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Test Olympus E-620: Digitale Spiegelreflexkamera mit schwenkbaren Display

20.05.2009 | 19:00 Uhr |

Olympus hat das Liveview bei den Spiegelreflexkameras erfunden und ist bei dieser Disziplin auch besser als seine Konkurrenten. So kommt einem das schwenkbare Display der E-620 auch sehr gelegen, man kann aus jeder Perspektive fotografieren. Nur Videos aufnehmen wie ihre direkte DSLR-Konkurrentinnen Canon EOS 500D und Nikon D5000 kann sie nicht.

Olympus ist der Kompromiss aus möglichst kompakten Gehäuseformen und sicheren Halt gut gelungen. Die Kamera liegt trotz dezent ausfallender Griffwulst gut in der Hand, an den Haltepunkten sind auch ausreichend gummierte Flächen. Auch beim Bedienkomfort macht die E-620 eine gute Figur. Die Bedienung ist einfach und nahezu selbsterklärend. An alle Steuerelemente, die übrigens beleuchtet sind, gelangt man gut und schnell, auch alle Einstellungen kann man flott treffen.

Fünf Szenenmodis bietet die Kamera direkt am Wählrad, 13 weitere unter der Auswahl Art-SCN, bei den man auch sechs kreative Bildkompositionen erstellen kann, darunter Weichzeichner sowie körniger Film. In diesem Fall braucht aber die Kamera teilweise einige Sekunden bis sie für die nächste Aufnahme bereit ist. Außerdem bietet bereits iPhoto die meisten dieser Effekte.

Gut gefällt die Taste für die Wahl des Autofokuspunktes, die man über den Daumen sofort erreicht. Den passenden Autofokuspunkt wählt man dann per Drehrad. Nur die Wahl des AF-Feldes ist etwas gewöhnungsbedürftig. Hierzu hat die Kamera wie die Canon EOS 500 ein AF-Funktionsknopf auf der Rückseite der Kamera, die man gedrückt hält und gleichzeitig das Einstellrad dreht, bis man den gewünschten Fokuspunkt erreicht hat. Das ist allerdings mühsam, da man beide Elemente gleichzeitig nicht komfortabel bedienen kann.

Für ambitionierte Fotografen bietet die Olympus E-620 teils mehr als beispielsweise die Canon EOS 500D. So verwendet die Kamera einen Bildstabilisator mit drei Einstellungen: "1" ist der herkömmliche Stabilisator, "2" schaltet die horizontale Bildstabilisiereung aus (für horizontales mitziehen,) und "3" schaltet die vertikale Bildstabilisiereung aus, für vertikale Schwenks.

Das Display der Olympus E-620 lässt sich in alle Richtungen drehen.
Vergrößern Das Display der Olympus E-620 lässt sich in alle Richtungen drehen.
© Olympus

Auch bietet die E-620 mehr Bracketing-Funktionen als die Canon EOS 500D: Neben Belichtungsreihen sind beispielsweise Reihenaufnahmen für den Weißabgleich und die Empfindlichkeit (ISO) möglich. Die herausragrende Funktion der Kamera ist indes das Display. Es lässt sich zur Seite hin ausklappen und in alle Richtungen drehen - so kann man aus jeder beliebigen Position im Liveview-Modus Fotos erstellen. Zwei Speicherkarten lassen sich verwenden: Eine xD Picture Card sowie eine Compactflash Card. Will man die Panorma-Funktion der KAmera verwenden, muss man allerdings eine xD Picture Card verwenden, alle anderen Funktionen lassen sich auch mit eine Compact Flash Card verwenden.

Auf eine Video-Funktion muss die Olympus E-620 verzichten. In ihrer Preisklasse bieten hier die Canon EOS 500D ( siehe Test ) und die Nikon D5000 die Möglichkeit der Videoaufnahme, auch die Nikon D90 bietet sich hier als Alternative.

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