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Steelseries Sensei Wireless im Test

22.05.2014 | 14:00 Uhr |

Die drahtlose Sensei Wireless bietet Cloud-Synchronisation, variable Beleuchtung, einen hochauflösenden Lasersensor und noch vieles mehr. Ob das dem anspruchsvollen Gamer genügt, erfahren Sie im Test.

Die Sensei-Gaming-Maus aus dem Hause Steelseries ist keine Unbekannte: Das Original kam bereits 2012 auf den Markt und konnte mit präzisen Handling und hochwertiger Verarbeitung punkten. Die weiterentwickelte Sensei Wireless soll sich nun „jeglichem Leistungsniveau“ anpassen und vor allem auch mit einer praktisch nicht vorhandenen Verzögerung beeindrucken. Außerdem steht die Individualisierung im Vordergrund, denn neben der Empfindlichkeit und Auflösung lässt sich beispielsweise auch die Lift-Off-Distanz beliebig verändern, genau wie die Polling-Rate und die Beschleunigung.

Drahtlos, symmetrisch und mit Ladestation

Die Sensei ist zurück mit der beliebten symmetrischen sowie handlichen Form für Rechts- oder Linkshänder. Hauptsächlich besteht der Nager aus Plastik mit Soft-Touch-Oberfläche. Dem Nutzer stehen insgesamt acht beliebig programmierbare Tasten zur Verfügung. Daumentasten sind somit auf beiden Seiten vorhanden. Mit einer Breite von knapp 7 Zentimetern und einer Länge von fast 13 Zentimetern fällt die Maus für unseren Geschmack etwas klein und schmal aus. Des Weiteren fällt uns auf, dass der hintere Teil der Maus etwas schwerer ist als der vordere, denn hier sitzt der fest verbaute Akku. Wer seine Maus häufig anhebt, dem dürfte dieser Umstand schnell auffallen.

Der LED-Ring auf der Basisstation kann unter anderem auch den Akkustand der Maus anzeigen.
Vergrößern Der LED-Ring auf der Basisstation kann unter anderem auch den Akkustand der Maus anzeigen.
© Steelseries

Die Sensei Wireless benötigt für den Betrieb kein nervendes Kabel – so viel hätten Sie vermutlich auch schon aus der Modellbezeichnung herausgelesen. Der wahre Clou ist aber, dass Sie die Maus auf Wunsch dann doch mit einem (gesleevten) USB-Kabel betreiben können. So lässt Sie die Sensei auch bei leerem Batteriestand nicht im Stich. Möchten Sie dem „Wireless“ aber alle Ehre erweisen, dann findet das Kabel seine Verwendung an der mitgelieferten Ladestation, die aus stabilen Metall und Plastik besteht.

Doch auch hier sorgt Steelseries für einen auffälligen sowie recht nützlichen Akzent: Eine LED-Leiste zeigt die aktuelle Akkuladung des Nagers und färbt sich entsprechend. Grün für über 20 Prozent, Gelb für 20 bis 5 Prozent und Rot für einen Akkustand von unter 5 Prozent. Doch der Farbeffekt ist nicht in Stein gemeißelt und lässt sich nach Ihren Wünschen verändern, zum Beispiel in ein dauerhaftes Leuchten oder „Atmen“ in beliebigen Farben – 16,8 Millionen an der Zahl (hier vertrauen wir dann doch auf die Herstellerangaben und zählen nicht nach).

Mit einer Polling-Rate von 1000 Hz weist die Maus eine Reaktionszeit von nur einer Millisekunde auf. Besonders in Spielen ist dieser Wert bei drahtlosen Eingabegeräten von entscheidender Bedeutung, da es hier um die Zeit von Tastendruck bis Umsetzung handelt. Und in der Praxis, also in klicklastigen Spielen wie Diablo 3 hat uns die Sensei Wireless kein einziges Mal enttäuscht oder träge reagiert. Die vorgenommenen Änderungen lassen sich in der Steelseries-Cloud speichern, sofern Sie zuvor ein entsprechendes kostenloses Konto eingerichtet haben.

Technische Daten

Steelseries Sensei Wireless

Abmessungen (H x B x L)

4,1 x 6,9 x 12,9 Zentimeter

Gewicht

120 Gramm

Tastenanzahl

8

Frei belegbar

Ja

Mausrad

2-Wege

Sensortyp / -bezeichnung

Laser / Pixart ADNS 9800

Maximale Auflösung in DPI

8200 DPI / 16400 DDPI

Polling-Rate

1000 Hertz

Profil- / Makrofunktion

ja / ja

Onboard-Speicher (Kapazität)

nicht vorhanden

Verbindung

drahtlos / USB-Kabel, 2 Meter

Weitere Ausstattung / Besonderheiten

integrierter Akku (16 Stunden Laufzeit), gesleevtes Kabel, 16,8 Millionen Farben für Beleuchtung, Cloud-Synchronisation, beleuchtete Ladestation

Fest verbauter Akku – Problem?

Allerdings lässt uns der verbaute Akku ins Grübeln geraten, denn wechselbar ist das gute Stück leider nicht. Laut Steelseries soll eine volle Batterie für 16 Stunden drahtlosen Spielgenuss vorhalten. Doch zum jetzigen Zeitpunkt sind wir uns noch nicht sicher, wie gut die Maus das ständige Auf- und Entladen über die Basisstation verträgt. Denn sobald sie keine Akkuladung mehr halten kann, ist die Maus auf das USB-Kabel angewiesen und Sie dürfen die doch recht schicke Ladestation im Hardware-Schrank einmotten.

Die Beleuchtung beschränkt sich aber nicht nur auf die Ladestation, auch die Sensei selbst besitzt zwei LEDs: Eine im Mausrad und eine im Steelseries-Logo. Auch hier lässt sich das Farbschema einstellen und unter anderem auch wieder der Akkustand anzeigen. Das Logo auf der Rückseite kann sich sogar automatisch abschalten, sobald Sie es mit der Hand verdecken. Als weiteres Energiespar-Feature dürfen Sie auch die Zeit definieren, nach wie viel Minuten sich die Maus in den Standby-Modus schaltet.

Das symmetrische Design finden wir gut, doch im allgemeinen fällt die Maus unserem Geschmack nach etwas klein aus.
Vergrößern Das symmetrische Design finden wir gut, doch im allgemeinen fällt die Maus unserem Geschmack nach etwas klein aus.
© Steelseries

Individuelle Anpassung wird groß geschrieben

Wie bei anderen Steelseries-Produkten gibt sich auch die Sensei Wireless als überaus anpassungsfreudig, nicht nur in Bezug auf Beleuchtung. Wie eingangs erwähnt ist die Empfindlichkeit von 50 bis 8200 CPI (Counts per Inch) regelbar. Übrigens sind CPI gleich zu DPI (Dots per Inch) und definieren das Verhältnis zwischen Mauszeiger und tatsächlicher Bewegung – also wie weit sich der Cursor bewegt, wenn ich die Maus über das Pad schubse. Alle Einstellungen nehmen Sie in der Treiber-Software Steelseries Engine 3 vor, die die CPI-Zahl unter anderem auch softwareseitig auf unglaubliche 16400 hochschrauben kann. Einen realistischen Einsatz für eine derart utopische Auflösung haben wir allerdings nicht gefunden. Über die Taste unter dem Scrollrad lässt sich im laufenden Betrieb zwischen den beiden eingestellten CPI-Stufen umschalten.

Hinzu kommt noch die Maus-Beschleunigung und –Verzögerung, die sich beide per Schieberegler stufenlos verändern lassen. Allerdings zeigt Ihnen das Programm nicht an, wie viel Sie tatsächlich hinzufügen oder reduzieren, weshalb Sie erst einmal versuchen müssen, wie es Ihnen am besten gefällt. Standardmäßig ist die Option deaktiviert, was uns auf jeden Fall gepasst hat.

Die Lift-Off-Distanz oder der Hubabstand lässt sich von einem bis fünf Millimeter einstellen, auch das sogenannte Angle-Snapping lässt sich verändern. Wir haben die Option deaktiviert, da wir eine Begradigung unserer Mausbewegungen nicht benötigen. Zu guter Letzt lässt sich auch die Polling-Rate herunterregeln, doch für eine drahtlose Maus empfehlen wir stets den höchsten Wert, da es ansonsten zu verzögerten Eingaben kommen kann.

Die Steelseries Engine 3 sorgt für die Cloud-Synchronisation und gewährt etliche Einstellungen.
Vergrößern Die Steelseries Engine 3 sorgt für die Cloud-Synchronisation und gewährt etliche Einstellungen.

Test-Fazit zur Steelseries Sensei Wireless

Die Sensei Wireless weiß zu beeindrucken, egal ob die Maus an einem Kabel hängt oder nicht. Nur wenige andere drahtlose Eingabegeräte bieten eine derart hohe Polling-Rate und einen hohen Grad an Individualisierung. Gefallen haben uns auch die durchaus nützliche LED-Beleuchtung, die durchgängig hochwertige Verarbeitung und die Synchronisation über die Cloud. Und dank des symmetrischen Designs ist die Sensei für Links- und Rechtshänder geeignet.

Gedanken machen wir uns aber vor allem wegen des fest verbauten Akkus – erst im Langzeittest lässt sich hier herausfinden, ob das mehrmalige Auf- und Entladen am Tag sich negativ auf die Laufzeit auswirkt. Hinzu kommt, dass die Maus dadurch an der Rückseite etwas schwerer ist, zusätzliche Gewichte gibt es ebenfalls nicht. Des Weiteren ist die Maus für unseren Geschmack etwas klein geraten, doch hier kommt es definitiv auf die persönliche Vorlieben an. Doch besonders schwerwiegend ist der hohe Preis von happigen 160 Euro: Für das Maß an Qualität, Funktionen und Individualisierung ist er eigentlich gerechtfertigt, doch für eine Maus einfach zu teuer. Anspruchsvolle sowie gut betuchte Gamer bedient die Sensei Wireless aber fast vollkommen.

Steelseries Sensei Wireless

Hersteller: Steelseries

Preis: 159,99 Euro

Note: 1,3 sehr gut

Ausstattung (10%) 1,2

Leistung (20%) 1,8

Ergonomie (30%) 1,2

Bedienung (40%) 1,2

Vorzüge: Sehr ergonomisch, Geeignet für Links- und Rechtshänder, Hohe Polling-Rate, Gelungenes Konzept, In hohem Maß individualisierbar

Nachteile: Preis, Fest verbauter Akku

Bezugsquellen: Hersteller , Amazon

www.steelseries.de

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