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WISO Steuer Mac 2012

05.12.2011 | 09:51 Uhr |

Den Steuererklärungs-Klassiker WISO gibt es nun auch für den Mac. Wir zeigen, ob sich die Mac-Version lohnt.

Die jährliche Steuererklärung ist für Millionen von Bürgern eine lästige Pflichtübung, die sie entweder ihrem Steuerberater überlassen oder daheim mithilfe eines Steuerprogramms erledigen. Da Programme für die Steuererklärung jedoch nahezu ausschließlich für die Windows Welt entwickelt wurden, mussten Mac-Anwender bisher auf einen Windows-PC oder alternativ auf eine Virtualisierungssoftware zurückgreifen.

Mit WISO steuer:Mac findet nun eines der renommiertesten Windows-Programme seinen Weg auf den Mac. Die Software, die nach Installation und Eingabe einer Garantienummer über das Internet aktiviert werden muss, wird mit einem Handbuch zur Programmanwendung und zusätzlich mit einem über 400 Seiten umfassenden hervorragenden Steuerratgeber ausgeliefert. Wer sich für den Steuer-Spar-Vertrag als jährliches Abonnement entscheidet, erhält darüber hinaus einmalig eine aktuelle Ausgabe des Steuer-Spar-Magazins, einen monatlichen Steuer-Newsletter sowie eine verbilligte und bevorzugte Belieferung der neuen Programmversion.

Bedienoberfläche

Das Design und die Benutzerführung des Programms sind alles andere als Mac-like, sondern entsprechen vielmehr dem Aussehen der Windows-Version. Die Entwickler entschuldigen dies mit der Tatsache, dass sich der überwiegende Anwenderkreis aus Wechslern rekrutiere, die in der Vergangenheit das WISO Steuer-Sparbuch unter Windows eingesetzt haben. Sieht man jedoch von diesem optischen Schönheitsfehler ab, lässt sich das Programm durchaus einfach und intuitiv bedienen.

Der Leistungsumfang der Steuererklärung ist hingegen überragend und lässt kaum Wünsche offen. Das Programm unterstützt alle sieben Einkunftsarten und enthält alle erforderlichen Steuerformulare, die man für die Einkommensteuererklärung 2011 benötigt. Zu Beginn einer Steuererklärung beschreibt man sich und die eigene Lebenssituation: wo man wohnt, ob man verheiratet ist oder Kinder hat. Diese Angaben kann man alternativ auch aus einer Vorjahresversion vom Windows-PC importieren. Bei der freien Bearbeitung einer Steuererklärung bestimmt man die Reihenfolge und die relevanten Abschnitte des Steuerparcours selbst, was immer dann sinnvoll ist, wenn man mit der Steuerthematik grundsätzlich vertraut ist.

Das Steuer-Interview hingegen bietet sich für die Anwender an, die zum ersten Mal eigenhändig eine Steuererklärung erstellen oder überhaupt keine steuerlichen Fachkenntnisse haben. Das Programm fragt hierbei Schritt für Schritt die Einnahmen sowie die dazu passenden Ausgaben ab und prüft alle Angaben automatisch auf Plausibilität. Nach Eingabe aller relevanten Steuerdaten kann man einen Blick auf den voraussichtlichen Steuerbescheid werfen. Die Darstellung der Steuerberechnung im Programm orientiert sich hierbei am offiziellen Steuerbescheid des Finanzamtes, so dass man beide Berechnungen später leicht miteinander vergleichen kann.

Neben dem Herzstück einer Steuererklärung, der Einkommensteuererklärung für 2011, bietet das Programm weitere Funktionen zum Thema Steuern an. Hierzu gehört unter anderem die Erstellung einer Einnahme-/Überschuss-Rechnung für 2011 und 2012, aus deren Buchungen man die Umsatzsteuervoranmeldungen sowie die Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärung erzeugt. Mit dem Gehaltsrechner kontrolliert man beispielsweise die Gehaltsabrechnung und ermittelt, was von einer Lohnerhöhung übrig bleibt. Das Steuerprogramm hilft auch beim Antrag auf Lohnsteuerermäßigung für 2012, wenn man als Arbeitnehmer jedes Jahr höhere Beträge vom Finanzamt zurückerstattet bekommt.

Elster erst im Januar

Bei papierhafter Einreichung der Steuererklärung werden die amtlichen Formulare auf Normalpapier ausgedruckt und dann mit Anlagen an das Finanzamt per Post geschickt. Bei der elektronischen Steuererklärung (ELSTER) werden die Steuerdaten hingegen über das Internet an die zuständigen Finanzämter übermittelt. Ein Test der ELSTER-Funktionen war bis zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses nicht möglich, weil die technischen Komponenten hierfür erst nach einem kostenlosen Update voraussichtlich im Januar 2012 verfügbar sein werden.

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