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Rezension: Adventure Jade Rousseau Episode 1: Die geheimen Evangelien

16.05.2011 | 13:34 Uhr |

Ein solches Spiel von den Machern von Ankh und Jack Keane kommt unerwartet: Jade Rousseau ist ein Genremix aus Adventure, interaktivem Roman und Wimmelbild-Rätseln. So lahm die Präsentation stellenweise ist, entwickelt Teil 1 der Reihe doch einen eigenen Charme, der immer wieder Lust zum Weiterspielen macht.

Adventure Jade Rousseau: 3 Das Spiel beginnt mit einem Wimmelbild nach einem schweren Unfall
Vergrößern Adventure Jade Rousseau: 3 Das Spiel beginnt mit einem Wimmelbild nach einem schweren Unfall

Jade Rousseau ist eine junge blondhaarige Ermittlerin, die es in die Polizeistation eines kleinen italienischen Bergdorfes verschlägt. Schon auf der Anfahrt erleidet sie einen schweren Unfall, bei der sich ihr Wagen überschlägt. Doch Jade ist tough, und so erscheint sie trotz allem bald fertig zum Dienst bei einem allerdings äußerst dubiosen vorgesetzten Polizeioffizier. Und auch ihr neuer Partner, der sich offensichtlich besonders cool findet und gern einen tiefen Blick auf seine Brusthaare ermöglicht, ist nicht so recht einzuordnen. Auf jeden Fall scheint er mehr zu sein als ein einfacher Dorfpolizist.

Da in der Polizeistation eingebrochen wurde, gilt es zunächst, diesen Vorgang näher zu untersuchen. Die Spur führt schließlich zu der Abtei von Sant' Antonio. Selbstverständlich ist, wie es sich für das Verschwörungsgenre gehört, auch der dortige Abt ein undurchsichtiger Mensch, der offenbar etwas zu verbergen hat.

Komplexe Wimmelbilder, leichte Rätsel

Welche Ermittlungen vorzunehmen und welche Rätsel zu lösen sind, erfährt man in einem kleinen Fenster am unteren Bildschirmrand. Handelt es sich darum, in einem Wimmelbild zahlreiche Gegenstände aufzuspüren, indem man sie an der passenden Stelle anklickt, zeigt dieses Fenster die Art und Anzahl der zu findenden Objekte an und zählt sie bei Erfolg herunter. Das können etwa Kreuze oder Schaufeln, Schlüssel oder Messer sein. Diese Gegenstände sind teils unglaublich schwer zu erkennen, so dass man für die integrierte Hilfe dankbar ist. Ein Handy am unteren Bildschirmrand rechts meldet hin und wieder den Eingang einer SMS mit akustischem und optischem Signal. Am Anfang wissen wir überhaupt nicht, was das bedeuten soll und klicken verzweifelt auf das SMS-Symbol auf dem Handy-Display. In Wahrheit jedoch soll man darunter das Fragezeichen auf der Handy-Tastatur anklicken, dann erhält man einen kurzlebigen Hinweis, wo sich ein weiteres Objekt versteckt hat oder welche Richtung als nächstes einzuschlagen ist. Dass man diese Hilfeoption nur durch Trial-and-Error herausfinden kann, liegt vor allem daran, dass in der DVD-Verpackung keinerlei Benutzer-Handbuch oder Booklet vorhanden ist, was einen etwas lieblosen Eindruck hinterlässt. Die gelegentlichen Rätsel, die neben den vorherrschenden Wimmelbildern auftauchen, sind in der Regel leicht zu lösen. Manche sind in der Form von Minispielen angelegt. Hat man nach einer gewissen Zeit etwa ein Puzzle nicht gelöst, kann man dies das Programm per Knopfdruck erledigen lassen.

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