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Systemkammera-Flaggschiff Samsung NX30 im Test

27.03.2014 | 16:49 Uhr |

Die Systemkamera NX30 ist das neue Flaggschiff von Samsung und mit vielen Extras ausgestattet. Ob sie auch gute Fotos macht, erfahren Sie im Test.

Die NX30 ist die bisher hochwertigste Systemkamera aus dem Hause Samsung. Das macht sich nicht nur am Preis von knapp tausend Euro bemerkbar. Auch die Ausstattung der NX30 ist erstklassig und enthält einiges, was so noch nie in einem Samsung-Modell oder einer Konkurrenzkamera zu finden war. Beispielsweise lässt sich der elektronische Sucher um zwei Zentimeter aus dem Gehäuse ziehen und dann um 90 Grad nach oben kippen. Samsung weitet damit also eine Funktion, das bei Displays längst gang und gäbe ist, auf den Sucher aus. In der Praxis hat das den Vorteil, dass man den Sucher zumindest ansatzweise an die Aufnahmeperspektive anpassen kann.

Kamera und iPhone

Weitere Ausstattungsmerkmale dienen der kabellosen Datenübertragung. So lässt sich die Samsung NX30 per WLAN mit einem iPhone oder iPad verbinden. Android-Nutzer können die Koppelung per NFC vornehmen. Die neue Samsung Smart Camera App vereint die bisherigen Apps Mobile Link, Remote Viewfinder und Auto Share, mit denen sich Bilder von der Kamera auf das Mobilgerät übertragen lassen und man die NX30 fernsteuern kann. Auto Share kümmert sich um das automatische Versenden von Bildern direkt nach der Aufnahme.

Der schwenkbare Sucher ist beispielsweise beim Filmen eine gute Hilfe.
Vergrößern Der schwenkbare Sucher ist beispielsweise beim Filmen eine gute Hilfe.
© Samsung

Lightroom 5 inklusive

Eine Besonderheit packt Samsung der Kamera noch bei: Sie bekommen Adobe Photoshop Lightroom 5 eine Software zum Verwalten, Optimieren und Konvertieren von Bildern und Videos, mit der man beispielsweise die RAW-Aufnahmen der NX30 bearbeiten können.

Bedienung

Mit den bewährten i-Function-Objektiven wie der Kit-Linse 18-55mm III OIS lassen sich die Bildparameter sehr leicht über den Objektivring einstellen. Zudem kann man die gewohnten Knöpfe und Wählräder am Gehäuse selbst verwenden, auch über das Touchdisplay lassen sich Einstellung vornehmen. Neben dem Klappsucher bietet die NX30 ein klapp- und drehbares 3-Zoll-Display in OLED-Technik, das mit 1 036 000 Pixel sehr hoch auflöst. Insgesamt fällt die Systemkamera dadurch etwas größer aus als derzeit Trend ist und wiegt mit 636 Gramm mehr als der Durchschnitt. Dafür liegt die NX30 sehr gut in der Hand.

Hohe Auflösung und Dynamik

Die Samsung NX30 erzielt in unseren Auflösungsmessungen nach DC Tau einen hohen mittleren Wirkungsgrad, der umgerechnet einer Auflösung von 8,3 Megapixel entspricht. Darüber hinaus verläuft die Auflösung sehr gleichmäßig über den gesamten Brennweitenbereich und lässt nur bei kurzer Brennweite zum Rand hin etwas nach. Beim Bildrauschen stellen wir leichte Schwächen bei ISO 100 und 200 fest. Bei höherer Lichtempfindlichkeit sind die Ergebnisse besser (gut bis sehr gut). Auch der Dynamikumfang gibt keinen Anlass zur Kritik. Die Eingangsdynamik ist sehr hoch, die Ausgangsdynamik hoch. Das bedeutet, dass die Samsung NX30 auch kontrastreiche Motive darstellt, ohne dass Details in den Lichter und Schatten verloren gehen. Darüber hinaus produziert sie viele Helligkeitsstufen zwischen den hellen und den dunklen Bildbereichen.

Empfehlung Samsung NX30

Samsung bringt mit der NX30 eine rundum gute Kamera. Das Gerät macht gute Bilder, ist hochwertig ausgestattet und lässt sich einfach und vor allem flexibel bedienen.

Samsung NX30

Samsung

Preis inkl. Kit-Objektiv: € 999, CHF 1218

Note: 2,3 gut

Bildqualität (50%) 2,9

Ausstattung (25%) 2,1

Handhabung (20%) 2,1

Service (5%) 2,3

Vorzüge: Gute Bildqualität, super ausgestattet, Klappsucher

Nachteile: Vergleichsweise großes und schweres Gehäuse

Alternative: Olympus OM-D E-M5 , Panasonic Lumix DMC-GH3H

APS-C-Bildsensor (20 MP); ISO 100 bis 25.600; Verschluss: 1/8000s bis 30 s und Blurb; Video: Full-HD bei 30 Vollbildern/Sekunde; Objektiv: Samsung 1:3,5-5,6 18-55mm III OIS i-Function

www.samsung.de

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