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Suitcase Fusion, Font Explorer, Schriftsammlung

23.10.2006 | 13:12 Uhr |

Um viele Zeichensätze zu verwalten reicht die kostenlose systemeigene Schriftsammlung nicht aus. Mit Font Explorer und Suitcase Fusion bieten sich dafür zwei professionell gemachte Alternativen an.

Font Explorer, Schriftsammlung und Suitcase Fusion verwalten die Schriftdateien entweder selbst, oder sie belassen die Fonts am bisherigen Speicherplatz und öffnen sie jeweils von dort aus. Die Schriftsammlung bedient sich zur Verwaltung der Schriftdateien der systemeigenen Font-Ordner in den Verzeichnissen „Library“ und „[Benutzername] > Library“. Alternativ legt man im Programm eigene Bibliotheken an und nimmt dort nur Verweise auf die Originale auf. Suitcase Fusion importiert Fonts auf Wunsch in eine zentrale Datenbank (Vault), während Font Explorer zur Verwaltung eine Ordnerstruktur erzeugt, deren Speicherort in den Vorgaben festgelegt wird. Sowohl in Suitcase als auch in Font Explorer hat man die Wahl, die Schriften in die Datenbank beziehungsweise Ordnerstruktur zu verschieben (die Originale werden dann gelöscht) oder sie alternativ nur zu kopieren.

Die zentrale Verwaltung in Suitcase und Font Explorer ist auf jeden Fall sinnvoll, da sie die Übersichtlichkeit erhöht und vor allem Suitcase zu einer schnellen Arbeitsweise verhilft. Um Schriften, die man nur ein Mal benötigt, nicht in die Datenbank aufnehmen zu müssen, bietet Suitcase eine temporäre Aufnahme an.

Umgang mit Systemschriften

Beim Umgang mit den Systemschriften gibt es deutliche Unterschiede. Am wenigsten restriktiv ist die Schriftsammlung, in der man bis auf Lucida Grande und Geneva alle ausschalten kann, wenn auch erst nach einer Warnung. Das kann aber dazu führen, dass manche Programme nicht mehr richtig arbeiten, wie beispielsweise das Terminal, das Monaco benötigt. Andere Anwendungen setzen eine aktive Helvetica voraus. Suitcase geht einen Mittelweg. Hier lassen sich einige der Systemschriften wie Helvetica, Times, Symbol und Zapf Dingbats durch das Programm verwalten, andere wie Courier, Monaco, Geneva oder Lucida Grande dagegen nicht. Das ermöglicht es, die verwalteten Schriften zu schließen und in einem anderen Format zu aktivieren.

Font Explorer sperrt dagegen sämtliche Fonts, die im Systemordner von Mac-OS X liegen. Man kann zwar beispielsweise eine zweite Helvetica zusätzlich öffnen, die dann anstatt der Systemschrift in den Programmen erscheint, zuverlässig ist dies jedoch nicht, weshalb das Programm auch eindeutig davor warnt. Ein Ausweg besteht darin, die Fonts in der Schriftsammlung auszuschalten und dann in Font Explorer eine andere Version zu öffnen. Oder man ersetzt manuell die Schrift im Systemordner durch eine andere.

Suitcase übernimmt mit dem Befehl „Systemzeichensätze verwalten“ auch die Schriften aus den anderen Font-Ordnern (Library und [Benutzername] > Library) in eigene Regie. Alle verwalteten Schriften aus den Font-Ordnern von Mac-OS X erscheinen jeweils als eigene Gruppe im Suitcase-Fenster. Bei Font Explorer gibt es als Alternative die Möglichkeit, alle nicht vom System installierten Zeichensätze aus den Font-Ordnern zu entfernen und in einem Verzeichnis auf dem Schreibtisch abzulegen. Anschließend importiert man sie dann in das Programm.

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