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Spring Cleaning 7.0.1

21.09.2004 | 11:55 Uhr |

Spring Cleaning bietet aus einer Hand für eine Säuberung der Festplatte 18 Such- und Verwaltungswerkzeuge wie Language File Finder, Document Finder und Alias Fixer. Sinn und Zweck der Toolsammlung ist es, unnötig belegten Festplattenspeicher frei zu bekommen.

In der aktuellen Version 7.0.1 neu hinzugekommen sind die Tools System Snapshot, SizeManager und Logs & Temporary Items Finder. Der SizeManager bietet eine fein justierbare Suche nach Dateien einer gewissen Größe, der Logs & Temporary Items Finder fahndet nach Log- und temporären Dateien. Das als extra Applikation kommende Tool System Snapshot zeigt nach Scan-Vorgängen Dateien an, die beispielsweise neu kreiert oder entfernt wurden, und bietet so einen schnellen Überblick über Veränderungen.

Nach der problemlosen Installation der amerikanischen Version arbeitet Spring Cleaning in allen Funktionsbereichen wie angegeben. Installations- oder Funktionsprobleme wie sie in Internetforen angeführt werden, sind im Test nicht aufgetreten. Die mit Spring Cleaning gefunden Daten lassen sich unter anderem löschen, stuffen, verschieben, vergleichen sowie belassen. Abgesehen von Warnungen vor einem unbedachten Beseitigen, bekommt ein Anwender alle Suchergebnisse ohne weiterführende Entscheidungshilfen aufgezeigt. Damit sind Systembeschädigungen möglich und bei einem unkundigen Anwender sogar wahrscheinlich. Dies gilt besonders für das Löschen von Sprachpaketen, ohne die Programme teilweise nicht mehr funktionieren und deren Größe sie aber eher zum Löschen prädestiniert. Und wer weiß schon bei gefundenen anscheinend unnötigen Systemdateien, ob diese beim nächsten Systemupdate von Apple nicht zwingend notwendig sind. Diese Gefährdung der Funktionalität führt zur Abwertung bei der Benotung.

Die Suchvorgänge mit einem G4/1,25 und einer mit 25 GByte Daten belegten Festplatte variieren zwischen einer halben Minute beim Alias Fixer sowie bis zu 24 Minuten bei der Suche nach beschädigten Packages. Auf einem älteren G3-Rechner mit Mac OS X 10.3.5 und einer belegten Festplattengröße von 2,2 GByte kommt es zu unakzeptable langen Suchvorgängen sowie Programmabstürzen. Die im Test auf einem Arbeitsrechner aufgefundenen überflüssigen Dateien bewegen sich vorwiegend im ein- und zweistelligen kb-Bereich; die aufgelisteten größeren Dateien sind dagegen meistens unverzichtbar.

Fazit

Zwar ist das Gesamtpaket aller Lösch- und Suchoptionen von Spring Cleaning auf den ersten Blick interessant. Die Gefährdung der Funktionalität von Programmen und des Betriebssystems wiegt den kleinen Plattenspeichergewinn aber nicht auf. Besser beraten ist man mit dem Kauf einer zusätzlichen Festplatte der Größe 40 GByte - falls ein Einbau möglich ist. 40 GByte erhält man zurzeit ebenfalls für rund 40 Euro. Ansonsten ist eine strenge Verwaltung der eigenen Daten zu empfehlen.

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