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T-Online 5.0

27.06.2003 | 15:51 Uhr |

Lange mussten T-Online-Kunden auf die offizielle Version der Zugangssoftware für Mac-OS X warten. Und kurz nach AOL stellt jetzt auch der Arbeitgeber von Robert T. Online die praktische Einwahlhilfe kostenlos zur Verfügung.

Eigentlich sind fortgeschrittene Mac-OS-X-Benutzer bisher auch ohne die spezielle Zugangssoftware von T-Online ausgekommen. Sowohl die Einwahl per Modem oder ADSL lässt sich alternativ über eine Netzwerkumgebung in den Systemeinstellungen bewerkstelligen. T-Online schliesst diese klaffende Lücke mit der Version 5.0 der eigenen Software für Mac-OS X. An der Optik hat sich gegenüber der alten Ausgabe für das klassische Mac-OS beziehungsweise der ebenfalls verfügbaren Windows-Version nichts geändert - alle Bedienelemente sind visuell zurückhaltend an der bekannten Stelle platziert. Ein Installationsassistent fragt nach dem ersten Start alle wichtigen Kundendaten ab und gibt die Möglichkeit zur Wahl des primären Browsers und E-Mail-Programms, die mit T-Online zusammenarbeiten müssen. T-Online ist per Software über Modem, ISDN, DSL oder auch einem vorkonfigurierten Router anwählbar. Letztere Methode fragt lediglich nach dem Netzanschluss, an dem der Mac mit dem Router verbunden ist. Ist das "Startcenter" einmal aktiv, platziert die Software einen Texteintrag in die Menüleiste am oberen Bildschirmrand, an dem der Verbindungsstatus auf einen Blick erkennbar ist. Diese Idee ist gar nicht einmal schlecht, leider ist die Umsetzung unbefriedigend: Ist die T-Online-Software von einem anderen Programm überlagert, ist diese Statuszeile nicht mehr zu sehen.

Problemkind Safari

Auch kann der genannte Assistent auf Wunsch die interne Firewall (ipfw) von Mac-OS X aktivieren. Regeln lassen sich jedoch nicht über die Software editieren, hier ist Handarbeit über das Terminal oder einem Softwarepaket eines Drittherstellers angesagt - beispielsweise Norton Personal Firewall oder Intego Net Barrier X. Für jeden lokalen Benutzer eines Systems kann die T-Online-Software mehrere Profile mit verschiedenen Zugangsdaten verwalten. Dabei wandelt das Programm die gemachten Angaben einfach in eine zusätzliche Netzwerkumgebung (siehe Systemeinstellungen -> Netzwerk) um. Allerdings sind diese Netz-Datensätze nur während der Laufzeit des T-Online-Startcenters gültig. Ein Blick in diese Konfigurationen zeigt die von T-Online vorgenommenen Modifikationen. Während in der PPP- bzw. PPPoE-Abteilung keine auffälligen Dinge stehen, existieren unter "Proxies" zwei Einträge für HTTP und FTP. Treten bei bestimmten Webseiten Probleme bezüglich der Aktualität auf, kann der Benutzer die Proxies auch nachträglich deaktivieren. Auf die Verbindungsqualität haben diese manuellen Maßnahmen keinen negativen Einfluss.

Ist die Einwahl bei T-Online schließlich geglückt, startet die Software automatisch den vorher festgelegten Webbrowser, um dann das T-Online-Web-Portal aufzurufen. Mit DSL ist das nicht weiter störend, mit einem analogen Zugang kann dieses penetrante Verhalten aber durchaus nervenaufreibend sein. Alle Services von T-Online sind über die Zugangssoftware anwählbar, wie beispielsweise das bekannte Online-Banking. Da es sich grundsätzlich immer um HTML-Seiten handelt, springt bei einer Auswahl automatisch der gewählte Browser in den Vordergrund. Obwohl T-Online offiziell Safari unterstützt, hat die schnelle Internet-Software von Apple manchmal schlechte Karten bei der Kompatibilität. Laut T-Online ist das auf die "schlechte Programmierung" der Browser zurückzuführen, der technische Support empfiehlt Microsofts Internet Explorer. Nur macht der in der Praxis sogar noch mehr Ärger als Safari. Rundum einwandfreies Surfen auf den Serviceseiten von T-Online gelingt uns im Test nur mit dem aktuellen Release Candidate von Mozilla 1.4 (RC2).

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