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Stylus RMX

22.02.2005 | 11:36 Uhr |

Stylus RMX ist ein Software Plug-in, jedoch keine Stand-Alone Applikation. Das Programm eher ein Rhythmus-Festival als ein Loop-Player.

Von Philippe Seminara und Iwan Harlan

Wir öffnen als erstes eines der mitgelieferten Lehrvideos und verschaffen uns so einen ersten Einblick in das sehr leicht und intuitiv zu bedienende Programm. Das Video ist ein erstklassiger Ersatz für die üblichen "Gettin‘ started" Manuals. Das Konzept des Video-Benutzerhandbuchs sollte zumindest bei den virtuellen Instrumenten und sonstigen Plug-ins Schule machen. Wir können quasi in Echtzeit parallel zum laufenden Video die vorgestellten Features bedienen und ausprobieren.

Stylus ist ein 8-fach multitimbraler Loop-Player, der im Unterschied zu Konkurrenzprodukten nicht geahnte Eingriffsmöglichkeiten bietet. Die Applikation gliedert sich in sechs verschiedene Oberflächen. Beim Öffnen von Stylus befinden wir uns automatisch in der Edit-Page. Klicken wir das Ordner-Symbol an, gelangen wir von hier aus in den File-Browser und können die gewünschten Loops laden. Haben wir unseren Wunsch-Loop gefunden, ziehen wir das dazugehörige, links nebenstehende Midifile per Drag-and-drop in das Arrange-Fenster unserer Host-Applikation. Die Loops sind im SAGE-Format und funktionieren im Prinzip wie REX-Files. Zudem lassen sich auch REX-Files importieren. Dadurch, dass alle Loops aus der mitgelieferten Library gesliced sind, beziehen sich die Eingriffsmöglichkeiten nicht nur auf den gesamten Loop, sondern immer auch auf die einzelnen Komponenten.

Dies realisieren wir über den Bereich "Edit-Group", der sich hinter dem Gitter verbirgt und sich mit einem Mausklick offenbart. Hier definieren wir auch bei Bedarf die acht möglichen Stereoausgänge. Über das Pop-up-Menü "Assign" können wir nun die Loop-Komponenten innerhalb eines Taktes bestimmen, die wir manipulieren wollen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Downbeats (die Zählzeit 1 und 3 eines Taktes), Backbeats, Upbeats, einzelne 16tel-Noten, punktierte Noten, alle Formen von Triolen bis hin zu allen einzelnen 32tel Noten. Allein diese Option lässt erahnen, welche Möglichkeiten Stylus bereitstellt, um die Loops zu bearbeiten. Auf der Edit-Page finden wir zudem noch einen synchronisierbaren LFO mit den Adressen Amplifier, Filter und Panorama, einen hervorragend klingenden Filter, der in Lizenz von G-Medias "impOSCar" in RMX implementiert wurde, ein Envelope-Generator mit den Adressen Amplifier, Filter und Pitch.

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