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Test Olympus E-PM1

06.10.2011 | 17:19 Uhr |

Die Olympus E-PM1, auch PEN Mini genannt, ist die kleinste Vertreterin der PEN-Serie von Olympus. Wir zeigen, für wen sich die Kamera lohnt.

Wie von der Olympus PEN-Serie gewohnt, steckt auch die E-PM1 in einem hochwertigen Metallgehäuse. Dabei hat man die Wahl zwischen sechs Farben. Die Kamera bietet wie alle aktuellen PEN-Kameras keinen integrierten Blitz. Vielmehr liefert Olympus einen kleinen Aufsteck-Blitz für den Blitzschuh mit. Drahtlos lassen sich zudem die Olympus-Blitze FL-50R, FL-36R und FL-300R auslösen.

Die Kamera beinhaltet einen Olympus-typischen Bildstabilisator mit drei Stufen. Man kann entweder das Bild horizontal und vertikal stabilisieren, oder entweder horizontal oder vertikal. So eignet sich der Bildstabilisator hervorragend für Mitzieh-Aufnahmen, beispielsweise von einem vorbeifahrenden Auto. Der Bildstabilisator lässt sich, wie übrigens weitere Kameraeinstellungen, über das Menü recht schnell aufrufen. Der Akku hält laut Olympus für gerade mal 330 Aufnahmen, hier braucht man für ausgedehntere Fototouren einen Ersatzakku.

Das Kit-Objektiv mit 14 - 42 mm, auf Kleinbild-Format umgerechnet ungefähr 28 - 84 mm, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Vor dem Einsatz muss man es ausfahren. Zum einfahren muss man zudem eine Arretierung lösen. Nach einer Weile gewöhnt man sich aber an diese Eigenart.

Schnappschuss

Der Funktionsumfang der Olympus E-PM1 ist identisch mit der ihrer größeren Schwester Olympus E-PL3 . Allerdings fehlt der E-PM1 im Gegensatz zur E-PL3 vor allem das schwenkbare Display, das vor allem für Filmaufnahmen sehr nützlich ist, sowie ein Einstellrad auf der Oberseite.

So sind die Bedienelemente der Kamera auf das Wesentlcihe beschränkt und sprechen somit vor allem die Fotografen an, die überwiegend die Automatik-Programme der Kamera nutzen. Die Funktionen der Kamera lassen sich sehr leicht anwählen, über den Knopf "Menü" gelangt man zu den wichtigsten Einstellungen ART, iAuto, SCN, Videomodus und PASM sowie Setup.

Die ART-Programme umfassen die sechs Effekte Pop Art, Soft Fokus, Monochrome Film, Lochkamera, Diorama (Miniatiur-Effekt) sowie Dramatischer Effekt. Diese Effekte lassen sich auch im Videomodus verwenden, allerdings ruckeln dann die Videos sehr stark.

Im intelligenten Auto-Modus "iAUTO" erkennt die Kamera das jeweilige Motiv selbstständig und wählt das passende Motivprogramm wählt. Das klappt für die meisten Aufnahmen auch ausgesprochen gut.

Unter "SCN" findet man 23 Motivprogramme. Das ist arg überladen und kaum einer wird hier regelmäßig durchblättern, auch wenn das recht komfortabel geht und jedes Motivprogramm mit kurzer Erklärung dargestellt wird. Interessant sind dennoch einige Motivprogramme, beispielsweise "Nacht+Person", bei dem eine Portraitaufnahme mit Blitz etwas länger belichtet wird, damit der Hintergrund nicht in Dunkelheit verschwindet.

Wer die volle Kontrolle über die Kameraeinstellungen behalten möchte, kann den PSAM-Modus verwenden. Hier lasen sich unter anderem eine Zeit- sowie Blendenautomatik wählen oder Zeit und Blende manuell einstellen. Die Einstellungen gelingen über das Wahlrad einfach.

Video

Videos kann die E-PM1 in Full-HD-Auflösung aufzeichnen und im AVCHD-Format speichern. Am Mac erkennt iMovie das AVCHD-Format anstandslos. Die Videoqualität ist zwar durchaus gut, aber der Autofokus ist teils recht verwirrt oder träge. Der Ton wird zwar nur in akzeptabler Qualität aufgezeichnet. Man kann aber einen Adapter (EMA-1 ) zukaufen, an dem sich ein externes Mikrofon anschließen lässt.

Bildqualität

Die Olympus E-PM1 verwendet die gleichen Bauteile wie die Olympus E-PL3, daher ist auch die Bildqualität weitestgehend identisch mit ihrer großen Schwester. Einzig eine stärkere Scharfzeichnung fällt uns bei der E-PM1 auf.

In der Praxis gibt die Bildqualität keinen Anlass zur Kritik, die Farben und die Helligkeit stimmen. Auch bei den DC-Tau-Labortests zeigt die Olympus E-PM1 keine großen Schwächen. Erfreulich ist, dass die Eingangsdynamik bis ISO 1600 recht stabil bleibt. So kann die Kamera auch bei schwachem Licht Motive noch gut wieder geben. Die Eingangsdynamik gibt an, wie hoch die Helligkeitsunterschiede sind, die verarbeitet werden können. Auch das Bildrauschen, das sich recht gleichmäßig auf die Helligkeitsbereiche verteilt, befindet sich bei hohen ISO-Stufen auf erfreulich geringem Niveau. So sind auch mit ISO 1600 noch qualitativ gute Aufnahmen möglich.

Das Kit-Objektiv bietet dagegen nur eine durchschnittliche Leistung. Gut ist die geringe Verzeichnung des Objektivs, doch vor allem bei kleiner und mittlerer Brennweite messen wir eine deutliche Vignetierung von 0,8 Blendenstufen, sie macht sich bei offener Blende durch dunkle Ränder bemerkbar. Die Auflösungs-Ausbeute, an der maßgeblich das Objektiv beteildigt ist, beträgt rund 60 Prozent. Das ist verglichen mit ähnlichen Kameras ein normaler Wert.

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