB großen Fotoordners auf den iPad-Speicher messen wir respektable 1,33 Minuten, doch der Weg zurück dauert systembedingt länger. Denn wenn man den gleichen Ordner wieder zurück auf den i-Flashdrive HD kopiert, wartet man 4:37 Minuten.
Für unseren Test der Filmwiedergabe verwenden wir einen mit Eye-TV aufgenommenen Spielfilm, den wir als H.264-Film exportiert haben. Die Spieldauer beträgt knapp über 90 Minuten, die Dateigröße 2,3 Gigabyte. Nach rund zehn Sekunden fängt die Wiedergabe an, dies ist durchaus im akzeptablen Rahmen. Bei unserem Kopiertest dieses Videos braucht der i-Flashdrive am Mac angeschlossen knapp neun Minuten und am iPad angeschlossen für die Übertragung auf den iPad-Speicher mit knapp 16 Minuten etwa doppelt so lange.

Empfehlung

Sehr gut eignet sich der i-Flashdrive HD, um spontan Bilder, Videos und Musik auf das iPad zu übertragen beziehungsweise um diese Medien direkt vom i-Flashdrive wiederzugeben. Praktisch ist er auch, um PDF-Dokumente zu lesen. Die Integration mit den Apple-Apps fehlt jedoch weitestgehend, dies ist systembedingt nicht möglich. Eine Airplay-Unterstützung wäre wünschenswert und soll in einer späteren App-Version folgen, allerdings noch nicht in der nächsten.

i-Flashdrive HD

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