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iPhone-Sims: Virtual Villagers 2

27.04.2009 | 16:45 Uhr |

Bei Virtual Villagers bestimmt der Spieler das Schicksal eines kleinen Dorfes. Er muss die Bewohner ernähren, ausbilden und aufziehen. Damit erinnert das Spiel an Klassiker wie die Sims.

Virtual Villagers
Vergrößern Virtual Villagers

Aufbauspiele wie Virtual Villagers 2 sind die langsameren Vertreter der iPhone-Spiele. Hier geht es nicht um Schnelligkeit oder Geschick. Stattdessen ist Planung und Verantwortung gefragt. Virtual Villagers ist ein Echtzeit-Spiel. Der Spieler weist den virtuellen Dorfbewohnern Aufgaben zu und kann sie anschließend über Stunden sich selbst überlassen.

Die Geschichte von Virtual Villagers ist schnell erzählt: Eine kleine Gruppe virtueller Spielfiguren haben sich verirrt und benötigt jetzt Hilfe. Der Spieler muss ihnen dabei helfen, Nahrung zu finden, Fertigkeiten zu lernen und so mit dem schwierigen Schicksal zurecht zu kommen. Im Laufe der Zeit wird die Kolonie größer und komplexer. Das Spiel bietet etliche Herausforderungen und Wendungen, kommt anfangs allerdings nur langsam in Fahrt.

Geduld gefragt

Da alles in skalierter Echtzeit abläuft - selbst wenn das Spiel ausgeschaltet ist - muss der Spieler regelmäßig nachschauen, ob es die Villagers noch gut geht. Brennt das Feuer noch, gibt es genug zu essen? Besonders wichtig ist das Herausbilden von Fertigkeiten. Die kleine Siedlung benötigt Bauern, Handwerker und Mediziner, um sich zu entwickeln. Zudem können die Einwohner auch Nachwuchs zeugen, um die Population nach und nach zu vergrößern.

Mit der Zeit verbessern sich die Fähigkeiten der Dorfbewohner.
Vergrößern Mit der Zeit verbessern sich die Fähigkeiten der Dorfbewohner.

Rätsel, zu sammelnde Fundstücke und andere Herausforderungen erweitern den Umfang von Virtual Villagers enorm. Viel zu tun gibt es für den Spieler jedoch längst nicht immer. Wenn die Aufgaben erst einmal verteilt sind, kann man das kleinde Dorf auch für Stunden sich selbst überlassen. Allerdings gibt es einen gewissen Tamagotchi-Effekt: Wer sich zu lange nicht um seine Schäfchen kümmert, findet Grabsteine statt eines florierenden Dorflebens vor. Das Spiel zwingt den Nutzer dazu, sich regelmäßig um seine Bewohner zu kümmern.

Virtual Villagers 2: The Lost Children ist ein spannendes Spiel für Fans der "Sims" oder ähnlicher Aufbauspiele und Simulationen. Es fordert dem Spieler nicht viel ab außer Zeit und gelegentlicher Aufmerksamkeit. Allerdings zwingt es gleichzeitig dazu, das Spiel regelmäßig zu spielen, ansonsten ist jeglicher Fortschritt dahin. Die Grafik ist passend, allerdings wirkt die Nutzeroberfläche zu stark geschrumpft, als ob sie für ein größeres Display gedacht wäre. So sind die Elemente etwas klein geraten.

Link: iPhone-Apps im Test

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