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Storcenter

01.03.2007 | 11:05 Uhr |

Für Heimanwender ist das Iomega Storcenter weniger geeignet. Mit 850 Euro ist es nicht nur teuer sondern durch einen lauten Lüfter und vier interne Festplatten auch zu laut für heimische Gefilde.

Iomega Storcenter
Vergrößern Iomega Storcenter

Die technischen Daten klingen viel versprechend. In dem Gehäuse stecken vier 250-Gigabyte-Festplatten. Eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle und ein WLAN-Modul sorgen für Verbindung mit der Außenwelt. Um den Speicherplatz bereitzustellen, unterstützt das Gerät die Protokolle CIFS/SMB, FTP und NFS. Letzteres macht es auch für Unix- und Linux-Anwender interessant. Mit dem beiliegenden Programm Discovery Tool findet man das Gerät im Netz, mountet Netzlaufwerke und öffnet die Konfigurationsseite. Die Administration erfolgt, wie bei NAS-Geräten üblich (siehe auch Macwelt 2/07, Seite 56) über ein Webinterface. Hier verwaltet man auch Nutzer und Gruppen oder ändert weitere Einstellungen.

Leider ist die verwendete Hardware leistungsschwach. Trotz schneller Gigabit-Schnittstelle erreichen wir beim Datentransfer über das SMB-Protokoll maximal 10 Megabyte pro Sekunde. Nur über FTP sind Durchsatzraten von etwa 12 Megabyte pro Sekunde möglich.

Praktisch ist die eingebaute WLAN-Funktion, die aber nur sehr niedrige Transferraten erzielt. Drahtlos messen wir maximal 1,6 Megabyte pro Sekunde.

Unter der langsamen Hardware leidet auch die RAID-Funktionalität. Das Storcenter unterstützt JBOD, RAID 0, RAID 5 und sogar RAID 0+1 bei dem zwei Festplatten zu einem Volume von 465 Gigabyte Kapazität zusammengefügt und permanent auf die zwei anderen Festplatten gespiegelt werden. Man erhält dadurch bei maximaler Leistung eine gute Datensicherheit. Die komplexeren RAID-Formate zehren jedoch an der Leistung. Laut unseren Messungen verlieren die möglichen Datenraten etwa 30 Prozent.

Fazit

Die Performance des Storcenter enttäuscht. Dank der RAID-Funktionalität ist die Hardware jedoch ein sehr sicheres Speichergerät für kleinere Arbeitsgruppen, es eignet sich aber nicht als Ersatz für einen echten Fileserver. sw

Wertung

Note: 3,0 befriedigend

Vorzüge hohe Kapazität, fortgeschrittene RAID-Formate

Nachteile mäßige Performance, laut, hoher Preis

Alternative Fileserver

Preis € (D) 850, € (A) 858, CHF 1215

Technische Angaben

Gewicht: 5,8 kg; Kapazität: maximal 1 TB; Schnittstellen: 2x USB (Host, Printserver), Gigabit-Ethernet, WLAN; Abmessungen: 18,7 x 17,1 x 30 cm (B x H x T).

Info Iomega

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