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Ersteindruck: Jurassic Park -The Game

28.11.2011 | 10:25 Uhr |

Auf den Spuren von Steven Spielberg wandelt die Spiele-Umsetzung der Geschichte durch Telltale Games nach einem Roman von Michael Crichton. Die Inszenierung ist spannend, hat aber nur am Rande mit einem echten Computerspiel zu tun.

Telltale Games Jurassic Park
Vergrößern Telltale Games Jurassic Park

Wir haben die erste Episode von insgesamt vier durchgespielt und werden am Ende eine vorläufige Empfehlung aussprechen, ob sich die knapp 30 Euro für die Anschaffung lohnen oder nicht. Jurassic Park - The Game spielt zur Zeit des ersten Kinofilms von 1993. Der unzufriedene Computerexperte Dennis Nedry, Angestellter in dem gigantischen Dino-Park, hat einige Dinosaurier-Embryos gestohlen, um sie für einen üppigen Betrag weiterzuverkaufen. Um von der Insel Isla Nublar in der Nähe von Costa Rica zu fliehen, hat er die elektrischen Sicherheitsvorkehrungen außer Kraft gesetzt, wodurch auch die teils äußerst gefährlichen Dinosaurier wie Velociraptor oder Tyrannosaurus Rex freikommen und ihr Unwesen auf der Insel treiben können. Wer sich - ähnlich wie wir selbst - nicht mehr an alle Details erinnert oder den Film nie gesehen hat, findet beispielsweise bei Wikipedia eine übersichtliche Zusammenfassung des Geschehens.

Mit Ducken und Springen Dinosauriern ausweichen

Hier jedenfalls setzt das Spiel ein, wobei es zumindest in der ersten Episode vorwiegend um Figuren wie den kriminellen Computerexperten geht, der die Dino-Embryos in einer präparierten Dose Barbasol (Rasierschaum) untergebracht hat und mit einer vorwiegend spanisch sprechenden Söldnerin auf der Flucht ist. Parallel spielen wir in der Rolle des Tierarztes Dr. Harding und seiner Tochter, die sich so sehr nach der Begegnung mit leibhaftigen Dinosauriern sehnt und davon mehr als genug bekommen wird. Denn sehr schnell zeigt sich, wie gefährlich diese in freier Wildbahn sind. Immer wieder müssen wir den geklonten Urtieren in unterschiedlichen Rollen ausweichen oder entkommen, bevorzugt durch Springen, Rollen und Ducken. Hierzu bedarf es teils recht flotter Hiebe auf die Pfeil- oder WASD-Tasten des Keyboards, mal rauf, mal runter, mal seitlich. Manchmal hackt man auch mehrfach hintereinander darauf, um die benötigte Kraft oder Anstrengung zu simulieren. Tatsächlich kann man auch sterben, doch nach einem schnellen Klick darf man erneut versuchen, die Herausforderung zu meistern.

Häufig ist die Umgebung im Dschungel oder in einem der Gebäude auf der Insel zu durchsuchen. Hierzu bewegt man seine Spielfiguren nicht selbst, sondern das Bild per Pfeiltasten waagerecht und senkrecht über das Display und findet so leicht die offensichtlichen Hotspots, die sich von einem Fragezeichen in eine Lupe verwandeln und auf die dann nur noch zu klicken ist, um die gewünschte Aktion oder Untersuchung auszulösen. Und um ehrlich zu sein: Sehr viel mehr passiert denn auch nicht. Autos fahren automatisch, Hubschrauber (ab der zweiten Episode) fliegen von allein, und nur beim Betäubungsgewehr von Dr. Harding müssen wir ebenfalls durch Bewegungen der Pfeiltasten Laden, Zielen und Schießen simulieren. Das fällt selbst kleinen Kindern schon leicht, doch gerade für die ist das Spiel aufgrund einiger unheimlicher und blutiger Szenen nicht unbedingt geeignet.

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