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Spiegelreflex auch für den Profi

13.02.2008 | 12:00 Uhr |

Dank Liveview kann sich das Fotografierverhalten von Spiegelreflexfotografen ändern. Auch drei der hier getesteten Mittelklasse-DSLRs haben diese Sucheralternative an Bord.

Glücklicherweise hört hier die technische Parallele zur Kompaktkameraklasse auf, denn die Mittelklasse-DSLR-Kameras liefern sich kein Megapixelrennen wie bei Vertretern der Kompaktkameraklasse, bei denen die zunehmende Zahl der Sensor-elemente in der Regel nicht mehr mit einer gesteigerten Bildqualität einhergeht. Mit zehn bis zwölf Megapixel können sich die aktuellen Mittelklasse-DSLRs bei der Sensorauflösung noch nicht einmal von den Einsteigervarianten im DSLR-Markt absetzen. Andererseits sind die zwei Hersteller mit den größten Anteilen am Marktkuchen, Canon und Nikon, auch darauf bedacht, die Mittelklasse von ihren reinen Profi-Kameras abzugrenzen. Und selbst bei der Spitzenklasse führen mehr Megapixel als zur Zeit verwendet zu Argumentationsnöten. Für Olympus und Sony stellen ihre Vertreter die momentanen Spitzenmodelle dar. Und für alle vier hier besprochenen Modelle gilt: Sie sind durchaus Werkzeuge, die auch Profis in die Hand nehmen.

Die neue Mittelklasse

Zwei der Testkandidaten setzen eine erfolgreiche Produktlinie fort. Canon schickt mit der EOS 40D den Nachfolger der EOS 30D ins Rennen, der mit 10,1 Megapixel nun auch mit der Sensorauflösung der Einsteigervariante EOS 400D mithält. Nikons D300 löst die D200 ab und ist wie ihre Vorgänger der schärfste Konkurrent der aktuellen Canon-Mittelklasse, diesmal jedoch mit zwei Megapixel mehr Sensorauflösung. Olympus bringt jetzt nach langen Jahren mit der 10,1-MP-Kamera E-3 ein neues Spitzenmodell auf den Markt, für das sich selbstredend nur Objektive nach dem von Olympus postulierten Four-Thirds-Standard eignen. Die dabei versprochene kompaktere Bauweise des Gehäuses löst die E-3 jedoch nicht ein, sie ist vielmehr zusammen mit der Nikon D300 trotz kleinerer Sensorfläche der wuchtigste Bolide im Test – was nicht von Nachteil ist, denn schwerere Gehäuse neigen weniger zum Verwackeln beim Auslösen als die Leichtbauweisen. Sony schickt sein aktuelles Spitzenmodell Alpha 700 zum Test. Nach Übernahme der DSLR-Sparte von Konica-Minolta ist diese Kamera als Nachfolgerin der Minolta Dynax 7D einzustufen und das Erbe zeigt sich in einigen Details der Kamera. Der Megapixelsprung gegenüber der Vorgängerin ist gewaltig und mit 12,25 Megapixel (alle Angaben sind die Effektivwerte) liegt die Alpha 700 fast gleichauf wie Nikons D300.

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