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Spieletest: Shrek 2

06.09.2004 | 13:00 Uhr |

Noch lief der zweite Teil des Oger-Abenteuers in deutschen Kinos, da war schon die Mac-Spielversion zur Auslieferung bereit.

Unterwegs im WWW - womit im Kontext der Fantasy-Welt von Shrek 2 das Märchenland "Weit Weit Weg" gemeint ist. Ähnlich wie im Film sind Prinzessin Fiona und der Oger für unsere Begriffe ziemlich hässlich, aber zusammen glücklich. Weil ihnen dies die Eltern der Prinzessin nicht gönnen wollen - sie hätten es lieber, wenn Fiona den "normal" aussehenden Prince Charming heiratete - muss sich Shrek gemeinsam mit dem Esel auf den Weg machen, um den Happy-End-Trank zu finden und die Gute Fee am Ende zu besiegen. Dabei stoßen sie zunächst auf den Widerstand des gestiefelten Katers, der sich aber Shrek nach dem ersten gewonnenen Duell anschließt. Fortan steuert man abwechselnd - je nach Spielsituation automatisch, das lässt sich anders als in der Konsolen-Variante nicht frei auswählen - eine der drei Figuren.

Spannende, aber leichte Action mit Rollenspielchen

Schnell entpuppt sich Shrek 2 als ein zwar herkömmliches, dafür aber sehr lebhaft und spannend gemachtes Action-Adventure mit zahlreichen Jump-and-Run-Einlagen. Die Steuerung der Spielfiguren ist komplett über die Tastatur möglich und erfreulicherweise konfigurierbar. Wer in 3D-Shooter-Manier lieber die Maus benutzt, kann dies fürs Schlagen und Springen ebenfalls tun. Abgesehen von den Genre-üblichen kleineren Hakeleien kamen wir damit insgesamt sehr gut durch die Level. Speichern ist nur möglich, wenn Roy, die (eigentlich: "der") Speicherfee auftaucht. In der nächsten Folge von (T)Raumschiff Surprise dürfte dieser(m) eine Nebenrolle gewiss sein. Übrigens wird pro Spieler jeweils ein eigenes Speicherslot angelegt, es ist nicht möglich, einen bestimmten Spielstand separat zu sichern, um dorthin bei Bedarf zurückzukehren. So rennt, tobt und kämpft man sich durch die abwechslungsreich und grafisch recht aufwändig gestalteten Abschnitte. Man sammelt schwebende Goldmünzen auf, mit denen man sich in den durchgeknallten "Gute-Fee-Läden" Zaubertränke einkauft, um die Gegner etwa einzufrieren, zu schrumpfen oder mit einem unausstehlichen Gestank lahm zu legen. Zur Anwendung kommen diese freilich nur selten, schon mit ein wenig Übung erledigt man die meisten Bauern, Banditen, Ritter oder auch um sich schlagende Bäume inklusive der meisten Endgegner fast etwas zu einfach. Shrek haut dabei am liebsten einfach drauf, der Esel schlägt vornehmlich rückwärts mit den Hufen aus, wogegen der gestiefelte Kater elegant mit dem Degen ficht. Überhaupt hat uns diese Spielfigur am meisten Spaß gemacht, mit ihm im Verbund kommt das schönste Action-Feeling auf. Doch wie gesagt, das ist nicht frei wählbar, passend zu einer Spielsituation wechselt man im Spiel automatisch die Rolle. So ist der Kater nicht nur flotter im Kampf und kann höher springen, er schlängelt sich als einziger auch durch enge Kanalisationsabschnitte. Shrek dagegen kann es mit ganzen Horden von Räubern oder Rittern aufnehmen. Und auch der Esel hat sein Gutes, besonders wenn man ihn eine Zeit lang als weißes Pferd spielt, so wie Shrek sich vorübergehend in einen edlen Kämpfer verwandelt. Wirklich nervt in fast allen Rollen und Levels die Penetranz der vorgeblich coolen Sprüche unserer Helden. Besonders wenn sie diese ständig wiederholen, am schlimmsten treibt es dabei der Esel. Da hilft nur Ohren auf Durchzug schalten und so schnell wie möglich weiter kommen. Im Gegensatz dazu sind musikalische Untermalung sowie Sound-Kulisse gelungen.

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