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Olympus E-PL1 – Systemkamera für Einsteiger

23.04.2010 | 18:00 Uhr |

Systemkameras, also Kameras mit Wechselobjektiven aber ohne Spiegelsystem, machen DSLR-Kameras mächtig Konkurrenz. Für den kleinen Geldbeutel stellt Olympus die E-PL1 vor.

Nach dem Startmodell E-P1 und der professionelleren E-P2 rundet Olympus das Angebot der kompakten Systemkameras mit der E-PL1 als Einsteigervariante ab. Die Kamera gibt es entweder in Schwarz, Champagner, Rot oder Weiß. Die größten Unterschiede: Bei ihr ist ein Blitz integriert und bei den Bedienelementen wird auf Einstellräder verzichtet und eine einsteigerfreundlichere Vier-Wege-Tastenanordnung gewählt.

Das Kunststoff-Gehäuse im Metall-Look ist nicht ganz so wertig wie bei der Olympus-Schwester E-P2, dafür gibt es die P-PL1 in vier Farbvarianten und der Look fällt nicht ganz so Retro-mäßig aus wie bei der E-P1. Das Display ist mit 2,7 Zoll Diagonale etwas kleiner als bei den Schwestermodellen, hat mit 230.000 Pixeln aber dieselbe Pixelzahl. Die inneren Werte gleichen jedoch denen der teureren Pen-Varianten: Ein 12,3-Megapixel-Sensor und ein Empfindlichkeitsbereich von 100 bis 3200 ISO, die kamerainterne Bildstabilisierung sowie eine wahlweise Aufzeichnung im Raw-Modus ist allen Pen-Kameras gemeinsam, aber auch der etwas träge Autofokus.

Der kleine, etwas versetzte Blitz der Olympus E-PL1 ist gar nicht mal ohne und kann auch externe Blitze auslösen. Mit dem Systemblitzschuh und dem Zubehör-Port darunter lässt sich die E-PL1 genauso erweitern wie ihre Schwestermodelle.

In der Bedienerführung zeigt sich die Olympus E-PL1 mehr auf Einsteiger abgestimmt. So kann man im iAuto-Aufnahmemodus Aufnahmeparameter etwa für Farbsättigung oder Belichtungszeit ohne weitere Kenntnisse über Regler ändern oder man wählt gleich eines der vielen Szeneprogramme oder sechs Art-Filter.

Zum zweiten Mal nach der E-P2 haben wir mit der Olympus E-PL1 ein Standard-Zoomobjektiv im Labortest. Diesesmal haben wir anscheinend ein Sonntagsmodell erhalten, Objektiv und Kamera erreichen nämlich einen sehr guten Gesamtwirkungsgrad von 80,3 Prozent und damit besser als bei unserer vergleichbaren Messung der E-P2. Das Rauschverhalten ist über alle ISO-Stufen gut, die Eingangs- und Ausgangsdynamik sind jedoch nur befriedigend.

Empfehlung

Die Olympus E-PL1 ist äußerlich einerseits etwas abgespeckt, dafür aber mit einem für Einsteiger unverzichtbaren internen Blitz ausgestattet. Bei der Bildqualität muss man keine Abstriche gegenüber den anderen Pen-Modellen machen und insgesamt erhält man mit ihr eine gut ausgestatte Einsteiger-Systemkamera - die allerdings an der Ausstattung gemessen auch nicht deutlich günstiger ist als die Schwestermodelle.

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